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Merck steht an der Spitze des DAX-30

Mittlerweile reagieren die deutschen Anleger entspannter auf schlechte Nachrichten aus China. Obwohl der Leitindex in Shanghai heute bis zum Börsenschluss um mehr als sechs Prozent fiel, ließ dies den deutschen Leitindex DAX-30 kalt. Er bewegt sich bei ruhigem Handel auf dem Niveau des gestrigen Schlusskurses.

Angeführt wird der DAX-30 heute von der Merck-Aktie mit einem Plus von über zwei Prozent. Die Aktien des Darmstädter Chemie- und Pharmakonzerns profitieren vor allem von einer aktuellen Analysten-Empfehlung der Exane BNP Paribas. Die Experten stuften den Titel von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und setzten das Kursziel auf 107 Euro. Aktuell steht die Aktie bei rund 89 Euro.

Ist dieses Kurspotenzial von gut 20 Prozent gerechtfertigt? Die kürzlich präsentierten Geschäftszahlen zeichnen ein gutes Bild: Im ersten Halbjahr 2015 stieg der Umsatz des Merck-Konzerns um 15 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro. Der operative Gewinn kletterte um fast acht Prozent auf 981 Mio. Euro.


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Drei starke Säulen

Zum Wachstumstreiber konnte sich dabei der Bereich Life Science entwickeln. Hier profitierte das Unternehmen vor allem von der steigenden Nachfrage aus der Biotech-Branche. Der bereinigte Betriebsgewinn des Bereichs stieg um gut 20 Prozent.

Im Spezialchemiegeschäft sorgten die Übernahme der britischen AZ Electronic sowie Wechselkurseffekte für einen Ergebnisanstieg von mehr als 30 Prozent.

Nur die Gesundheitssparte macht den Darmstädtern leichte Sorgen. Aufgrund hoher Forschungs- und Entwicklungskosten fiel der Gewinn hier um fast drei Prozent. Doch mit milliardenschweren Investitionen will Merck sein schwächelndes Pharmageschäft wieder ankurbeln.

Jahresprognose bestätigt

Angesichts der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2015 bestätigte Merck seine Prognose für das Gesamtjahr 2015. Dabei geht der Konzern unverändert von einem leichten organischen Umsatzwachstum aus. Insgesamt sollen die Umsatzerlöse von 11,3 Mrd. auf 12,3 bis 12,5 Mrd. Euro steigen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen soll zwischen 3,45 und 3,55 Mrd. Euro liegen. Im Vorjahr betrug es 3,38 Mrd. Euro. Schließlich strebt Merck einen Gewinn je Aktie vor Sondereinflüssen von 4,60 bis 4,80 Euro an.

Kauf von Sigma-Aldrich unter Dach und Fach

Positiv ist auch die größte Übernahme der Firmengeschichte, die Merck nun unter Dach und Fach gebracht hat. Letzte Woche erhielt das Unternehmen die letzten notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen für den Kauf des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich.

Durch die Übernahme entsteht einer der führenden Anbieter der Life-Science-Industrie. Hierunter werden Geschäfte rund um Gesundheit, Pflanzenschutz und Saatgut sowie Biotechnologie zusammengefasst. Das gemeinsame Produktportfolio von Merck und Sigma-Aldrich umfasst nach eigenen Angaben mehr als 300.000 Produkte.

Kursphantasie für die Merck-Aktie ist also reichlich vorhanden.

18. August 2015

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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