Medienfonds: Steuer-Rettung für ausgesuchte Fonds
Wer auf Medienfonds gesetzt hat und dabei unternehmerische Beteiligungen erwarb, hat oft Verluste erleiden müssen.
Wir haben an dieser Stelle und in verschiedenen Fachredaktionen vor diesen Beteiligungen gewarnt und warnen weiterhin davor, in geschlossene Fonds zu investieren. Die Verlustgefahr 2011 ist immens.
Medienfonds: Steuer-Rettung in Sicht – Signalwirkung bleibt nicht aus
Immerhin aber ist jetzt endlich eine erste kleine Rechtshilfe in Steuerfragen Sicht.
Ein Urteil des Finanzgerichts München (Az. 1 K 3669/09) kann rückwirkend Steuernachforderungen zu Bankgarantien reduzieren, die bislang steuerschädlich waren.
Das Urteil ist nicht rechtswirksam, aber ein Signal, auf das Sie hoffen können. Es gilt allerdings nicht für alle Medienfonds. Die Steuer-Rettung betrifft somit ledigliche einige Investoren.
Banken hatten Steuergarantien ausgesprochen
Hintergrund des Geschehens sind Bankgarantien. Die Institute hatten bei der Emission Lizenzzahlungen “garantiert”.
Der Fiskus hat auf diese Garantien Steuerforderungen erhoben, die jetzt vor Gericht angefochten wurden.
Dabei aber Achtung: Das Urteil kann vor Steuernachforderungen (!) schützen, die immer noch im Raum stehen.
Verluste, die Investoren bei geschlossenen Fonds erlitten haben, werden dabei steuerlich nicht so berücksichtigt wie erwartet.
Der Fall selbst betrifft zwar nur einen Medienfonds, aber gilt als Vorbild für andere Medienfonds.
Sowohl das Emissionshaus selbst – die Hannover Leasing – als auch andere Emissionshäuser werden sich darauf beruhen.
Sollten Sie als Investor betroffen sein, können Sie sich diesem Vorgehen anschließen.
Ihr Steuerberater wird davon eventuell noch nicht in Kenntnis gesetzt sein, da in vielen Fachmedien nur rechtswirksame Urteile so dargestellt werden, dass sie in der Praxis wahrgenommen werden.
Problem vieler geschlossener Fonds: Verluste und Verlustanerkennung
Geschlossene Fonds sind in der Vergangenheit oft gezeichnet worden, weil sie steuerlich anerkennbare Verluste produzieren sollten.
Unter dem Strich sollte eine Steuerentlastung durch die Steuerstundung entstehen. Zunächst produzierten die Fonds Verluste, Jahre später dann Gewinne.
So jedenfalls die graue Theorie. Viele dieser unternehmerischen Beteiligungen jedoch sind niemals aus der Verlustzone herausgekommen und schreiben auch heute noch rote Zahlen.
Um so dramatischer, wenn sogar die Anerkennung der Verluste durch das Finanzamt weggefallen ist. Die Verluste selbst ließen und lassen sich meist nicht mehr reduzieren.
Unsere Warnung vor einer Beteiligung an und in diesen Fonds gilt auch für das Jahr 2011 weiterhin.
Die steuerliche Rettung früherer Beteiligungen können Sie wie beschrieben mit Ihrem Steuerberater nutzen, weitere Beteiligungen einzugehen ist nicht ratsam.
An der Struktur der Fonds hat sich wenig geändert. Sie investieren und müssen über Jahre warten, ob sich das Investment in Windparks, Medien oder Immobilien tatsächlich lohnt.
Oft sind die Entscheidungen der jeweiligen Handlungsträger für außenstehende Investoren kaum nachvollziehbar.
Eine Alternative sind offene Fonds – jedenfalls bei Immobilien. Dort empfehlen wir den “HausInvest”.
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