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Nach angeblichem Aktien-Crash ist vor dem Crash: Anleihen

Welch ein Desaster gestern an den Aktienbörsen. Deutsche-Bank-Star Ackermann reitet mit seinen Meinungen zur Finanzkrise die eigene Aktie in den Keller. Investoren flüchten in Anleihen.

Der Aktien-Crash ist aber ein kleiner „Irrtum“. Der wahre Crash steht bevor. Mit Bundesanleihen würden Sie verlieren, daher warne ich dieser Tage ausdrücklich vor einer Investition in diese Fluchtburgen.

Das erste Krisenanzeichen: Goldpreis steigt wieder auf Rekord

Vor wenigen Tagen noch feierten die Goldskeptiker wieder Auferstehung. Der Goldpreis krachte in sich zusammen, etwa 200 US-Dollar pro Unze betrug das Minus in kürzester Zeit. An den Märkten schien sich viel zu regeln – ein fataler Irrtum, wie Sie wissen, wenn Sie meine Meinung verfolgen.

Reine Panik aber zeichnet sich wieder ab, wenn Sie sehen, wie schnell der Goldpreis auch plötzlich wieder steigt. In dieser Schnelligkeit kann ein rationaler Markt nicht funktionieren. Also: der Goldpreis zeigt die Panik an.

Die spüren Sie sicherlich auch an den Aktienmärkten. Kursausschläge, die es schon lange nicht mehr gab. Ein schwarzer Montag, so geschichtsbesessene Kommentatoren, die frühere Crash-Szenarien damit in Erinnerung rufen. Das alles aber ist so nicht richtig, bietet aber wohl die richtige Kulisse, um die nächste Krise einzuläuten. Ich würde mich freuen, wenn Sie diese vermeiden können und werden: Anleihen. Vor allem Bundesanleihen erlebten einen Run.

Meiden Sie den „krisensicheren Hafen“

Die Bundesanleihen gelten als sicherer Hafen – und werden in den nächsten Jahren zur ganz persönlichen Vorsorge-Bombe. Dies kann ich Ihnen gleich zeigen. Vorab aber noch die erschütternden Daten:

Da so viele Investoren sich auf die Bundesanleihen stürzen, steigt deren Kurs. Der Effekt bei einer Investition: damit sinkt die Einstiegsrendite. Je höher der Einstiegskurs bei feststehenden Zinsen, desto weniger verdienen einzelne Investoren.

Aktuell beträgt (oder betrug) die Rendite für 10-jährige Anleihen nur noch 1,87%. Diese Zahl ist alarmierend. Ein heimlicher Crash aus meiner Sicht, wie ich gleich zeigen und sagen werde. Achtung: ein Volkswirt der „NordLB“ geht davon aus, dass diese Rendite noch weiter sinken kann. Dafür allerdings müssen weitere Investoren hier ihr Heil suchen. Trotz der fallenden Aktienkurse kann ich Sie an dieser Stelle nur davor warnen.

Minusgeschäft von vornherein beschlossen

Selbst wenn Sie aktuell noch 1,87% Rendite erhalten (weil die Kruse stabil bleiben), würden Sie jetzt schon ein Minusgeschäft beschließen. Von 1,87% Rendite bleiben Ihnen nach Abzug der Steuern ungefähr 1,3% Rendite netto übrig (am Ende der Laufzeit zahlen Sie auch für Kurs-Gewinne und -verluste in Form von Steuern oder Steuergutschriften).


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Aktuell beträgt die Inflationsrate in Deutschland sowie in der Eurozone insgesamt aber etwa 2,5% bis 2,6%. Offiziell. Das heißt: Sie verdienen automatisch deutlich weniger als der Geldfraß Ihnen nimmt.

Besonders schlimm: in dieser Anlagekategorie gibt es nicht die geringste Chance auf Besserung. Wenn Sie bis zum Laufzeitende durchhalten und die Anleihe aufgrund der niedrigen Zinsen nicht vorher bereits veräußern, erhalten Sie 100% zurück. Bezahlt hätten Sie bei einem Einstieg zu den aktuellen Kursen aber etwa 103,4%.  Sie erzielen also 3,4%-Punkte Kursverlust: Wenn alles gutgeht und Deutschland als Schuldner noch zahlen kann. Mehr erzielen Sie auf keinen Fall.

Aufgrund der jetzt schon niedrigen Rendite (und hohen Kurse) aber sind auch während der Laufzeit kaum Kursgewinne drin. Das heißt unter dem Strich: Ihre Rendite ist – bestenfalls – fest zementiert bei einem Nach-Inflationsverlust in Höhe von knapp 2%. Wenn alles gut geht.

Weitere Nachrichten aus der Eurozone greifen Anleihemarkt an

Allerdings rechne ich damit, dass selbst diese Mini-Kursgewinne am Anleihenmarkt (für die deutschen Anleihen) sehr schnell Geschichte sind. Denn: die Hiobsbotschaften nehmen jetzt erst zu. Und am anderen Ende der Leitung stehen für die nächsten Zahlungen die deutschen Staatskassen.

