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Liberty Media: US-Medienkonzern schluckt Formel 1 für 8 Mrd. Dollar

Die Meldung kam wie ein Paukenschlag: Der Verkauf der Formel 1 an den US-Medienkonzern Liberty Media ist perfekt.

Brisant: Der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll als Geschäftsführer an Bord bleiben.

Was es mit dem Deal auf sich hat, auf was sich die Formel-1-Fangemeinde einstellen kann und was sich alles ändern wird, werde ich Ihnen jetzt erläutern.

Guter Deal für CVC

Aber erst einmal zu den Fakten: Der Medienriese Liberty Media zahlt 4,4 Mrd. Dollar. Mit Schulden kommt das einem Unternehmenswert von 8 Mrd. Dollar gleich.

Damit hat sich das Geschäft zumindest schon einmal für den größten Anteilseigner CVC mehr als gelohnt. Der Finanz-Investor hält 34,6% aller Anteile und war vor 1 Jahrzehnt für nur 2 Mrd. Dollar Unternehmenswert eingestiegen.

Liberty-Boss Malone mit gutem Track Record

Dass der Käufer Liberty Media, hinter dem kein anderer als der Milliardär John C. Malone steht, dennoch hohes Potenzial sieht, mag einleuchten. Der Liberty-Boss gilt als knallharter Verhandlungs-Partner.

Seit den 70er-Jahren hat er mit seiner Firma mehr als 100 Unternehmen gekauft und laut eigenen Angaben dabei noch nie Geld verloren.


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Den Kaufpreis sieht Malone als attraktiv an. Im vergangenen Geschäftsjahr erlöste die Formel 1 fast 1,8 Mrd. Dollar. Bei einem Gewinn von 463 Mio. Dollar betrug die Gewinnspanne satte 25%.

Zusätzlich machen lang laufende Fernseh- und Sponsoren-Verträge das Geschäft attraktiv.

Formel 1 soll Stammgeschäft attraktiver machen

Was Malone wirklich vor hat, werden die kommenden Monate zeigen.

Experten gehen aber davon aus, dass Liberty Media mit der Formel 1 die Attraktivität seines eigenen Kerngeschäfts (Kabelfernsehen) steigern will.

Vermarktungs-Möglichkeiten gäbe es genug. Mit seinem Sender Eurosport besitzt Malone eine zusätzliche Plattform, um die Reichweite zu steigern.

Spannend dabei: in nächstem Jahr laufen die TV-Rechte mit der Bertelsmann-Tochter RTL aus.

Im Moment zeigen in Deutschland RTL und Sky die Rennen. Im nächsten Jahr könnte Malone dann mit Eurosport für die TV-Rechte bieten.

In den USA bislang unbedeutend

Zusätzliches Potenzial könnte der Medienkonzern in den USA wittern. Denn hier ist die Beliebtheit der Rennserie bislang mehr als überschaubar. Derzeit organisiert die Formel 1 jährlich 21 Rennen.

Die meisten Teams kommen dabei aus Europa. In den USA dominieren hingegen bislang die großen Rennveranstaltungen Nascaer oder Indianapolis den Markt.

Formel 1 wird digital

Zudem dürfte der neue Besitzer künftig seinen Fokus stärker darauf legen, die Erlöse mit den Bewegtbildern von der Formel 1 zu steigern.

Denn hier ebenso wie in den sozialen Netzwerken hat die Formel 1 noch erheblichen Nachholbedarf. Das Potenzial besteht darin, direkte Kunden-Kontakte aufzubauen, die es in dieser Form bislang noch nicht gibt.

Sie können also davon ausgehen, dass zukünftig Videospiele und virtuelle Realität auch in der Formel 1 Einzug halten. Malone wird mit Sicherheit darauf setzen, mit interaktiven Angeboten neue Umsatz-Quellen zu erschließen.

Hoch gepokert

Keine Frage. In der Vergangenheit war die Formel 1 ein gutes Geschäft. Der langjährige Rennchef Ecclestone wird zudem noch 3 Jahre an Bord bleiben und die Geschicke des Renngeschäfts leiten.

Mit den Plänen im Digitalgeschäft könnte sich spürbares Potenzial ergeben. Vor dem Hintergrund des satten Kaufpreises ist dies aber auch notwendig.

Von ihren Glanzzeiten ist die Formel 1 nämlich meilenweit entfernt. Früher verfolgten alleine in Deutschland bis zu 10 Mio. Zuschauer die Rennen der Formel 1 – zuletzt waren es mit 4,7 Mio. noch nicht einmal halb so viele.

13. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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