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Mode-Händler Wöhrl: Die nächste Mittelstands-Anleihe in Schwierigkeiten

In der Vergangenheit habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach über Probleme bei sogenannten Mittelstands-Anleihen geschrieben.

Zuletzt erst vor wenigen Tagen habe ich über die Insolvenz der KTG Agrar SE berichtet und darüber, dass die Anleihe-Gläubiger in diesem Fall wohl leider komplett leer ausgehen werden.

Nun gibt es erneut Turbulenzen bei einer Mittelstands-Anleihe.

Es handelt sich dabei um eine Anleihe mit einem Volumen von 30 Mio. € und einem Zinskupon von 6,5%, die der Mode-Händler Wöhrl im Jahr 2013 emittiert (am Markt platziert) hat.

Bis vor kurzem notierte die Anleihe noch bei 100%, heute notiert sie gerade einmal bei 16%.

Das bedeutet: Die Anleihe hat innerhalb weniger Wochen mehr als 80% an Wert verloren. Doch was ist der Grund dafür?


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Die Mode-Kette Rudolf Wöhrl hat sich vor ihren Gläubigern (und damit auch vor den Besitzern der Anleihe) unter einen Schutzschirm geflüchtet (also Gläubiger-Schutz beantragt), um die Neuaufstellung des Unternehmens fortzusetzen und eine drohende Insolvenz zu vermeiden.

Ziel sei, die Gruppe als Ganzes zu erhalten und in die Profitabilität zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit.

Wöhrl ist nun 3 Monate vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt und der Geschäfts-Betrieb läuft weiter. In dieser Zeit muss ein Sanierungs-Konzept erarbeitet werden.

Anlegern drohen schmerzliche Verluste

Noch ist unklar, ob die Anleihe-Gläubiger ihren Teil zur Sanierung beitragen müssen und es zu einem Schuldenschnitt kommt. Dieser Schritt erscheint mir jedoch unvermeidbar. Das sieht auch Robert Buchalik so.

Buchalik ist Partner bei der Kanzlei Buchalik Brömmekamp und auf die Sanierung mittelständischer Firmen, insbesondere in der Insolvenz in der Eigenverwaltung und im Schutzschirm-Verfahren, spezialisiert.

Er äußerte kürzlich gegenüber der „FAZ“, dass sich die Anleihen-Gläubiger am Ende des Verfahrens auf schmerzliche Verluste gefasst machen müssen. Weiterhin sagte er, dass die Anleger bei Wöhrl, wie in ähnlichen Fällen, leider bluten müssen.

Darüber, wie es bei Wöhrl weitergeht, werde ich Sie hier auf dem Laufenden halten. Abschließend habe ich zunächst aber noch eine Empfehlung für Sie.

Meine grundsätzliche Empfehlung für Sie

Zunächst einmal müssen Sie sich dessen bewusst sein, dass hohe Zinsen auch mit hohen Risiken einhergehen.

Kein Emittent einer Mittelstands-Anleihe zahlt im aktuellen Niedrigzins-Umfeld freiwillig Zinskupons von 7% und mehr. Er tut es, weil institutionelle Investoren die Anleihe sonst nicht zeichnen würden.

Daher lautet meine Empfehlung: Die hohen Zinsen sind das Lockmittel und Werbe-Argument im Zusammenhang mit Mittelstands-Anleihen und -Genussscheinen.

Die zahlreichen Negativbeispiele, die ich Ihnen in der jüngeren Vergangenheit an dieser Stelle vorgestellt habe, zeigen Ihnen jedoch, dass in der aktuellen Niedrigzins-Phase derartige Zinsversprechen fast immer mit großer Vorsicht zu genießen sind.

Besser, Sie investieren das Geld in substanzstarke Aktien von soliden mittelständischen Unternehmen.

In meinem Börsendienst „Mittelstands-Depot“ setze ich besonders gerne auf familiengeführte Firmen, die netto schuldenfrei sind. Denn bei diesen Investments ist das Verlust-Risiko klein und die Gewinn-Chance hoch.

15. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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