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Mehr Börsen-Erfolg: Achten Sie auf die Doppel-Chance im Übernahme-Geschäft

Der deutsche Leitindex DAX hat nach einer starken Jahresendrally die Gewinne im Januar verteidigen können.

Auch im Mittelstands-Index MDAX und im Nebenwerte-Index SDAX konnten die Aktien der meisten Unternehmen ihr höheres Bewertungs-Niveau halten.

Wie sich die Aktien in den kommenden Wochen präsentieren werden, hängt dabei auch von der Berichts-Saison ab, die heute in den USA mit den Alcoa-Geschäftszahlen beginnt.

Und danach? – Mit den höheren Bewertungs-Niveaus ist die Aktien-Auswahl nicht unbedingt einfacher geworden.

DAX bei 11.500 Punkten: Einstieg lohnt weiterhin

Die Perspektive, in den kommenden Monaten einen Gewinn mit Aktien-Investments zu erzielen, ist gut.

Wenn Sie im Vorjahr aufgrund der langen „Seitwärts-Börse“ Ihre Investments zurückgefahren haben, sollten Sie jetzt nicht zu vorsichtig agieren.

Ein Einstieg in den Aktienmarkt ist aus meiner Sicht immer noch die deutlich bessere Alternative, als sich mit 0-Zinsen zu begnügen.

Sicher: Ob jetzt das ideale Timing ist, das ist schwer zu sagen.

Selbstverständlich gibt es auch Gründe, vorsichtig zu sein: Zunehmender Populismus in Europa, drohender Protektionismus in den USA und eine mögliche Wirtschafts-Schwäche in China sind greifbare Risiken.

Auf der anderen Seite: Wer immer nur die Risiken betrachtet und an der Seitenlinie wartet, wird nie das richtige Timing finden und hat den DAX-Anstieg von 5.000 auf 11.500 Punkten verpasst.


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Risiken gibt es immer.

Die Frage ist: In welche Aktien investieren? Die einfache Lösung für Privat-Anleger wäre ein Index-Zertifikat auf den DAX.

Vor dem Hintergrund, dass die jüngsten Wirtschafts-Prognosen für Deutschland ein Wachstum von bis zu 1,8% vorhersagen, kann damit wenig verkehrt gemacht werden.

Der Investor trägt das Markt-Risiko und hat gute Chancen auf einen Gewinn.

Mit der Übernahme-Strategie den Markt schlagen

Mit unterbewerteten Übernahme-Kandidaten kann der Markt in allen Börsen-Phasen abgehängt werden.

In gut laufenden Börsen-Phasen nimmt die Übernahme-Aktivität zu, sodass sich Ihre Gewinn-Chance sogar automatisch vergrößert.

Sinnlose Taktik: Jedem Übernahme-Gerücht einfach hinterherjagen

Wer wie ich auf Übernahme-Kandidaten setzt, sollte einige wichtige grundlegende Regeln einhalten, um erfolgreich zu sein.

Die goldene Regel ist: Ich muss nicht bei jedem Deal dabei sein.

Komischerweise ärgern sich Anleger über einen entgangenen Gewinn mehr als über Kursverluste. Dies verleitet einige Investoren, auch windigen Übernahme-Gerüchten zu folgen. Man will „dabei“ sein.

Theoretisch ist jedes Unternehmen Übernahme-Kandidat und dementsprechend gibt es zu sehr vielen Unternehmen auch Übernahme-Gerüchte. Sie sollten jedoch die Gerüchte hinterfragen!

Denn wichtig ist es herauszufiltern, bei welchen Kandidaten ein Übernahme-Gerücht heiß ist und bei welchen Kandidaten das Gerücht nur lauwarm bzw. ausgeschlossen werden kann.


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Niedrige Fundamental-Bewertung gibt Ihnen eine gute Gewinn-Chance auch ohne Übernahme

Verlieren Sie nicht die Übersicht bei der Übernahme-Jagd! Es ist schwierig, alle Aktien in einem Depot mit mehr als 30 Werten sorgfältig zu kontrollieren.

Suchen Sie nach den aussichtsreichsten Übernahme-Kandidaten! Dann sind Sie zwar nicht bei jedem Deal dabei, haben aber auch weniger „halb-gute“ Unternehmen im Depot.

Besonders Augenmaß gilt bei der Auswahl von Übernahme-Kandidaten der Fundamtal-Analyse.

Wenn bei einem Konzern die Kurs-Chance nur auf eine Übernahme abgestellt ist, sollten Sie von einer Investition absehen.

Achten Sie stets auf den Fundamental-Rahmen und die Bewertung im Vergleich zur Konkurrenz, damit Sie auch gute Chancen auf steigende Kurse haben, wenn der Deal ausbleibt.

Wer ist die Quelle des Gerüchts?

Bei der Identifizierung von Übernahme-Kandidaten sollten Sie neben den Fundamental-Rahmen die Güte des Gerüchts überprüfen.

Wenn Marktteilnehmer oder nicht näher identifizierbare Quellen Urheber des Gerüchts sind, wiegt dies deutlich weniger schwer, als wenn die Quelle Insider sind.

Achten Sie besonders darauf, wer das Gerücht nennt:

Wenn in einem Internet-Forum steht, dass eine Übernahme ansteht, ist das so gut wie immer nichts wert. Besser sind da die seriösen Nachrichten-Anbieter.

Taucht dort unter Berufung von Insider-Quellen ein Gerücht auf und werden bereits Banken genannt, die am Deal beteiligt seien, laufen häufig wirklich Verhandlungen.

Ein Deal lässt sich daraus nicht direkt ableiten, aber es lohnt die weitere Recherche und eventuell eine Positionierung.

10. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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