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Machen Lebensmittel auch Anleger satt?

Gegessen und getrunken wird immer. Viele Anleger machen es sich bei der Analyse von Lebensmittelkonzernen sehr einfach. Doch unterliegt auch die Lebensmittelindustrie einem Wandel.

Immer mehr Kunden wollen lokale Produkte einkaufen, setzen auf Bio und achten auf gesunde Inhaltsstoffe. Einer der großen Anbieter für Lebensmittel in den USA ist Kraft. Kraft Foods Group ist seit der Aufspaltung im Oktober 2012 der viertgrößte Lebensmittelkonzern Nordamerikas.

Die Produktpalette umfasst Erfrischungsgetränke, Kaffee, Käse, tiefgekühlte Produkte und weitere Lebensmittel. Bekannte Marken sind Kraft, Velveeta, Maxwell House, Oscar Mayer, Planters und JELL-O.

Preiserhöhungen waren notwendig

Kraft hat im 1. Halbjahr weniger umgesetzt und verdient, denn der Konzern hat nach einem schwachen Jahresauftakt auch im 2. Quartal enttäuscht. Der Umsatz von 4,75 Mrd $ übertraf den Vorjahreswert zwar um 0,7%, der Gewinn brach jedoch um 42% auf 482 Mio $ ein.


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Höhere Absatzvolumen im Ostergeschäft wurden zunichte gemacht durch die später nachlassende Nachfrage sowie Marktanteilsverluste, weil Kraft die Verkaufspreise anhob als Antwort auf die im Einkauf rekordhohen Milch- und Fleischpreise.

Die Preiserhöhungen bewegten sich zwischen 5 und 12% und betrafen nahezu die Hälfte der Produktpalette.

Schwache Umsätze machen Sorgen

Das Management hat noch keine Jahresprognose abgegeben. Die steigenden Rohstoffpreise werden Nahrungsmittelkonzerne wie Kraft jedoch auch im weiteren Jahresverlauf begleiten und Druck auf die Margen ausüben.

Wir erwarten 18,3 Mrd $ Umsatz und gut 1,8 Mrd $ Gewinn und haben unsere Schätzungen entsprechend angepasst. Seit der Mondelez-Abspaltung tritt Kraft beim Umsatz auf der Stelle.

Etliche Produktkategorien, darunter Salatsoßen, zuckerhaltige Getränke und Fertiggerichte, verkaufen sich schlecht. Am stärksten gingen die Umsätze im 2. Quartal bei den Fertiggerichten zurück.

Einerseits hat sich das Verbraucherverhalten geändert, andererseits wird der Wettbewerb immer schärfer. Großeinkäufe bleiben aus. Angesichts der Sparzwänge kaufen die Konsumenten nur noch das, was sie wirklich brauchen.

Bei Kraft reicht es nicht für ein Investment

Für Kraft sprechen derzeit nur die Dividendenrendite von mehr als 3,5% sowie Übernahmespekulationen. Nach der Heinz-Übernahme wird Kraft jetzt als Buffett-Kandidat gehandelt.

Ob dies allerdings ausreicht, um in die Aktie zu investieren, ist zu bezweifeln. Das Unternehmen wächst langsam und steht in einem harten Wettbewerb. Außerdem gibt es keine Jahresprognose.

Anleger sollten sich daher besser nach anderen Werten umsehen. Der Grundsatz „Gegessen und getrunken wird immer“ mag zwar stimmen, doch reicht er eben manchmal nicht als Argument aus.

15. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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