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Meine Prognose: DAX 30 fällt maximal noch bis 10.595

Der gestrige Kursrutsch im DAX 30 hat viele Anleger verunsichert. Klar: -3,6% Minus an einem Handelstag sind auch für den deutschen Leitindex „kein Pappenstiel“.

Unsicherheit, das wissen Sie bereits aus zahlreichen meiner Beiträge, ist an der Börse ein ausgesprochen wichtiges Thema. Tatsache ist: Die Börse „hasst“ nichts mehr, als Unsicherheit. Warum ist das so?

Wissen, woran man ist

Die Antwort ist simpel: Weil hinter dieser Institution Menschen stehen, die mit ihren Handelsentscheidungen den Verlauf der Kurse bestimmen. Aber auch wir Menschen wissen eben lieber gerne, woran wir sind.

Daher sind es nicht die Tagesnachrichten, welche die Kurse bewegen, sondern die Reaktionen der Investoren darauf.

Derzeit werden die Anleger aufgrund der Verhandlungstaktik des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras – oder sollte es besser Verzögerungstaktik heißen? – nun schon seit Monaten verunsichert:

Es kommt – und ich sage das bewusst ganz neutral – einfach zu keiner Einigung in den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und der Euro-Gruppe. Doch ohne Einigung empfinden wir das Thema Grexit (Griechenland verlässt den Euro-Verbund) wie ein Damoklesschwert über uns.

Das kann passieren, wenn die Unsicherheit endet

Und das führt zur Verunsicherung, weil wir nicht wissen, welche Folgen aus einem solchen Schritt resultieren. Ich hatte dies in meinem Beitrag vom 17. Juni „Grexit: Ich habe da eine ganz andere Theorie“ thematisiert und dazu das historische Beispiel des zweiten Golfkrieges angeführt:

„Solange die Unsicherheit herrschte, ob es tatsächlich zu einem von der Völkergemeinschaft geführten Krieg um Kuwait kommt, gab der deutsche Leitindex immer weiter nach – insgesamt -30,1%. Es grassierte die Angst vor einem Flächenbrand, der durch ein militärisches Eingreifen initiiert werden könnte.


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Doch ab dem Moment, als die Kriegsoffensive startete, begann der DAX 30 eine unwiderstehliche Rallye von +21,1% innerhalb von 6 Wochen. Und das, obwohl der Ausgang der Kampfhandlungen ja zu Beginn noch völlig offen war.

Ähnliche Entwicklungen in Krisenphasen gab es immer wieder in der Börsenhistorie. Es ist stets die Unsicherheit vor einem möglichen Ereignis, welches die Kurse sinken lässt. Sobald eine Entscheidung gefallen ist, ist diese Unsicherheit wie weggeblasen.“

Wann könnte welche Entscheidung fallen?

Wie und wann kann nun in Bezug auf Griechenland eine mögliche Entscheidung fallen? Meines Erachtens wird uns der kommende Sonntag eine solche Entscheidung bescheren:

An diesem 5. Juli sollen die griechischen Bürger per Referendum über die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber entscheiden.

Daher können wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass in den verbleibenden Tagen dieser Woche der Tiefpunkt im DAX ausgelotet wird (falls die Verunsicherung noch einmal zunimmt).

Wo könnte ein solcher Tiefpunkt liegen, von dem aus dann die Wende nach oben starten würde? Schauen wir dazu einmal auf die aktuelle Charttechnik im DAX 30:

dax 30 tages-chart-30-06-2015

DAX 30: Auffälliger Hang zur Symmetrie macht Kursziel 10.595 / 10.640 wahrscheinlich

Hang zur Symmetrie

Seit dem am 10. April markierten Allzeithoch bei 11.390 Zählern hat der deutsche Leitindex einen Abwärtstrend (grüne Linien) ausgebildet. Die Parallele dazu formt daraus einen Trend-Kanal.

Auffällig an diesem Trend-Kanal ist seine Tendenz zu hoher Präzision. Damit ist gemeint:

  • Die Rallye der Vorwoche führte den Index exakt an den Abwärtstrend heran (grüner Kreis), der von den beiden vorausgehenden Hochpunkten definiert wurde.
  • Mit Ausnahme des obersten blauen Kreises lagen alle nachfolgenden Tiefpunkte exakt auf der unteren Begrenzung des Trend-Kanals (blaue Kreise). Und auch der oberste Tiefpunkt ist nicht wirklich weit von dieser Trend-Linie entfernt.

Dieser Hang zur Symmetrie würde ein maximales Tief im Bereich zwischen 10.640 und 10.590 Punkten bedeuten:

Die vertikalen orangefarbenen Balken markieren die noch verbleibenden Handelstage dieser Woche. Die beiden orangefarbenen Horizontalen kennzeichnen deren Schnittpunkte mit der unteren Begrenzung des Trend-Kanals bis zum Freitag.

Zum Abschluss schauen Sie nun bitte noch einmal im Chart nach, was Sie auf diesem Niveau noch finden? Richtig: Eine Unterstützung vom Januar und Februar dieses Jahres (graue Kreise). Und ja: Auch die 200-Tagelinie verläuft knapp darunter (aktuell: 10.576).

Fazit

Daher lautet meine Prognose: Spätestens im Bereich zwischen 10.595 und 10.640 Punkten wird der DAX seinen Tiefpunkt finden und dann, aufgrund der gewonnenen Klarheit, in der kommenden Woche nach oben durchstarten.

Wie gesagt: Das ist eine ganz persönliche Prognose. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass diese auch exakt so eintreffen muss. Ich persönlich werde darauf jedenfalls nicht spekulieren, trotz meines Vertrauens in die Charttechnik. Denn:

Nach wie vor halte ich Abwarten in der aktuellen Lage für die optimale Strategie.

30. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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