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Mittelstandsholding MBB vor dem nächsten großen Schritt

Im November des vergangenen Jahres habe ich Ihnen an dieser Stelle erstmals über MBB Industries berichtet. Es handelt sich dabei um eine inhabergeführte, mittelständische Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin.

Die MBB SE, die bis vor kurzem noch als AG firmierte und inzwischen in die Rechtsform einer europäischen Aktiengesellschaft (SE) gewechselt ist, meldete kürzlich Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015.

Diese Zahlen und die Tatsache, dass das Unternehmen womöglich vor einem weiteren Zukauf steht, sind für mich Grund genug, Ihnen heute erneut über MBB zu berichten. Bevor ich auf die aktuellen Geschehnisse eingehe, möchte ich Ihnen jedoch noch einmal kurz das Unternehmen MBB Industries vorstellen.

Die Geschichte von MBB Industries in Kurzform

1995 gründeten Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier in Berlin die Nesemeier & Freimuth GmbH. Die Idee hierzu wurde bereits 1986 während ihres Studiums in Münster geboren. 1997 übernahmen beide mit ihrer Gesellschaft die MBB Gelma Industrieelektronik GmbH – eine frühere Tochter des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm – von der Daimler-Benz Aerospace AG

Fortan wurde das Kürzel MBB im Unternehmensnamen geführt. 2006 folgte der Börsengang und im Jahr 2008 der Wechsel in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Gründer sind auch nach dem Börsengang mehrheitliche Eigentümer der Gesellschaft und besitzen derzeit noch rund 70% der MBB-Anteile.


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Die Beteiligungen der MBB Industries SE

Zur MBB SE zählen heute sechs größere Tochterunternehmen. Es handelt sich dabei um die MBB Fertigungstechnik, Delignit, DTS, Hanke Tissue, CT Formpolster und OBO. MBB Fertigungstechnik ist ein Sondermaschinenbauer, der mit einem Umsatzvolumen von rund 100 Mio. Euro mit Abstand die größte und wichtigste Beteiligung von MBB ist.

Delignit ist ein börsennotierter Spezialist für Holzwerkstoffe und die zweitgrößte Beteiligung von MBB. Danach folgen der IT-Dienstleister DTS und Hanke Tissue, ein Produzent von Taschentüchern, Servietten und Toilettenpapier.

Die beiden kleinsten Beteiligungen sind CT Formpolster, ein Spezialist für Weichschäume, und OBO, ein Hersteller von Polyether Blockschäumen bzw. Polyethan-Werkstoffen.

Die aktuellen Quartalszahlen im Überblick

Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2015 um 8% auf 60,2 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg sogar um 17% auf 6,4 Mio. Euro und übertraf damit die meisten Analystenschätzungen.

Dieses Wachstum ist größtenteils organisch entstanden, da im vergangenen Jahr nur eine kleine Übernahme getätigt wurde, die lediglich dazu dient, das Geschäft einer der sechs Haupttöchter der MBB SE zu erweitern.

Für das Gesamtjahr plant das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen 240 und 250 Mio. Euro bei einem Ergebnis je Aktie von mindestens 1,75 Euro. Ich persönlich halte diese Schätzung jedoch für sehr konservativ.

Hinzu kommt: Die Schätzungen beruhen auf rein organischem Wachstum. Eine für MBB-Verhältnisse größere Übernahme noch in diesem Jahr könnte sowohl auf Umsatz- als auch auf Ergebnisebene dazu führen, dass die Prognosen des Managements pulverisiert werden.

Ob noch in diesem Jahr eine größere Übernahme ansteht, lässt sich aktuell nicht verlässlich prognostizieren. Fakt ist aber, dass das Management laut MBB-Chef Dr. Christof Nesemeier derzeit mit mehreren potenziellen Übernahmekandidaten im Gespräch ist.

Geld ist jedenfalls genug da. Denn MBB verfügt aktuell über eine Kriegskasse von etwa 50 Mio. Euro. Zudem sorgen die niedrigen Zinsen für ein gutes Umfeld für Übernahmen. Der einzige Haken an dem aktuellen Umfeld: Die Preise sind gestiegen.

Und eines will MBB auf keinen Fall: zu teuer einkaufen. Denn schließlich soll nach dem Kauf einer neuen Tochter noch genügend Potenzial vorhanden sein – auch für den Kurs der MBB-Aktie. Daher bleibt die MBB-Aktie definitiv aussichtsreich und ein mindestens solides Investment für diejenigen unter Ihnen, die auf den deutschen Mittelsstand setzen wollen.

19. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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