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MDax und SDax: Die Aufsteiger und Absteiger

Der deutsche Leitindex DAX 30 konnte heute keine neue Bestmarke setzen und sackte leicht um 0,1% auf 9.290 Punkte ab.

In der zweiten Börsenreihe gab es größere Kursausschläge nach oben und unten. Ein Grund sind Umschichtungen. Einige Investoren reagieren auf die angekündigten Index-Veränderungen im Nebenwertebereich.

Die Aktien des Immobilienunternehmens GSW müssen wie erwartet den MDax verlassen. Aufrücken in den MDax wird dafür der Kohlenstoffspezialist SGL Carbon.

Dies teilte der Indexanbieter Deutsche Börse am vergangenen Freitag in Frankfurt mit. Weil SGL bislang im SDax gelistet ist, wird in diesem Index durch den SGL-Aufstieg ein Platz frei. Den im SDax freiwerdenden Platz wird der Keramikhersteller Villeroy & Boch einnehmen.

Hintergrund der Maßnahme ist die Übernahme von GSW durch den Konkurrenten Deutsche Wohnen. Dieser hatte mitgeteilt, über mehr als 90 Prozent aller Anteile von GSW zu verfügen. Für die Notierung im MDax ist es aber unter anderem notwendig, dass der Streubesitzanteil nicht unter 10 Prozent liegt.

Ich nehme die Veränderungen im MDax und SDax zum Anlass, Ihnen hier im Schlussgong am Beispiel des „großen Bruders“ der beiden genannten Indizes, des DAX 30, die Regeln und Kriterien für einen Auf- oder Abstieg ausführlich zu beschreiben.


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Die Kriterien für den Auf- und Abstieg

Grundsätzlich gibt es zwei Kriterien, die über den Auf- oder Abstieg in den oder aus dem DAX entscheiden. Dabei handelt es sich um den Börsenumsatz (Wert der täglich gehandelten Aktien) und um die Streubesitz-Marktkapitalisierung (Börsenwert des Unternehmens unter Berücksichtigung des Streubesitzes).

Daneben gibt es jeweils vier Regeln für einen Auf- und Abstieg. Diese möchte ich Ihnen jetzt kurz vorstellen:

Fast-Entry:

Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 25 größten Unternehmen zählt. Aus dem DAX scheidet dann jener Wert aus, welcher bei den beiden oben genannten Kriterien nicht jeweils mindestens Platz 35 belegt.

Regular-Entry:

Ein Unternehmen wird neu in den DAX aufgenommen, wenn es nach beiden Kriterien mindestens zu den 30 größten Unternehmen zählt und sofern ein Indexwert existiert, der nach mindestens einem Kriterium nicht mehr zu den 35 größten Unternehmen zählt.

Fast-Exit:

Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien (Börsenumsatz oder Marktkapitalisierung) nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber bei der Marktkapitalisierung mindestens Rang 35 und beim Börsenumsatz mindestens Rang 45 erreicht.

Regular-Exit:

Ein Unternehmen wird aus dem DAX genommen, wenn es nach einem der beiden Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen gehört, ein Nicht-Index-Wert aber in beiden Kriterien mindestens Rang 35 erreicht.

Die Auf- und Abstiegstermine

Nur jeweils zum Anpassungstermin im September werden alle vier Regeln gleichzeitig angewendet. Die Fast-Exit- und Fast-Entry-Regel werden dagegen auch an den außerordentlichen Anpassungsterminen im März, Juni und Dezember angewendet.

Außerordentliche Aktualisierungen werden außerdem zum Beispiel im Fall von Insolvenzen eines Unternehmens vorgenommen. Zudem kann in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel kurzfristig angekündigte Übernahmen oder signifikante Veränderung des Freefloat (Aktienstreubesitz), der Vorstand der Deutsche Börse AG in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Aktienindizes von diesen Regeln abweichen.

Nächster Anpassungstermin für den DAX: Dezember 2013

An diesem nächsten außerordentlichen Anpassungstermin könnte es erneut eng werden für den Kasseler Düngemittelproduzenten K+S. Den Platz im DAX, den aktuell noch K+S einnimmt, könnte schon bald die Metro AG erobern.

Dieser Wert war bereits im September als heißer Nachfolgekandidat von K+S gehandelt worden. Am Ende blieb Metro dann doch noch (zumindest vorerst) im MDax.

26. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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