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Mattel und Hasbro im Rückwärtsgang

Wie viele Puppen, Puppenstuben und Anziehkleider haben Ihre Kinder oder Enkel noch in ihren Kinderzimmern?

Wenig bis keine, so der rasche Blick auf die Bestände hier in unserem Haushalt.

Und wir, so bestätigen es mir andere Väter und Mütter, stellen durchaus keine Ausnahme dar.

Digitales schlägt haptisches Spiel

Vorbei sind die Zeiten, in denen Kinder mit Puppen und Figuren spielten. Barbie und Ken aber auch Spider-Man, Luke Skywalker und Darth Vader sind out oder werden nur noch digital bespielt.

Reale Spielfiguren, die man an- und ausziehen kann, deren Haare man kämmen kann oder die man gegen die Bösen der Welt kämpfen lässt, sind heute nicht mehr sonderlich gefragt.

Das Spielen findet in der digitalen Welt statt; zur Grundausstattung eines jeden Kinderzimmers gehören heute zwangsläufig Spielekonsolen und entsprechende Softwarepakete.

Dazu die neuesten Spiele-Apps auf dem Smartphone oder dem Tablet-PC.

Dass Jungs sich schon im recht jungen Alter stärker von Elektrogeräten angezogen fühlen als Mädchen, lässt sich noch statistisch fassen.

Negativtrend kann nicht gestoppt werden

Das tröstet die Hersteller der traditionellen Spielfiguren aber nicht. Denn deren Geschäft bricht seit geraumer Zeit immer stärker ein.


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Berichtete Mattel, Hersteller von Barbie, Ken und American-Girl bereits letzte Woche von rückläufigen Zahlen, so musste gestern Hasbro, Schöpfer von Spider-Man und der Star-Wars-Figuren, ebenfalls über rückläufige Umsätze und sinkende Gewinne berichten.

Sank der Gewinn des 2. Quartals bei Mattel um 23% (Umsatz +1%), so waren es bei Hasbro „nur“ 16% – dies aber verbunden mit einem 6%-igen Umsatzrückgang.

In beiden Fällen lagen die Ergebnisse deutlich unter den Erwartungen des Marktes. Betrachtetet man die Quartals-Ergebnisse der Vorberichts-Perioden, stellt man fest: Die schlechten Ergebnisse stellen keinen einmaligen Ausrutscher dar.

Kontinuierlich sinken die Betriebs-Ergebnisse und Umsätze, beiden Spielwaren-Herstellern gelingt es bislang nicht, den Negativtrend zu stoppen.

Aktien in Point&Figure-Verkaufssignalen

Und so verwundert es nicht, dass mit den letzten Quartals-Ergebnissen auch die Aktienkurse der beiden amerikanischen Hersteller unter Druck kommen bzw. der Druck zunimmt:

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(anklicken zum Vergrößern)

Der Point&Figure-Chart der Mattel Inc. (WKN 851704, Ticker MAT) zeigt den regelrechten Absturz der Aktie nach Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen, die letzte rote O-Säule wurde innerhalb eines einzigen Tages gebildet.

Die in solchen Fällen häufig gesehene technische Erholung in den folgenden Tagen blieb bislang aus, was Rückschlüsse auf das nicht vorhandene Interesse der Investoren und Großanleger zulässt.

Was nur meine Interpretation des Point&Figure-Charts unterstreicht.

Die Aktien von Mattel sind derzeit kein Kauf, das nächste Kursziel sehe ich bei 38,50 US-$ – also exakt dort, wo die langfristige Aufwärtstrend-Linie verläuft, danach drohen Kurse um 31,50 US-$.

Kaum besser ist es um die Aktien der Hasbro Inc. (WKN , Ticker HAS) bestellt:

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(anklicken zum Vergrößern)

Zwar haben die gestrigen Zahlen keinen neuen Kurssturz herbeigeführt, doch den Absturz hat Hasbro im Zuge der schlechten Mattel-Ergebnisse in der letzten Woche schon vorgezogen.

Der Point&Figure-Chart zeigt: Auch hier notiert die Aktie in einem Verkaufssignal, wobei das errechnete Kursziel bei 34,00 US-$, und damit in der Nähe der Tiefpunkte der letzten 3 Jahre liegt.

Ausblick

Hoffnung auf rasche Kurs-Erholungen dürfen sich beide Werte aktuell eher wenig machen, zumal es den Konzernspitzen nicht gelingt deutlich zu machen, wie sie dem Negativtrend gegensteuern möchten.

Und so bleibt dem Management nichts anderes übrig, als auf hohe quartalsbedingte Fertigungskosten in Vorbereitung auf das anstehende Weihnachtsgeschäft zu verweisen, die das Jahresergebnis so brutal verzerren.

Ich bin gespannt, was ihnen bei der Vorlage der Zahlen für das 3. Quartal einfällt. Denn die beinhalten naturgemäß den Großteil der Umsätze, die aus den Vorbestellungen des Handels für das besagte Weihnachtsgeschäft resultieren.

Hier muss dann Farbe bekannt werden, müssen die neuen Quartalszahlen die Investoren überzeugen. Denn nur dann können die Aktienkurse wieder steigen.

23. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.

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