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Macerich-Aktie nach abgelehnter Übernahme-Offerte stark unter Druck

Die größte Übernahme im US-Geschäftsimmobiliensektor fällt ins Wasser. Der Kaufhausbetreiber Macerich hat die Übernahme-Offerte des größeren Konkurrenten Simon Property als unzureichend zurückgewiesen.

Der Bieter teilte daraufhin mit, dass das Übernahme-Angebot zurückgezogen wird. Große Alternativen hatte Simon Property auch nicht. Macerich hätte ansonsten Abwehrmaßnahmen ergriffen, um den Bieter loszuwerden.

Aktie fällt unter Kurs vor Bekanntwerden der Übernahmepläne

Wenn eine Übernahme, die schon zu einem nicht unwesentlichen Teil im Kurs eigepreist ist, doch noch ins Wasser fällt, dann reagiert die Aktie häufig mit Kursverlusten. In diesem Fall sind die Kursverluste besonders stark.

Vor Aufkommen der ersten Übernahme-Gerüchte notierte die Aktie bei 84,20 Dollar. Nach Abgabe des ersten Übernahme-Angebots in Höhe von 91 Dollar stieg das Papier auf 92,80 Dollar. Dies signalisierte, dass der Markt mit einer Angebotsaufstockung rechnete.


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Die kam auch – und zwar auf 95,50 Dollar. Die Aktie stieg daraufhin in Richtung des neuen Angebotspreises, verlor allerdings auch schnell wieder an Kraft, als der Markt befürchten musste, dass die Offerte nicht ausreichen würde, um einen Deal einzufädeln.

Als gestern das endgültige Aus verkündet wurde, war auch die letzte Hoffnung auf eine Einigung verflogen. Die Macerich-Aktie fiel um weitere 6,5% auf 78,30 Dollar zurück. Damit ist die Aktie sogar rund 10% günstiger, als am Tag vor Bekanntwerden der Gerüchte.

Analysten zeigen wenig Verständnis für sture Management-Haltung

Der starke Rückfall des Macerich-Papiers zeigt, dass Investoren nicht daran glauben, dass die Aktie kurzfristig ohne Übernahme-Angebot Richtung 95,50 Dollar ziehen kann. Der Rückfall zeigt also, dass die Anleger die Entscheidung des Managements nicht mittragen.

Mit der Angebotsablehnung sagt das Management: Das Angebot ist nicht im besten Interesse der Anleger. Die Aktionäre sind besser gestellt, wenn sie ihre Papiere halten. Macerich hat Analysten zufolge, damit die Messlatte sehr hoch gehängt.

Ein fairer Kurs von 95,50 Dollar impliziert sehr starke Geschäftsfortschritte. Wie Macerich die erzielen will, ist nicht ganz klar.

Macerich teilte zwar mit, dass man Maßnahmen ergreifen wird, um die Gewinnspanne zu vergrößern – doch ist das wenig überzeugend. Es stellt sich die Frage, warum die jetzt ausgegebenen Ziele zur Steigerung des Unternehmenswerts nicht auch ohne feindlichen  Übernahme-Versuch getroffen wurden?

Aktie könnte sogar noch tiefer fallen

Anleger, die sich jetzt enttäuscht von Macerich abwenden, sind zu verstehen. Ohne mit dem potenziellen Bieter überhaupt zu sprechen, wurde hier eine Chance vertan, den Unternehmenswert im Interesse der Investoren zu steigern.

Der aktuelle Kurs liegt 18% unter dem Angebotspreis. Unter Umständen gerät die Aktie sogar noch weiter unter Druck. Unternehmen, die einer feindlichen Übernahme-Offerte ausgesetzt sind, können sich nicht im vollen Umfang auf das Geschäft konzentrieren.

Damit droht eine Marktenttäuschung bei den kommenden Geschäftszahlen – was wiederum weitere Anleger enttäuscht, dass es keinen Deal gab. Und eins ist auch klar: Ohne Simon Property als Bieter ist Macerich kein Übernahme-Kandidat.

2. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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