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Monsantos Interesse an Bayers CropScience-Sparte sehr gut für Aktionäre

Die Woche beginnt für Übernahme-Interessierte mit Hochspannung an mehreren Stellen. Bieterkampf um Starwood Hotel, Valspar-Übernahme im Volumen von 11,2 Mrd. Dollar, Foxconn reduziert Sharp-Offerte sind nur 3 eines ganzen Dutzends spannender Überschriften.

Von Übernahme-Zurückhaltung aufgrund globaler Unsicherheiten (China, Ölpreis, Zinspolitik) und Kursturbulenzen kann keine Rede sein. Nach dem Übernahme-Rekordjahr 2015 wird auch dieses Jahr sehr ordentlich verlaufen.

Und besonders interessant für Sie: Es häufen sich die Gerüchte und Milliarden-Deals im deutschsprachigen Raum.

Gerüchte glaubwürdig: „Nicht zu verkaufen“ war gestern

Aus der Vielzahl interessanter Übernahme-Themen habe ich mich heute für das Gerücht Bayer/Monsanto entschieden. Denn das hat den größten Überraschungseffekt.

Wie der Nachrichten- und Daten-Anbieter Reuters berichtet, hat Monsanto auf die CropScience-Sparte von Bayer geschielt. Erste Gespräche liefen bereits und im April wollen sich die Manager erneut treffen.


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Der Bereich CropScience trägt 25% zum Bayer-Jahresumsatz bei, ist also Kernbereich und wurde wiederholt vom Bayer-Management als „nicht zu veräußern“ bezeichnet. Umso erstaunlicher ist, dass sich die Manager unterhalten.

Vielleicht also eine Ente? Aus meiner Sicht sind die Gerüchte des gut informierten Nachrichten-Anbieters glaubwürdig. Und auch die Wahrscheinlichkeit, dass dieser große Unternehmensbereich – entgegen aller vorherigen Bekundungen – am Ende an den amerikanischen Saatgut-Hersteller verkauft wird oder es zu einer Kooperation nebst Teilverkauf kommt, sollten Sie nicht unterschätzen.

Veränderte Konkurrenzsituation setzt Monsanto unter Druck

In der Agrar-Chemie und Saatgutbranche herrscht helle Aufregung. Der Zusammenschluss von DuPont und DowChemical sowie die Syngenta-Übernahme durch ChemChina hat das Übernahme-Karussell ordentlich in Gang gesetzt.

Besonders unter Druck steht dabei Monsanto. Die Vereinigung von Agrar-Chemie und Saatgut unter einem Dach wird als große Bedrohung für die Amerikaner erachtet. Seit dem gescheiterten Übernahme-Versuch von Syngenta, sucht Monsanto daher einen passenden Partner.

Von „den Großen Sechs“ kommen nur noch die Agrarchemie-Bereiche von Bayer oder BASF zustande. Schlecht für Monsanto: Beide hatten beteuert, an dem Geschäftsbereich festhalten zu wollen.

Monsanto braucht Bayer – Bayer aber nicht Monsanto: Position ideal für Preisverhandlungen

Wie sagte einst Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“  Das könnte auch für Bayer gelten. Bayer wird CropScience zwar nicht verkaufen wollen, doch alles hat seinen Preis.

Monsanto sucht fast schon verzweifelt nach einem Deal und könnte eine sehr großzügige Zahlungsbereitschaft haben. Das wird Bayer aufgefallen sein – und was sich die Amerikaner so vorstellen, kann man sich ja zumindest einmal anhören. Zudem könnte Bayer einkalkuliert haben, dass ansonsten ein Bündnis zwischen BASF und Monsanto droht, das die eigene Position schwächen würde.

Dennoch: Bayer sitzt am klar längeren Hebel und muss überredet werden, zu verkaufen. Die Leverkusener könnten also einen erstklassigen Preis erzielen. Die aktuell noch im Raum stehenden 30 Mrd. Dollar reichen nicht für den Geschäftsbereich, doch es ist gut möglich, dass Monsanto sich erst noch vortastet und parallel Alternativen prüft.

Bayer könnte sich strategisch stärker Richtung Tiermedizin orientieren

Neben der Möglichkeit einer Komplett-Übernahme des Geschäftsbereichs CropScience ist auch eine Kooperation und ein Teilverkauf denkbar. Das könnte die Ideal-Lösung für Bayer sein. Dann bleibt der Unternehmensbereich wichtig und gleichzeitig kommt ein großer Scheck von Monsanto ins Haus.

Eine Verwendung für den Geldeingang zu finden, dürfte für Bayer nicht schwierig werden. Bayer kündigte im Vorjahr an, dass der Bereich Tiermedizin ausgebaut werden soll. Dort sind die Bewertungen zuletzt stärker zurück gekommen, was einen Zukauf erleichtert.

Unter dem Strich ist dann Bayer im Bereich CropScience zusammen mit Partner Monsanto in einer starken Allianz und hat auf die veränderte Konkurrenzsituation reagiert – gleichzeitig ist Bayer wie geplant im Bereich Tiermedizin gewachsen.

Die Chancen auf einen Deal haben heute den Bayer-Aktienkurs an die Liste der Tagesgewinner gehievt. Kommt es zu einem Teilverkauf oder einer Kooperation dürfte das noch stärker honoriert werden (keine Kaufempfehlung).

21. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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