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Merck: Seit über 300 Jahren am Markt

Damit es nicht zu Verwechselungen kommt, muss man zum Namen noch etwas sagen.

Merck eröffnete 1887 eine Niederlassung in New York, aus der die Tochtergesellschaft Merck & Co. entstand. Durch den Ersten Weltkrieg kam es zur Enteignung von Merck & Co. Seitdem sind die beiden Unternehmen getrennt.

Die Namens- und Markenrechte wurden klar geregelt: Merck mit Sitz in Darmstadt ist das Original und besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Ausnahmen sind Kanada und die USA, wo Merck unter der Marke EMD (eine Abkürzung für „Emanuel Merck Darmstadt“) vertreten ist.

Zwei Husarenstücke

Im September 2014 wurde bekannt, dass die Merck KGaA das US-Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich übernehmen will. Das allein wäre schon genug Zündstoff für ein Kursfeuerwerk gewesen.

Doch dann wurde im November die groß angelegte Kooperation mit dem US-Pharmariesen Pfizer in der Krebsforschung bekannt gegeben. Da spätestens kannte der Jubel an der Börse kein Halten mehr.


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Allianz stärkt Fokus auf Immunonkologie

Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Präsenz beider Unternehmen in der Immuntherapie, die zu den zukunftsträchtigsten Gebieten der Krebsmedizin zählt, voranzutreiben.

Diese beschäftigt sich mit Methoden, die das körpereigene Abwehrsystem zum Kampf gegen den Krebs anregen sollen. Der strategische Fokus auf die Immunonkologie wird durch die weltweite Allianz ganz wesentlich gestärkt.

Durch die Kooperation mit Pfizer, einem Partner der über globale Vertriebsmacht verfügt, erhofft sich Merck Verbesserungen in der Entwicklung und internationalen Vermarktung eines Antikörpers namens Anti-PD-L1 zur Behandlung unterschiedlicher Tumorarten.

Zudem beschleunigt Merck seinen Eintritt in den lukrativen Onkologie-Markt. So wird das Traditionsunternehmen im Rahmen eines Co-Marketing-Abkommens XALKORI, ein Medikament für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, künftig in den USA und verschiedenen anderen Schlüsselmärkten vertreiben.

Gewaltiges Potenzial

Sowohl wissenschaftlich als auch finanziell ist dieses Bündnis für Merck äußerst lukrativ. Es winken bis zu 2,3 Mrd. €. Umgerechnet 680 Mio. € sollen dabei Vorauszahlungen sein. Bei Verwirklichung bestimmter Ziele mit der Immuntherapie-Substanz sollen bis zu 1,6 Mrd. € in die Kasse von Merck fließen.

Zudem wollen sich die beiden Partner künftige Umsätze mit dem Antikörper teilen. Das weltweite Potenzial für derartige Immuntherapie- Krebsmittel gilt in Expertenkreisen als gewaltig. Schätzungen zufolge könnten damit bereits in 10 Jahren etwa 30 bis 35 Mrd. $ verdient werden. Insidern zufolge haben einzelne Arzneien Blockbuster-Potenzial.

Durch die Kooperation mit Pfizer startet Merck einen Angriff auf die derzeit auf dem Gebiet der Immuntherapie- Wirkstoffe weltweit führenden Konzerne Bristol-Myers Squibb, MSD Sharp & Dohme, Roche und AstraZeneca.

„Fit für 2018“ wirkt sich aus

Merck hatte wieder ein gutes Jahr und ist erneut profitabel gewachsen. Das Transformationsprogramm „Fit für 2018“, mit dem Merck die Zukunft gestaltet, entfaltet seine Wirkung. Der Umsatz stieg 2014 um 5,5% auf 11,3 Mrd. €.

Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen, Mercks wichtigste Ertragskennzahl, stieg um 4,1% auf 3,4 Mrd. €. Negative Wechselkurseffekte konnten durch solides organisches Wachstum und akquisitionsbedingte Steigerungen kompensiert werden. Der Kapitalmarkt hat die positive Entwicklung bei Merck honoriert.

Der Aktienkurs stieg auf Sicht von 1 Jahr um knapp 70% – das größte Plus im DAX. Am 16. März erreichte das Papier sogar ein neues Allzeithoch. An der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens werden die Aktionäre mit einer um 5 Cent auf 1 € je Aktie erhöhten Dividende beteiligt.

Kontinuität fürs Depot

Für 2015 rechnet Merck mit leicht steigenden organischen Umsätzen. Darüber hinaus wird aufgrund der Konsolidierung von AZ über ein volles Geschäftsjahr hinweg ein leicht positiver Portfolioeffekt erwartet. Aufgrund der erwarteten positiven operativen Entwicklung geht Merck von einem leichten Anstieg des EBITDA aus.

Für unsere Berechnungen der zu erwartenden Rendite haben wir konservative Annahmen getroffen und kommen so auf eine durchschnittliche jährliche Kursrendite von 18%. Hinzu kommt die Dividendenrendite von knapp 1%. Dabei beträgt die Sicherheitsmarge, trotz rasanten Kursanstiegs, rund 75%.

6. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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