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Mayr-Melnhof: Dauerhaft erfolgreich mit Verpackungen

Vor dem Hintergrund der großen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sind jetzt Unternehmen gefragt, die eine sehr gute Marktposition, ein krisenerprobtes Management, eine geringe Verschuldung und ein konjunkturresistentes Geschäftsmodell aufweisen.

In Österreich trifft dies auf die Mayr-Melnhof AG zu. Seit dem Börsengang 1994 hat das Traditionsunternehmen nie Verlust geschrieben. Den höchsten Gewinnrückgang gab es im Krisenjahr 2008 – es waren lediglich 17%.

Diese Stabilität der Ertragsentwicklung ist angesichts der großen konjunkturellen Schwankungen in den vergangenen 20 Jahren bemerkenswert und belegt die Qualität von Geschäftsmodell und Management.

Die starke Fokussierung auf das Kerngeschäft hat sich als richtige Strategie erwiesen.

Mayr-Melnhof erfüllt die 3-Filter-Kriterien

Der Verpackungsspezialist erfüllt alle Kriterien der 3-Filter-Strategie nach James O’Shaughnessy:

  1. In den vergangenen 5 Jahren ist der Gewinn kontinuierlich gestiegen.
  2. Bei einem für 2015 geschätzten Umsatz von 2,17 Mrd. € errechnet sich ein KUV von 1,0.
  3. Die Aktie hat sich in den vergangenen 12 Monaten besser entwickelt als der Vergleichsindex ATX Prime.

Rekordergebnisse haben fast schon Tradition

Mayr-Melnhof hat im Jahr 2014 zum 4. Mal in Folge Rekorde bei Umsatz und Gewinn aufgestellt und die Erwartungen des Marktes erneut übertroffen. Auch der Start ins neue Jahr ist gelungen und lässt auf eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses hoffen.

Der Umsatz stieg um 1,9% auf 533,9 Mio. €, der Gewinn um 10,7% auf 35,3 Mio. € und die operative Marge verbesserte sich von 8,8 auf 9,5%.

Mit einem Wachstum von 3,5% auf 300,5 Mio. € und einem Margenanstieg auf 10,7% hat die Verpackungssparte besonders gut abgeschnitten.


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In der Sparte Karton erreichte der Konzern mit 233,4 Mio. € Umsatz und einer operativen Marge von 7,2% die Vorjahreswerte.

Verantwortlich für die insgesamt gute Geschäftsentwicklung in einem wettbewerbsintensiven Branchenumfeld waren die gleichmäßig hohe Auslastung der Produktions-Standorte sowie eine höhere Effizienz.

Vorsichtige Jahresprognose

Der Halbjahres-Bericht wird zwar erst am 18. August veröffentlicht, bekannt ist aber, dass das 2. Quartal traditionell etwas schwächer ausfällt.

Angesichts dessen gibt sich das Management für das gesamte Jahr bescheiden und wäre schon zufrieden, wenn 2015 ähnlich gut wird wie 2014.

Wir sind etwas optimistischer

Die Ergebnisse zum Jahresauftakt sind in der Tat eine Herausforderung für die Folgequartale. Dennoch gehen wir davon aus, dass Mayr-Melnhof das Jahr erneut mit Rekordergebnissen abschließen kann.

Unsere Zuversicht stützt sich zunächst auf die Auftragslage. Das Management blieb zwar konkrete Angaben schuldig, doch erlaube der aktuelle Auftragsbestand eine solide Entwicklung in beiden Sparten.

Hinzu kommt die Fokussierung auf Europa, wo der Konzern rund 85% seines Umsatzes erwirtschaftet. Obwohl hier der Wettbewerb hart ist, kann von Überkapazitäten wie in Asien keine Rede sein.

Ein Preisverfall, der auf die Margen drücken würde, ist daher nicht zu befürchten. Unabhängig davon ist Effizienz immer ein Thema.

So wird ein Werk in Oberösterreich bis Jahresende geschlossen und die Produktion von Faltschachteln am Hochleistungs-Standort Wien gebündelt.

Konzernleitung und Betriebsrat haben sich bereits auf einen Sozialplan geeinigt, sodass der Umsetzung der Maßnahme nichts mehr im Wege steht.

Innovationen und Akquisitionen als Wachstumstreiber

Mayr-Melnhof konzentriert sich aber nicht nur auf Effizienz, sondern setzt auch auf Innovation und Expansion durch Akquisitionen.

Ein Beispiel ist der neue Karton Foodboard, mit dem sich Mayr-Melnhof ein starkes Standbein im Bereich kartonverpackter Lebensmittel geschaffen hat.

Und mit der Übernahme der französischen Ileos SA (Umsatz 2014: 115 Mio. €) für 80 Mio. € ergänzt Mayr-Melnhof sein Angebot an Faltschachteln für die Pharma-Industrie und für Kosmetik- und Luxusartikel.

Dagegen steht die weitere Expansion in Südamerika wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage vorerst nicht mehr auf der Agenda. V. a. Brasilien und Argentinien haben die Talsohle noch nicht durchschritten.

Fazit

Zusammenfassend gibt es genug Gründe, die für Umsatz- und Gewinn-Steigerungen auch im laufenden Jahr sprechen. Man kann sogar noch hinzufügen: Eine vorsichtige Prognose zum Jahresbeginn ist fast schon ein Garant für neue Rekorde.

Immerhin ist es dem umsichtigen Management in ungleich schwierigeren Phasen gelungen, respektable Renditen zu erwirtschaften. Neben dem defensiven Geschäftsmodell spricht die starke Bilanz für Mayr-Melnhof:

Die Eigenkapitalquote beträgt aktuell 62% und die Nettoliquidität hat sich seit Jahresbeginn von 58,3 auf 60,6 Mio. € erhöht.

Hinzu kommt die starke Performance: Die Aktie hat sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich besser entwickelt als der Vergleichsindex ATX Prime – ein weiterer Beweis, dass auch in Österreich Konzerne mit hoher Kapital-Beteiligung der Familie auf lange Sicht erfolgreicher operieren als Publikums-Gesellschaften mit breit gestreutem Anteilsbesitz.

21. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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