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London Stock Exchange sucht Schulterschluss mit Deutscher Börse

Im Jahr 2012 setzte unter den klassischen Börsenbetreibern eine massive Konsolidierungswelle ein. Viele Handelsplätze suchten den Zusammenschluss mit einem anderen Handelsplatz, um die Kräfte zu bündeln.

Das wurde nötig, da die Margen stark unter Druck gerieten. Neue internetbasierte Handelsplattformen machten den etablierten Anbietern die Preise kaputt. Die weltweite Konsolidierungswelle ging auch nicht an der Deutschen Börse vorbei.

Damals suchte das DAX-Mitglied den Schulterschluss mit der New Yorker, doch der Deal platzte. Während viele Konkurrenten fusionierten, versuchte die Deutsche Börse über Kooperationen den veränderten Marktbedingungen zu begegnen.

Verhandlungen schon weit fortgeschritten

Die Deutsche Börse ist auch ohne Fusion in den vergangenen Jahren zurecht gekommen. Es wurden zwar keine großen Umsatz- und Gewinnsprünge verzeichnet, doch gegenüber 2012 – dem Zeitpunkt als die Fusionswelle in der Branche im vollen Gange war – hat sich die Aktie besser als der DAX entwickelt. Auch ist die Performance besser als bei man anderen Betreiber, der damals fusionierte.


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Wenn es alleine geht heißt das aber nicht, dass es gemeinsam nicht noch besser gehen kann. Heute Mittag bestätigte der Börsenbetreiber, dass man sich in Fusionsgesprächen mit dem Londoner Börsenbetreiber LSE befinde.

Aktie des Fusionpartners 14% fester

Die Deutsche Börse sucht nicht zum ersten Mal den Schulterschluss mit London. 2 frühere Anläufe scheiterten jedoch. Diesmal stehen die Chancen allerdings sehr gut, dass es einen Deal gibt.

Die Deutschen bieten den LSE-Aktionären einen Preis von 0,4421 eigene Aktien je LSE-Anteilsschein. Das entspricht einem Angebotspreis von 27,59 Pfund je Aktie. Die LSE-Aktie ging gestern mit 23,11 Pfund aus dem Handel, es errechnet sich also eine Übernahme-Prämie von knapp 20%.

In London stieg die Aktie des Fusionspartners in die Nähe des Angebotspreises, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Markt einen Deal erwartet.

Die Deutsche Börse hat jetzt 1 Monat Zeit um den Engländern ein Übernahme-Angebot zu unterbreiten. Kommt es zu einem Deal, soll der Verwaltungsrat mit gleichvielen Managern der beiden Unternehmen besetzt werden.

Die Deutsche Börse behält allerdings nach der Fusion die Mehrheit. Gemäß den aktuellen Plänen werden die Deutschen 54,4% halten – die Briten 45,6%.

Deutsche Börse-Aktie im schwachen Gesamtmarkt +5%

Nicht nur die Aktie des Übernahme-Kandidaten sondern auch die Deutsche Börse-Aktie kann heute kräftig zulegen. In Frankfurt kostet das Papier gegen 16 Uhr 80 Euro – fast 5% mehr als am Vortag.

Die Investoren sind also von einer wertsteigernden Transaktion überzeugt. Nach dem Deal wird das neue Unternehmen auf jeden Fall die klare Nummer 1 in Europa sein und weltweit betrachtet eine sehr wichtige Position einnehmen.

Das passt zur Strategie des neuen Konzern-Chefs Carsten Kengeter, der erst vor einer Woche ankündigte, dass man in allen wesentlichen Geschäftsbereichen Nummer 1 oder Nummer 2 werden will. Doch nicht nur das ist positiv. Der Deal mit London überzeugt auf ganzer Linie und wird trotz der Aussage, dass die Geschäfte komplementär sind, ein hohes Synergie-Potenzial mitbringen.

Sehr gut vorstellbar, dass das heutige 5%-Plus in den kommenden Wochen Anschlussgewinne bei der Deutsche Börse-Aktie nach sich zieht.

23. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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