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Lufthansa-Aktie: „Miles & More“ wird Tochtergesellschaft

In den vergangenen Monaten war viel zu lesen über tiefgreifende Umwälzungen – mal in der Politik, mal im Technologiesektor, mal im Mobilfunk, mal bei den Banken.

Doch auch im Luftverkehr bahnt sich so manche Veränderung an.

Für Vielflieger wie Anleger interessant ist etwa die Ankündigung der Lufthansa, ihr Bonusmeilenprogramm „Miles & More“ auszugründen.

Anleger reagieren zögerlich

Endgültig entschieden werden soll darüber im Frühjahr 2014, in der zweiten Jahreshälfte könnte die Tochtergesellschaft dann ihre Geschäfte aufnehmen.

Die größte deutsche Fluggesellschaft erhofft sich davon Umsatzsteigerungen nach dem Vorbild ausländischer Konkurrenz.

Investoren reagierten am Montag zögerlich, die Lufthansa-Aktie notierte am Nachmittag nur leicht im Plus.

Die Airline ist darauf angewiesen, neue gewinnbringende Geschäftsmodelle zu etablieren. Zwar ist sie bislang solide aufgestellt, doch die Konkurrenz wird härter.


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Innerhalb Europas sieht sich die Billigtochter Germanwings mit zahlreichen anderen Low-Budget-Anbietern konfrontiert, während im Langstreckensegment die Premiumgesellschaften vor allem aus dem arabischen Raum der Lufthansa den Rang abzulaufen drohen.

Doch der interne strategische Umbau der Lufthansa ist nicht die einzige Neuerung, auf die sich Passagiere künftig einstellen müssen.

EU-Kommission will Handynutzung an Bord erlauben

Die EU-Kommission will künftig die Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs in Flugzeugen europäischer Gesellschaften erlauben, auch während Start und Landung könnte die Nutzung im Flugmodus möglich werden.

Bislang ist die Nutzung – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt erlaubt.

Doch wer sich nun darauf freut, während eines mehrstündigen Fluges über den Atlantik den lieben Verwandten daheim ausgiebig über den miefigen Sitznachbarn, das schlechte Essen an Bord oder die attraktive Flugbegleiterin zu berichten, könnte enttäuscht werden.

Zunächst einmal müssten zahlreiche Maschinen erst technisch nachgerüstet werden, um die risikolose Nutzung der mobilen Geräte sicherzustellen.

Fluggesellschaften wenig begeistert

Ob sich die Fluggesellschaften darauf allerdings einlassen, ist derzeit mehr als fraglich: Viele von ihnen haben Umfragen durchgeführt, die überwiegend zu dem Ergebnis geführt haben, dass sich die Passagiere das Flugzeug weiterhin als telefonfreie Zone wünschen.

Die Lufthansa hat deswegen bereits erklärt, Handytelefonate auch künftig zu verbieten, selbst wenn die EU sie grundsätzlich erlauben sollte.

Doch selbst wenn Telefonate untersagt bleiben, könnte anderweitige, ruhigere Kommunikation per  Smartphone – etwa via SMS oder E-Mail – künftig möglich werden.

Zumindest juristisch dürften die Voraussetzungen hierfür bald geschaffen sein. Ein konsequenter Schritt angesichts der Dauervernetzung, der sich viele inzwischen bereitwillig hingeben.

Nörgler nerven auch ohne Smartphone

Zumal es nervige Schreier und Nörgler ohnehin überall gibt, auch im Flugzeug. Und wenn sie nicht in ihr Telefon keifen dürfen, bekommt eben im Zweifelsfall das Flugpersonal die mal mehr, mal weniger berechtigte Kritik entgegengeschleudert.

Wie man Interessen von Ruhebedürftigen und Kommunikationsfreudigen vernünftig unter einen Hut bekommt, macht indessen die Deutsche Bahn seit langem vor: Dort gibt es in jedem ICE einen Handywagen und eine Ruhezone.

In ersterem dürfen sich die Smartphonesüchtigen ausleben, in letzterer ist eben dies ausdrücklich unerwünscht.

Denkbar, dass dieses Modell sich in ein paar Jahren auf in der Luft durchsetzt. Denn die Smartphonenutzer, die es gewohnt sind, permanent online zu sein, werden nicht weniger. Im Gegenteil.

9. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.