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Minenwerte sind weiterhin in der Kostenfalle

Selten waren die Kosten bei den Großunternehmen so wichtig wie heute. Diese Tatsache müssen Sie immer im Hinterkopf behalten, wenn Sie sich intensiv mit Rohstoffunternehmen beschäftigen.

Über Jahre hinweg berichteten die Minenwerte nur ihre reinen Cash Kosten der Produktion. Die lagen deutlich unter dem Preisniveau und so ergaben sich auf dem Papier extrem hohe Margen für die Rohstoffe.

Ich sage extra auf dem Papier, denn in Wahrheit sah es ganz anders aus. Die Cash Kosten geben nur ein Teil der gesamten Produktionskosten wieder. Laut Angaben der Marktexperten von GFMS machten die Cash Kosten im vergangenen Jahr nur 57 % der kompletten Kosten aus, die nötig sind, um eine moderne Goldmine zu betreiben.


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Insofern verschleiert die Angabe der reinen Cash Kosten sehr viel von der tatsächlichen Kostenstruktur bei Goldminen. Das hat schon vor einigen Jahren dazu geführt, dass die Branche neue Kennziffern auf den Markt gebracht haben. Unter dem Stichwort All-In Kosten werden nun alle maßgeblichen Kosten für Minen aufgelistet.

Was zählt alles dazu? Neben den reinen Produktionskosten sind es auch die Ausgaben für Abschreibungen oder auch Änderungen bei der Bewertung der Vorkommen. Hinzu kommen die klassischen administrativen Unternehmenskosten oder auch die Kapitalkosten. Und ein ganz wichtiger Aspekt spielt bei Minenwerten auch immer eine Rolle: Die Erneuerung der eigenen Reserven.

Goldminen erzielen kaum noch operative Gewinne

Sie müssen sich es ganz einfach so vorstellen, dass Goldminen schlicht und einfach nicht weiter produzieren können, wenn die eigenen Reserven nicht aufgefüllt werden. Jeden Tag verlieren Minen einen Teil ihrer Reserven. Auch diese neuen Vorkommen müssen in die Gesamtkostenrechnung mit einfließen.

Genau diese Gesamtkosten berechnen eben die Marktexperten von GFMS. Das Ergebnis ist schon erschreckend: 2014 lagen die Durchschnittskosten weltweit bei 1314 Dollar. Im Jahresdurchschnitt lag der Goldpreis jedoch nur bei 1266 Dollar pro Unze.

Allein schon daran erkennen Sie die großen Herausforderungen der meisten Minenwerte: Bei den Gesamtkosten ist es kaum möglich, noch positive Margen zu erzielen. Laut GFMS arbeiten aktuell rund 50 % der Minen mit Verlust. Und 5 % der Minen liegen bei ihren Gesamtkosten in einem Bereich um 3000 Dollar. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass so etwas nicht wirklich lange durchzuhalten ist.

Daher bleibt auch weiterhin der strenge Blick auf die Kosten für Sie als Investor der entscheidende Faktor bei der Auswahl von Rohstoffaktien.

16. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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