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Laserspezialist LPKF: Absturz des ehemaligen Börsenlieblings

Der DAX hat heute die 12.000-Punkte-Marke zurückerobert. Damit bleibt das Muster bestehen: Überspringt der DAX diese Marke, bekommen einige Anleger Höhenangst und verkaufen.

Wird die Marke nach unten durchbrochen, greifen Schnäppchenjäger zu und sorgen für steigende Kurse. Aktuell ist unklar, ob die Bullen oder die Bären dieses Tauziehen gewinnen werden.

Auf der Verliererseite – sogar mit einem zweistelligen Kursabschlag – stand heute ein ehemaliger Liebling der Investoren. Der Lasertechnikspezialist LPKF aus dem niedersächsischen Garbsen bei Hannover legte heute die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 vor.

Weil die Dividende im Vergleich zum Vorjahr halbiert werden soll und der Ausblick wenig Grund für große Zuversicht bietet, rutschte die LPKF-Aktie in der Folge deutlich ab. Lesen Sie jetzt die Details.

2014 eine einzige Enttäuschung

Das Jahr 2014 war für die LPKF-Aktionäre eine einzige Enttäuschung. Nicht nur die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres waren enttäuschend, sondern auch die Dividende für 2014 und die Entwicklung des Aktienkurses.


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Die LPKF-Aktie notierte nach einer fulminanten Kursrally Anfang des vergangenen Jahres bei rund 20,50 Euro, um dann Ende 2014 auf unter 10 Euro zu fallen. Das bedeutet: Die Aktie verlor innerhalb von nicht einmal einem Jahr mehr als 50% ihres Wertes! Diese Achterbahnfahrt lag zum Teil auch an den schlechten Zahlen.

Insgesamt gingen die Erlöse im Jahr 2014 um 8% auf 120 Mio. Euro zurück. Der operative Gewinn (EBIT) brach sogar um 45% auf 13 Mio. Euro ein. Damit blieben nur 10,6% der Erlöse als EBIT-Marge bei LPKF hängen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 17,9% und damit deutlich höher.

Die LPKF-Führung hatte ihre Prognosen für 2014 und 2015 bereits im Herbst 2014 gekappt: „Wir hatten uns für 2014 viel vorgenommen, aber der schwache Auftragseingang in zwei von sechs Bereichen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bilanzierte LPKF-Chef Ingo Bretthauer nun.

Wegen der dünnen Auftragslage bei der Technik für Elektrohersteller musste LPKF 2014 den ersten Umsatzrückgang seit elf Jahren hinnehmen. Ein starkes Solargeschäft und Zuwächse bei Anlagen zur Elektronikentwicklung konnten die Rückgänge nicht ausgleichen.

2015 als Übergangsjahr

Für 2015 peilt der Vorstand von LPKF eine Umsatzsteigerung auf 128 bis 136 Mio. Euro an und die EBIT-Marge soll auf 12 bis 15% steigen.

Höhere Margen von 15 bis 17% seien erst wieder in den folgenden Jahren zu erwarten, hieß es von Seiten des Unternehmens. Die Umsätze dürften nach Schätzung des Vorstands um jährlich rund 10% wachsen. Unterm Strich werde 2015 ein „Übergangsjahr“, das „durchaus eine Herausforderung“ darstelle.

Etwas Hoffnung macht die Tatsache, dass Bretthauer bei den sogenannten Wearable Computern wie Smartwatches und in der LED-Lichttechnik wachsende Geschäftschancen sieht. Zudem will LPKF im laufenden Jahr drei neue Laserverfahren vorstellen, die ab 2016 zum Umsatzwachstum beitragen sollen.

Fazit: Emotionen sind ein schlechter Ratgeber

Im Jahr 2013 trieben überwiegend Emotionen und Hoffnungen den Kurs der LPKF-Aktie innerhalb von wenigen Monaten um über 150% von rund 8 auf etwa 20 Euro.

Für diesen rasanten Anstieg gab es keine rationale Erklärung. Die Aktie wurde schlichtweg „geliebt“ und so trieben positive Emotionen den Kurs der LPKF-Aktie in schwindelerregende Höhen.

Im Jahr 2014 folgte dann der große Absturz. Die Aktie fiel auf unter 10 Euro und fand sich damit in etwa dort wieder, wo die große Kursrally gestartet war. Innerhalb eines Jahres war aus „Liebe“ also „Hass“ geworden.

Jetzt ist für die Analysten und Investoren das Glas stets halb leer und nicht mehr halb voll, wie noch vor 2 Jahren. Dieses Beispiel zeigt Ihnen, dass Emotionen an der Börse ein schlechter Ratgeber sind.

24. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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