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Mein Ausblick auf das Börsenjahr 2016 – Teil 3

In den vergangenen beiden Tagen haben Sie hier im „Schlussgong“ erfahren, dass 2016 unter normalen Umständen – wenn uns also kein externer Schock trifft – mindestens ein solides Aktienjahr werden sollte und dass Sie sich auch im kommenden Jahr auf neue Dividendenrekorde freuen können. Die hohen Ausschüttungen sind eine gute Entschädigung für die kräftigen Kursschwankungen, die ich auch im neuen Börsenjahr erwarte.

Außerdem habe ich Ihnen die Gründe dafür aufgezählt, warum das Umfeld für Aktien – nicht nur, aber vor allem in Europa – nach wie vor positiv ist. Heute möchte ich Ihnen abschließend einen Ausblick auf den Rohstoffsektor und den Anleihenmarkt geben.

Anleihen bringen Ihnen auch im Jahr 2016 kaum Rendite

Auch das kommende Börsenjahr 2016 wird für Anleihen-Investoren ein schwieriges Jahr. Zwar erhöhte die US-amerikanische Notenbank Fed jüngst ganz leicht das Zinsniveau und hat dies auch zukünftig vor, aber nur langsam.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat hingegen ihr Anleihenkaufprogramm bis 2017 verlängert und sich darüber hinaus weitere geldpolitische Optionen offen gehalten. Die Geldflut geht in Europa weiter. Hohe Zinsen wie vor Beginn der Finanzkrise 2007 bleiben daher noch lange Zeit außer Reichweite.

Das zeigt auch der Bund Future. Der Terminkontrakt auf 10-jährige deutsche Staatsanleihen gilt als Stimmungsbarometer für den Anleihenmarkt. Je niedriger die erwarteten Zinsen, desto höher steigt der Bund Future. Derzeit steht er nahe seines Rekordhochs bei rund 160 Punkten.

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Neben den weiterhin niedrigen Zinsen für Anleihen drohen Anleihen-Investoren im kommenden Jahr teilweise sogar Kursverluste. Denn steigt die Rendite neuer Anleihen leicht an (wegen der Zinswende in den USA), fallen die Kurse alter Papiere mit niedriger Verzinsung, da diese weniger attraktiv sind.

Allerdings treffen diese Kursverluste nur Anleger, die ihre Papiere vorzeitig verkaufen wollen. Wer Anleihen bis zur Fälligkeit hält, kann derartige Kursschwankungen einfach aussitzen.

Prognose für den Rohstoffsektor weiterhin extrem schwierig

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses geflügelte Wort, das u.a. dem dänischen Physiker Niels Bohr zugeschrieben wird, passt vor allem im Hinblick auf den Rohstoffsektor. Offen gefragt: Wer von Ihnen hätte gedacht, dass wir Ende 2015 einen Ölpreis von rund 37 US-Dollar je Barrel erleben würden? Ich jedenfalls nicht!

Ähnlich kurios, wie sich der Ölpreis in den vergangenen Monaten entwickelte, entwickeln sich teilweise bereits seit Jahren auch die Preise für andere Rohstoffe. Nehmen wir beispielsweise den Goldpreis: Im Spätsommer 2011 kostete eine Feinunze Gold fast 2.000 US-Dollar.

Aktuell notiert der Goldpreis bei rund 1.060 US-Dollar je Feinunze – und das, obwohl das Vertrauen in das globale Papiergeldsystem nicht größer geworden ist. Ein Trost für Gold-Investoren in Europa: Da Gold in Dollar abgerechnet wird, sorgten Währungsgewinne unter dem Strich für ein solides Gold-Jahr.

Ähnlich sieht es bei Silber aus. Auch das Edel- und Industriemetall Silber ist weit entfernt von seinen Höchstständen aus dem Jahr 2011. Damals lag der Silberpreis bei fast 50 US-Dollar.

Heute liegt der Preis pro Feinunze bei nur noch rund 14 US-Dollar. Gründe dafür? Mir fallen kaum rationale Gründe ein. Ich sehe unter rationalen Gesichtspunkten viel mehr Gründe dafür, warum die Preise für Silber und Gold hätten steigen müssen.

Sie sehen: In solch verrückten Märkten sind Prognosen besonders schwer! Daher möchte ich mich hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und schreibe Ihnen lediglich, dass übertriebene Kursabschläge die Basis für ein fulminantes Comeback sind. Wenn das Pendel sehr weit in die eine Richtung ausschlägt, folgt fast zwangsläufig eine kräftige Bewegung in die andere Richtung.

Offen ist aber, wann genau das Pendel in die andere Richtung ausschlägt. Da eine genaue Prognose unmöglich ist, sollten Sie in dieser Branche schon jetzt einen Fuß in der Tür haben. Auch aus diesem Grund sollten einige Rohstoff- und Edelmetall-Investments auch im Börsenjahr 2016 fester Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios sein.

30. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot", dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.