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Mexiko erhöht die Steuern für Minenunternehmen – Was bedeutet das?

In der Rohstoffbranche wird es nicht langweilig. Das liegt auch immer an den neuen Entwicklungen rund um die Minengesetze rund um den Globus. Im Grunde ist es nur eine logische Entwicklung: Je größer die Investitionen von Minenfirmen in einem Land, desto größer ist auch der Anreiz für die Regierung sich ein immer größeres Stück vom Kuchen zu sichern.

Ernst wird die Lage nur, wenn auch bislang sehr minenfreundliche Länder die Richtung ändern und die Abgaben für die Minenfirmen erhöhen. Genau das wird in Mexiko ab Januar 2014 geschehen. Dort werden gerade einige Änderungen bei den Minengesetzen auf den Weg gebracht.

Dazu zählt eine 7,5% Royalty auf Basis der operativen Ergebnisse. Hinzu kommt noch die Aussetzung einer eigentlich schon in Aussicht gestellten Steuersenkung für die Unternehmen. So sollten die Unternehmenssteuern im kommenden Jahr auf 29% und ab 2015 dann auf 28% sinken. Nun wird es bei der aktuell geltenden Regelung von 30% bleiben.


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Sie können sich gut vorstellen, dass diese neuen Regelungen massive Auswirkungen auf die in Mexiko arbeitenden Minenbetriebe haben. Bei der konkreten Bezifferung der weiteren Belastungen halten sich die Firmen aber noch zurück.

First Majestic Silver: Niedrigere Preise und höhere Abgaben werden auch 2014 belasten

So hat jetzt der Silberproduzent First Majestic Silver bei der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen zwar schon eingeräumt, dass diese Änderungen einen „deutlichen Einfluss auf das Unternehmen und zukünftige Investitionen“ haben. Aber genauere Angaben will First Majestic Silver erst beim Ausblick 2014 geben, den das Unternehmen Ende Januar 2014 veröffentlichen will.

Fakt ist: Schon in diesem Jahr ist das Umfeld für First Majestic Silver deutlich rauer als noch im Vorjahr. Das liegt jedoch nicht an der veränderten Lage in Mexiko, sondern vielmehr an der angespannten Situation auf dem Silbermarkt:

So sank der durchschnittliche Silberpreis bei First Majestic Silver in diesem Jahr von rund 30 Dollar im Vorjahr um 22% auf nur noch annähernd 24 Dollar pro Unze. Und der Abschwung geht weiter: Im Vergleich zum zweiten Quartal sank der Durchschnittspreis noch um weitere 3%.

Gleichzeitig stieg jetzt aber im Quartalsvergleich der Umsatz um fast 60% auf 76,9 Mio. Dollar. Das hat First Majestic Silver umsetzten können, weil im zweiten Quartal Verkäufe verschoben wurden, in der Hoffnung auf wieder steigende Preise im dritten Quartal. Diese Strategie ist nicht aufgegangen und nun ist First Majestic Silver wieder zu der Strategie zurückgekehrt, möglichst große Teile der Produktion eines Quartals auch direkt am Markt zu veräußern.

Schon jetzt ist klar, dass First Majestic auch 2014 weiter die Kosten senken will und sich auf die wirklich großen Investitionen konzentrieren wird. Durch die Konzentration auf Mexiko als Produktionsstandort hat sich bei diesem Unternehmen und vielen anderen Werten mehr oder weniger über Nacht das Länderrisiko vergrößert. Daran sehen Sie: In dieser Branche muss man als Vorstandschef und erst recht auch als Investor immer hellwach sein.

14. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.