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Münchener Rück: Teures 1. Halbjahr

Der diesjährige Sommer fällt in den Augen der meisten Deutschen ziemlich grotesk aus: Das Frühjahr blieb kühl, nur selten wurde hier und da die 20-Grad-Marke gerissen.

Und auch jetzt, Mitte Juli, lassen sich hochsommerliche Temperaturen nur sehr vereinzelt genießen.

Kommt das Sommerwetter, dann sehr plötzlich – und es ist ebenso schnell wieder vorbei, wie es anfing. Auf 3 bis 4 Tage Hitze und Sonnenschein folgen Gewitter, Regen und kühlere Temperaturen.

Besonders heftig fielen im Frühsommer mehrere Unwetter-Fronten aus, die nicht nur wenige Stunden über das Land hinwegzogen, sondern tagelang verharrten und örtlich zu Überschwemmungen und Schlammlawinen führten.

Besonders Süddeutschland war von den Unwettern mit langen heftigen Starkregenfällen betroffen.

Die Schäden in Europa summierten sich durch die Unwetterlage auf einen Betrag von 6,1 Mrd. US-Dollar, etwa die Hälfte davon war versichert.


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Allein in Deutschland summierten sich die Unwetter-Schäden auf 2,8 Mrd. Dollar, von denen 1,3 Mrd. durch die Versicherer getragen werden.

Schäden höher als 2015

Auch anderswo auf der Welt sorgten v. a. Naturkatastrophen für große Schäden: etwa starke Erdbeben im Süden Japans sowie an der Pazifikküste von Ecuador oder auch Waldbrände in Kanada, die durch den starken diesjährigen „El Niño“-Effekt begünstigt wurden.

In der Halbjahres-Bilanz der Münchener Rück, des weltweit größten Rückversicherungs-Konzerns, fallen die Schadens-Summen für 2016 daher höher aus als im Vergleichs-Zeitraum des Vorjahres:

Insgesamt belaufen sich die Schäden aus den ersten 6 Monaten auf etwa 70 Mrd. Dollar und liegen damit deutlich über den 59 Mrd. Dollar aus dem 1. Halbjahr 2015.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: So fällt die Bilanz immerhin besser aus als im 10-Jahres-Schnitt, der eine Schadens-Summe von 92 Mrd. Dollar ausweist.

Auch ging die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen deutlich zurück: Kamen im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre im 1. Halbjahr 47.000 Menschen durch Naturkatastrophen zu Tode, waren es 2015 „nur“ 21.000.

Im laufenden Jahr ging die Zahl erneut drastisch zurück auf 3.800.

MüRü-Aktie im Sinkflug

Ein deutliches Missverhältnis zeigt sich unterdessen weiterhin in der Diskrepanz zwischen entstandenen und versicherten Schäden.

Gerade in den Schwellenländern und ärmeren Regionen der Welt sind die meisten Vermögenswerte nicht versichert, auch kommen hier mehr Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben als in den reichen Industrieländern.

So werden von den 70 Mrd. Dollar entstandener Schäden nicht einmal die Hälfte von den Versicherern erstattet: Auf sie entfallen gerade einmal 27 Mrd. Dollar, was im Vergleich zu den 19 Mrd. im Vorjahres-Zeitraum dennoch eine klare Steigerung darstellt.

Deutlich gelitten hat unterdessen der Aktienkurs der Münchener Rück: Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf rund 20%, zuletzt wurde das Papier für knapp unter 150 € gehandelt.

Nach Einschätzung der Analysten ist zwar Besserung in Sicht, allerdings nur moderat. Die Mehrheit empfiehlt, die Aktie zu halten und sieht das Kursziel bei etwa 160 €.

Optimisten, die die Münchener Rück Aktie zum Kauf empfehlen, rechnen hingegen mit einer Kurssteigerung auf 180 bis 200 €.

2016-07-20 MüRü

22. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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