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Metro trennt sich für 2,8 Mrd. Euro von Kaufhof

Wie heute bekannt wurde, ist das Bieterrennen um die Warenhauskette Kaufhof entschieden. Der deutsche Handelsriese Metro verkauft Kaufhof für rund 2,8 Mrd. Euro an den kanadischen Handelskonzern Hudson´s Bay.

Der im MDax gelistete Düsseldorfer Handelskonzern Metro teilte dies heute Morgen mit. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, umfasst die Vereinbarung hauptsächlich das in Deutschland unter Galeria Kaufhof und das in Belgien unter Galeria Inno operierende Warenhausgeschäft und die dazugehörigen Immobilien.

Weitere Details zum Kaufhof-Verkauf

Die Transaktion soll aller Voraussicht nach im September des laufenden Jahres abgeschlossen sein. Der kanadische Konzern Hudson´s Bay hat sich im Bieterverfahren gegen den Karstadt-Eigentümer Signa durchgesetzt, der ebenfalls für Kaufhof geboten hatte.

Der österreichische Karstadt-Eigentümer René Benko soll laut früheren Medienberichten über die von ihm gegründete Signa-Holding ein Angebot in ähnlicher Höhe abgegeben haben wie es die Kanadier jetzt taten.


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Der kanadische Konzern Hudson´s Bay, der Käufer von Kaufhof, ist nach eigenen Angaben das älteste Unternehmen Nordamerikas. Der Konzern betreibt in den USA und in Kanada mehr als 300 Warenhäuser und Fachgeschäfte. Die Übernahme von Kaufhof ist der erste Schritt auf den europäischen Markt.

Forderungen der Gewerkschaft Verdi

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte vor dem Verkauf von Kaufhof umfangreiche Forderungen an die internationalen Bieter gestellt. In einem Schreiben an die Interessenten fordert Verdi rechtsverbindliche Zusicherungen.

„Die Beschäftigten von Galeria Kaufhof haben einen Anspruch darauf, dass sie die Sicherheit ihrer tariflichen Einkommen und Arbeitsplätze nicht nur mündlich zugesichert bekommen“, sagte Verdi-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger in einer Sonntag veröffentlichten Mitteilung.

Neben der Tarifbindung fordert die Gewerkschaft Verdi die Zusage, dass in den kommenden 5 Jahren keine Warenhäuser geschlossen werden und die Mitbestimmungsstruktur erhalten bleibt. Daneben sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Davon ausgenommen seien jedoch die Warenhäuser, deren Schließung bereits beschlossen sei.

Bislang haben sich weder der Verkäufer (Metro) noch der kanadische Käufer, Hudson´s Bay, hierzu geäußert. Äußerungen zu diesem Thema gab es jedoch im Vorfeld von einem anderen Bieter – nämlich dem Karstadt-Eigentümer Signa.

Signa wollte im Bieterkampf um Kaufhof mit einer Job- und Standortgarantie punkten. Im Falle einer Zusammenführung der beiden Handelsketten Karstadt und Galeria Kaufhof unter dem Dach der Signa-Holding wollte Signa mit beiden Namen weiterarbeiten. Dies hatte Karstadt-Chef Stephan Fanderl angekündigt.

Was Metro mit dem Geld vor hat

Metro-Finanzchef Mark Frese hat der „Börsen-Zeitung“ bereits in der Samstagsausgabe angesichts des wahrscheinlichen Verkaufs mitgeteilt, dass der Milliardenerlös zur weiteren Entschuldung sowie zum Ausbau der Investitionen in andere Geschäftsfelder gesteckt werden soll. Damit ist klar, dass der Milliardenertrag nicht direkt an die Metro-Aktionäre fließen wird.

Metro-Aktionäre zeigten sich angesichts dessen zunächst etwas enttäuscht und so verloren sowohl die Stammaktie als auch die Vorzugsaktie von Metro im heutigen Handel. Grundsätzlich halte ich den Plan, das Geld für eine weitere Entschuldung und für weiteres Wachstum verwenden zu wollen, aber für sinnvoll.

Daher gehe ich davon aus, dass beide Metro-Aktiengattungen in Zukunft mehr Potenzial bieten werden als vor dem Kaufhof-Verkauf.

15. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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