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Lebensversicherungen: Bei Insolvenz ist niemand geschützt

Wer Geld in eine Lebens- oder Rentenversicherung einzahlt, wird überrascht sein: Auch Versicherungen sind vor einer Insolvenz bei Zugriffen nicht geschützt.

Dies geht hervor aus einem Fall, den aktuell der Bundesgerichtshof (BGH) bearbeitet hat:

Der Fall

In einem Gerichtsurteil geht es um die Einzahlungen einer Versicherten in eine Rentenversicherung in den Topf einer Gesellschaft, die Insolvenz angemeldet hatte.

Der Insolvenzverwalter selbst hat die Einzahlungen für die Befriedigung der Ansprüche aus der Insolvenzmasse genutzt.


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Er hatte die Policen kassiert, was zur Klage der Schuldnerin führte. Diese Klage wurde nunmehr eindeutig abgewiesen, denn:

„Die Verwertung sei zulässig“, hieß es in einem Medienbericht, „sofern es sich nicht um ene Riesterrente oder eine Basisrente“ handelt. Im letztgenannten Fall kommen die dortigen Pfändungs-Vorschriften hinzu (BGH IX ZR 79/11).

Versicherungen für Renten ohne Schutz – auch wirtschaftlich

Wenn schon rechtlich der Schutz bei solchen Versicherungen gering ist, werden Versicherte zumindest darauf hoffen dürfen, die kaufmännische Sicherheit sei gegeben.

Dem ist nicht so, denn Versicherungen stehen aus unserer Sicht vor sehr schwierigen Monaten und Jahren. Grund sind die geringen Verzinsungen auf die Verträge.

Die Versicherungs-Gesellschaften selbst dürfen nur einen Bruchteil der eingezahlten Policen in Aktien und damit hochrentierliche Produkte anlegen.

Der Rest fließt in Anleihen und damit in unterschiedlichste, sehr gering verzinste Schuldpapiere. Kommen die unter Druck oder fallen aus, werden die Renditen sich noch reduzieren.

  • Schwierige Zeiten für Versicherungsnehmer, die auf Verzinsungen von mehr als 4% hoffen. Denn die Garantiezinsen von ohnehin nur 1,75% beziehen sich lediglich auf den eigenzahlten Sparanteil und damit auf 70, 80%.
  • Nach Inflation bleibt von den Garantiezinsen nichts übrig. Und von den sonstigen Erträgen, die sich erwarten lassen, kaum etwas. Denn mehr als 3% oder 3,5% werden auflängere Sicht für Versicherungen in aller Regel dank der Anlagestruktur nicht möglich sein.
  • Wer seine Verträge abgeschlossen hat, wird diese Unterschrift kaum noch los. Diese Kritiker monieren, Versicherungs-Gesellschaften leben fast davon, dass soviele Verträge zurückgegeben werden. Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn:
  • Die Gesellschaften würden eher davon leben, dass weiter eingezahlt wird. Mit den eingezahlten Prämien verdienen die Versicherer ihren Umsatz – dies ist schließlich das Geschäftsmodell.
  • Trotzdem: Für Versicherte lohnt es sich nicht, die Verträge fortzusetzen. Lassen Sie vertragliche Verpflichtungen am besten ruhen!

GeVestor meint

Wenig bringt es, die Versicherungs-Verträge an andere Gesellschaften zu verkaufen. Meist sind die Gebote kaum höher als das, was Versicherungs-Unternehmen selbst zahlen.

Eine Alternative für den Aufbau einer „Rente“ sind Sparpläne auf ETFs, d. h. börsengehandelte Fonds – v. a. auf Indizes.

Deren Rendite-Chancen sind besser als für oder mit Lebensversicherungen. Wir empfehlen Indizes wie den MDax.

14. Juli 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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