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Mai: Ein guter Monat, um Calls zu kaufen

So langsam müsste eine sogenannte Börsenweisheit geändert werden. Das „Kauf im Mai und bleib dabei“ ist meine Abwandlung der Börsenweisheit „Sell in May and go away“ (deutsch: „Verkaufe im Mai und verlasse die Börse“).

Diese vermeintliche Regel soll besagen, dass die Kurse im Mai eines Jahres ihr Hoch haben und der Anleger dann besser aus der Börse aussteigen solle.

Das „Sell in May and go away“ ist völliger Unsinn, wie ich gleich belege und mein „Kauf im Mai und bleib dabei“ sorgte dagegen regelmäßig für hohe Gewinne.

Trotzdem: Sie können sicher sein, je näher der Mai rückt, desto mehr werden Sie das „Sell in May and go away“ und entsprechende Ratschläge finden. Puzzelt man lange genug herum, frei nach dem Motto: „Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, wird sich sicher auch eine Begründung herbeiführen lassen.

Falsch: „Sell in May and go away“

Diese so genannte Börsenweisheit ist falsch – und doch geistert sie alle Jahre wieder durch die Medien. Im April 2012, April 2013 und April 2014 habe ich Sie auch jeweils davor gewarnt, diesem Börsenunsinn zu folgen.

„Sell in May and go away“ – Unsinn!

So sieht die Mai-Statistik der letzten 11 Jahre aus: Er ist in 8 Jahren vom Mai bis Ende des Jahres gestiegen und lediglich in 2 Jahren gefallen. Je nach Aus- und Widereinstieg gab es im Jahr 2014 ein Nullsummenspiel.


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Statt der griffigen Aussage „Sell in May and go away“ lässt sich reimen: „Acht zu zwei für Kauf im Mai“.

Kauf im Mai und bleib dabei

Nehmen Sie die letzten drei Jahre mit meinen jeweiligen Empfehlungen im April, nicht auszusteigen, ergibt sich dieses Bild:

DAX 30 Index: Wer im Mai 2012 ausstieg, verpasste eine märchenhafte Rally

Im Jahr 2012 mochte man, je nach Betrachtungstag, anfangs glauben, wer im Mai ausgestiegen ist, habe es gut gemacht. Immerhin rauschte der DAX 30 Index im Mai 2012 etwa 10%, abwärts. Die „Börsenweisheit“ schien sich zu bewahrheiten.

Wer exakt zum Hoch im Mai 2012 ausgestiegen wäre, hätte kurzfristig den besten Zeitpunkt erwischt. Aber selbst der hat durch seinen Ausstieg bis zum Jahresende ziemlich genau 1.000 Punkte Kursanstieg verpasst.

DAX 30 Index: Wer im Mai 2013 ausstieg, verpasste eine märchenhafte Rally

Im Jahr 2013 sah es ähnlich aus wie 2012. Auch da konnte man vorübergehend glauben, wer im Mai ausgestiegen ist, habe es gut gemacht. Immerhin rauschte der DAX 30 Index ab seinem Hoch im Mai 2013 von rund 8.400 Punkten auf rund 7.800 Punkte abwärts. Die „Börsenweisheit“ schien sich zu bewahrheiten.

Wer etwa zum Hoch im Mai 2013 ausgestiegen wäre, hätte kurzfristig den besten Zeitpunkt erwischt. Aber selbst der hat bis zum Stand von über 9.500 Punkten am Jahresende rund 1.000 Punkte Kursanstieg verpasst.

DAX 30 Index: Wer im Mai 2014 ausstieg, kam eventuell zur spät zur Rally

Im Jahr 2014. Auch da konnte man vorübergehend glauben, wer im Mai ausgestiegen ist, habe es gut gemacht. Immerhin rauschte der DAX 30 Index ab seinem Hoch im Mai 2013 von rund 9.900 Punkten auf rund 8.350 Punkte abwärts.

Die „Börsenweisheit“ schien sich zu bewahrheiten. Dann musste aber schon ein punktgenauer Einstieg wieder her, um die Rally von 9.000 auf 12.000 mitzumachen.

„Börsenweisheiten“ können Sie viel Geld kosten

Ich empfehle auch in 2015, im Mai nicht auszusteigen. Nicht, dass ich die absolute Sicherheit habe, dass es garantiert aufwärts geht. Sicherheiten gibt es an der Börse nicht. Aber bezogen auf die letzten 11 Jahre ist der DAX 30 Index vom Mai bis zum Jahresende 8-mal gestiegen und lediglich 2-mal gefallen.

Nehmen Sie dann noch die Flucht des Geldes in Sachwerte (Aktien) und die unverändert in den Markt gepumpte Liquidität dazu, liegen die höheren Gewinn-Chancen ganz klar bei steigenden der Aktien-Kursen und somit bei Call-Optionen.

Zum guten Schluss ein gute Börsenweisheit: Heute vor 141 Jahren, also am 28.04.1874, kam der österreichische Schriftsteller Karl Kraus zur Welt. Er schrieb:

„In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige.“

Mit dieser perfekten Börsenweisheit, wie ich augenzwinkernd meine, sage ich: Bis morgen …

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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