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Leerverkäufe: wichtige Funktion am Markt – auch 2012

Wenn Sie in diesen Tagen zu den Gründen für die Börsenkrise forschen sollten:

Hedge-Fonds, Algo-Trader oder Leerverkäufer sollen die Schulden sein. Achtung:

Mit diesen Diskussionen beeinflussen Politik und Medien die Finanzwelt soweit, bis sie stärkere Regulierungen tatsächlich durchsetzen können. Dies ginge zu unser aller Lasten – bis hin zu ganzen Wirtschaft. Leerverkäufe sind eine wichtige Funktion. Sie können stattdessen aber „normale“ Hebelprodukte kaufen.

Leerverkäufe: Versicherung

Leerverkäufe sind vergleichsweise einfach und überschaubar: Ein Investor leiht sich von einem Anderen Waren – hier in der Regel Wertpapiere -, verkauft diese und muss durch den Rückkauf am Markt zu einem späteren Zeitpunkt das Geschäft wieder glattstellen.


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Dies kostet den Leerverkäufer die Leihgebühr. Als möglichen Gewinn wird er darauf setzen, dass die Ware/das Wertpapier günstiger wird als sie es zu dem Zeitpunkt ist, an dem der Leerverkauf abgeschlossen wurde. Achtung:

„Leer“ heißt in diesem Zusammenhang, dass der Verkäufer die Ware noch nicht als Eigentum hat. Dies gilt als das – verbotene oder zu verbietende spekulative Element. Kurz vor der Rück-Lieferpflicht müssen sich Leerverkäufer dann eindecken, um der Verpflichtung nachkommen zu können. Das kann die Preise treiben. In einem bestimmten Sinn sind Leerverkäufer damit aber nur eine Versicherung.

Leerverkäufer übernehmen Risiko

Wie bei klassischen anderen Versicherungsgeschäften übernimmt ein Leerverkäufer gegen Gebühr einfach nur das Kursrisiko. Dies ist zunächst der Vorteil des Käufers.

Warum auch immer: offenbar möchte der Verleiher zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festen Kurs das Wertpapier zurück beziehen und zwischenzeitlich Zusatzgebühren beziehen. Bei Warenlieferungen ist der Vorteil von Leerverkäufen offensichtlich:

Wer Produzent ist und beispielsweise Kohle-Lieferungen benötigt, muss damit kalkulieren können, möglichst jederzeit den Rohstoff kaufen zu können. Mögliche Marktengpässe würde hier der Leerverkäufer überbrücken.  Im Wertpapiergeschäft könnte der Sinn für Verleiher darin bestehen, mit Fondsvermögen etwa zwischenzeitlich noch Geld verdienen zu können. Dies passiert in der Praxis auch:

  • Wenn Sie etwa einen Anteil an einem Indexfonds kaufen, kann die Bank theoretisch das Fondsvermögen zwischenzeitlich verleihen. Die Zusatzgebühr kassieren Sie als Eigner mit.
  • Mit dem Geld würden Nachteile ausgeglichen, die ein Fonds hat, wenn er etwa gelegentlich umschichten muss, um einen veränderten Index im Fonds abzubilden. Die reine Management-Aufgabe alleine muss bezahlt werden.
  • Die Aufsichtsbehörden sind bei Leerverkäufen hellhörig geworden. Die Gefahr für die Finanzmärkte: Können Leerverkäufer später nicht mehr zurück liefern, würde dies den Verleiher in Bedrängnis bringen können. Zudem verstärken Leerverkäufer den Druck an den Märkten, wenn die „Termine“ näher rücken.

Deshalb sind zumindest „ungedeckte Leerverkäufe“ in Deutschland verboten. Dabei verkaufen Leerverkäufer Positionen, die sie selbst noch gar nicht geliehen haben.

GeVestor meint: Leerverkäufer übernehmen bei aller Skepsis gegenüber „Zockern“ eine wichtige Versicherungs- und Maklerfunktion an den Finanzmärkten. Besteht kein Bedarf für Leerverkäufer wie Hedge-Fonds, wird der Markt für die „Lösung“ sorgen.

Wenn Sie einen Optionsschein kaufen, eröffnen Sie – je nachdem, ob es ein Put oder Call ist – selbst ein ähnliches Termingeschäft mit Liefer- und Kaufverpflichtungen in der Zukunft. Wir empfehlen aktuell übrigens langlaufende Calls auf den Dax – der vergleichsweise niedrig bewertet ist.

5. Januar 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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