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Linde-AG: Fusions-Gerüchte lassen Aktie durch die Decke gehen

Über einen deutlichen Kurssprung konnten sich die Linde-Aktionäre am gestrigen Tag freuen: Um mehr als 7% schossen die Papiere nach oben.

Auslöser waren Insider-Berichte, die über eine bevorstehende Milliarden-Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair berichteten.

Zugleich erhielten die die Gerüchte Nahrung durch das meist hervorragend informierte Wall Street Journal.

Somit könnte hier in der Tat etwas dran sein, auch wenn sich die Gespräche offenbar noch in einem frühen Stadium befinden.

Milliarden-Fusion unter Gleichen

Dabei wäre der Deal eine richtig große Nummer. Denn bei dem Zusammenschluss würde immerhin ein Unternehmen mit einem Wert von rund 60 Mrd. Dollar entstehen.

Alleine der DAX-Konzern Linde beschäftigt weltweit rund 65.000 Mitarbeiter, weitere 26.000 könnten durch die Fusion mit Praxair hinzukommen.


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Dabei ist der US-Konkurrent mit einem Jahres-Umsatz von umgerechnet 9,6 Mrd. Dollar nur etwa halb so groß wie der Münchener Gas-Konzern.

Beim Gewinn zeigt sich Praxair allerdings wesentlich profitabler: Immerhin erzielte das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr 1,54 Mrd. Dollar Gewinn – und damit eine Gewinn-Marge von 14,56%.

Für Sie zum Vergleich: Linde erreichte mit 1,15 Mrd. € Gewinn nur eine Gewinn-Spanne von 6,4%.

Marktposition würde sich deutlich verbessern

Dass der Deal Sinn ergeben würde, zeigt Ihnen die Reaktion des Aktienkurses. Linde war nach der Übernahme von Airgas durch Air Liquide zuletzt nur noch die Nr. 2 auf dem Weltmarkt.

Sollten die Münchener die Nr. 3, Praxair, schlucken, würde der Konzern wieder auf die Pole-Position vorrücken. Damit würden die Machtverhältnisse der Branche neu verteilt.

Zugleich gehen Branchen-Experten von hohen Synergie-Effekten, also millionenschweren Einsparungen, aus. Der Kauf könnte die vorhandenen Überkapazitäten reduzieren und sich positiv auf die Margen auswirken, so die Analysten.

Gemeinsame Vergangenheit

Gänzlich unbekannt sind sich die beiden Firmen übrigens nicht.

Denn Praxair war einst sogar Teil des Linde-Konzerns. In der 1. Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde die Linde Air Products von dem Konzern Union Carbide Corp gekauft.

Heute ist Praxair der größte Anbieter von Industrie-Gasen in Nord- und Südamerika.

Für Linde käme der Deal gerade recht. Denn der schwache Ölpreis, Überkapazitäten und die Investitions-Zurückhaltung im Anlagenbau machten dem Konzern zuletzt zu schaffen:

Im 1. Halbjahr sanken die Erlöse um 5,3% auf 8,56 Mrd. €. Auf Grund eines strikten Sparprogramms blieb auf der Gewinn-Seite allerdings gut 9% mehr als im Vorjahr hängen (632 Mio. €).

Ob der Deal wirklich zustande kommt, wird sich aber erst noch zeigen. Hier dürften auch die Kartell-Behörden noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Zwar decken die Konzerne in den USA unterschiedliche Bereiche ab, aber der Deal würde die Anzahl der Industriegase-Anbieter auf nur noch Drei reduzieren.

Sollte es also zu hohen Auflagen der Wettbewerbs-Behörden kommen, würde das die Vorteile der Synergien deutlich schmälern.

17. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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