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Marriott Hotels bei Starwood am Ziel

Durch die Hotel-Branche rollt eine Übernahme-Welle: Nach etlichen Deals fragen sich die Investoren, wer als nächstes vom Kurszettel verschwinden wird.

Während viele Ziele in den USA liegen, wird in Europa die Intercontinental Hotel Group immer wieder als Übernahme-Kandidat genannt (keine Kaufempfehlung – ich besitze keine IHG-Aktien).

Dass die Konsolidierungs-Welle noch nicht vorbei ist, darin sind sich Analysten weitestgehend einig.

Denn der wachsende Airbnb-Markt drückt bei den etablierten Hotelketten auf die Gewinnspannen. Über Größeneffekte soll die Profitabilität gesteigert werden.

Chinesische Unternehmen auch in der Hotel-Branche auf der Käuferseite

Großen Appetit auf Hotels haben v. a. chinesische Bieter:

Im Vorjahr sorgte dabei der chinesische Versicherungs-Konzern Anbang für Aufsehen, als er sich das New Yorker Luxus-Hotel Waldorf Astoria sicherte.

Vielen ist der Versicherer aber auch als Bieter für die Hotelkette Starwood Hotels bekannt.


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Anbang lieferte sich im Vorjahr mit der Hotelkette Marriott einen spannenden Bieterkampf um Starwood, dem Eigentümer der Westin- und Sheraton-Hotels.

Anbang Insurance tritt Bieterstreit los und zieht dann aufgestockte Offerte zurück

Die Chinesen toppten die Marriott-Offerte und nach einer Aufstockung durch Marriott gleich noch einmal.

Letztendlich musste Anbang sich jedoch geschlagen geben. Das zuletzt vorgelegte Angebot wurde urplötzlich zurückgezogen.

Die Gründe waren nie wirklich greifbar und für viele Beobachter hat Anbang aufgrund einer nebulösen Eigentümer-Struktur einen zweifelhaften Ruf.

Viele Aktionäre waren daher auch nicht großartig enttäuscht, dass die etwas niedrigere Marriott-Offerte am Ende gewann.

Letzte Hürde zum Deal-Abschluss genommen

Doch auch nachdem Marriott sich durchgesetzt hatte, blieb bis zuletzt fraglich ob der Deal am Ende stattfindet.

Denn die chinesischen Behörden brauchten ungewöhnlich lange für die Deal-Freigabe und es wurde befürchtet, dass es zu einer Ablehnung der 13,6 Mrd. Dollar schweren Übernahme kommt.

Immerhin entsteht durch den Deal die weltgrößte Hotelkette. Gestern kam dann jedoch die erlösende Nachricht: Die chinesischen Behörden haben den Deal abgesegnet.

Da bereits alle anderen Genehmigungen vorlagen und auch die Aktionäre den Zusammenschluss bereits absegneten, wird jetzt mit einem zeitnahen erfolgreichen Abschluss der Übernahme gerechnet.

Umtausch-Angebot im fallenden Markt: 20% Übernahme-Gewinn waren in dem Fall nicht leicht verdient

Aktionäre des Übernahme-Kandidaten erhalten 0,8 Marriott-Aktien und 21 Dollar in bar. Die Offerte hat auf Basis des aktuellen Marriott-Kurses einen Wert von 77,30 Dollar.

Mit 77,23 Dollar liegt die Starwood-Aktie auf Höhe der rechnerischen Offerte. Übernahme-Spekulanten können jetzt 20% Gewinn kassieren. Doch wer investiert war, musste dafür starke Nerven haben.

Zwischenzeitlich geriet die Marriott-Aktie mit dem Gesamtmarkt stark unter Druck, nachdem Investoren sich kritisch zur Übernahme äußerten und Short-Seller auf fallende Marriott-Aktienkurse wetteten.

Dadurch fiel der Angebotspreis zu Beginn dieses Jahres sogar unter den Kurs vor Bekanntwerden der Marriott-Übernahme-Pläne.

Erst als Anbang mit einer Gegenofferte Marriott zwang das Angebot zu erhöhen, kletterte das Papier in die Gewinnzone.

Anbang hat mit dem Bieterkampf am Ende nicht erreichen können, dass Starwood chinesische Eigentümer erhält.

Doch eines wurde erreicht: Marriott wurde gezwungen das Erstangebot um 1 Mrd. Dollar aufzustocken – zur Freude der Starwood-Aktionäre.

20. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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