Das heißt: Sie als Steuerzahler, Vorsorger, Investor. Das führt zu zwei Effekten, die ich Ihnen gleich benennen werde. Über allem aber stehen die schlechten Nachrichten:

  • Italien steht ebenfalls dicht vor einem richtigen Schulden-Crash. Die Gewerkschaften drohen bereits Streiks an, Regierungschef Berlusconi verweigert sich radikalen Steuererhöhungen.
  • Griechenland dreht schon fast seine letzten Runden: inzwischen sank trotz aller Rettungsbeteuerungen aus der Eurozone der Kurs von 10jährigen Anleihen aus Griechenland auf weniger als 50%. Die Papiere sind nicht nur dem Rating, sondern auch dem Markt nach Ramsch.
  • Die Absicherungskosten für griechische Anleihen explodieren förmlich. Damit aber steigt das Risiko, sich überhaupt nicht mehr finanzieren zu können. Die so genannten „Credit Default Swaps“ sind an einem einzigen Tag um fast 2%-Punkte nach oben geschossen. Wenn Griechenland sich 100 Euro leihen möchte zahlen Investoren dafür jetzt 24,20 Euro, fast 2 Euro mehr als nur 24 Stunden vorher.
  • Italien zieht mit: Die CDS-Prämein stiegen – in diesem Beispiel – von 4 Euro auf 4,22 Euro – an einem einzigen Tag.

Zahlen belegen: die Krise spitzt sich jetzt extrem zu

Die Anleihenkosten in Südeuropa also explodieren bereits. Anders als bei uns steigt damit die Rendite für Neueinsteiger, weil die Kurse in sich zusammenfallen. Achtung:

Der Prozeß beginnt erst. Noch haben Italien oder auch Spanien bei weitem nicht das Niveau von Griechenland erreicht. Nur: der Anleihenmarkt bricht soeben vor unseren Augen zusammen. Vor diesem Hintergrund bewerten Sie dann bitte den „Run“ auf deutsche Anleihen neu.

Auch Deutschland wird in die Misstrauens-Falle geraten. Allerdings auf Umwegen: Wenn Griechenland und dann Italien sowie Spanien sich nicht mehr selbst finanzieren können, haftet die Eurozone.

Die Eurozone besteht aber bezogen auf das Haftungsvermögen fast nur noch aus Deutschland. Frankreich hat als ehemals starke Kraft inzwischen selbst kein Geld mehr. Sie müssen aus diesem Grund mit schlechten Nachrichten auch für den deutschen (Staats-)Anleihenmarkt rechnen.

Crash bei Anleihen läuft aktuell bereits

Ein Crash muss nicht unbedingt auf einmal erfolgen, sondern kann wie der berühmte „Salami-Crash“ in kleinen Schritten über uns hereinbrechen. Genau dies sehen Sie aber mit den steigenden Renditen in Italien und Spanien bereits.

Der Weg ist schon logisch kaum noch umkehrbar. Staaten, die nur noch darum kämpfen, neue Schulden zu bekommen, werden sich kaum retten können. Deutschland finanziert das Alles noch, weil der Run aus den Aktienmärkten heraus läuft. Nur:

wie ich zeigte, rechnet sich dies nicht. Bleiben Sie nicht an diesen Märkten. Sie müssen noch während der Laufzeit auch der sichersten Bundesanleihen mit Kursverlusten rechnen. Daher sind Sie dann in einer Doppelfalle:

Steuern und Inflation schicken selbst Investoren von Bundesanleihen ins Minus. Dies ist die Falle Nummer eins. Die zweite Falle: Sie kommen ohne weitere Verluste – Kursverluste während der Laufzeit – aus der Anlage gar nicht mehr raus.

Daher empfehle ich: gehen Sie dem Crash vom Anleihenmarkt trotz aller Aktienpanik aus dem Weg. Vom Süden her frisst sich der aktuelle Crash bei Anleihen bereits vorwärts. Bundesanleihen bilden vor diesem Hintergrund nur einen scheinbaren Schutz.

Vorsorge-Empfehlung: kaufen und liegenlassen

An verschiedener Stelle aber habe ich bereits zur Investition in Aktien geraten. Auch wenn die Kurse in sich zusammen sinken, bleibe ich bei dieser Empfehlung. Im Gegenteil: sinkende Kurse bieten sogar noch einmal Sondergelegenheiten, auch wenn dies zur Zeit kaum jemand gerne hört. Zwei Vorschläge:

Wenn Sie Aktien haben, verkaufen Sie diese im Zweifel nicht. Und: wenn Sie noch Anlagemöglichkeiten suchen, investieren Sie gegen den Crash von Anleihen und Aktien in diese „sicheren Häfen“: Aktien mit hoher Dividendenrendite. Die Dividenden kommen aus Unternehmensgewinnen, die auch in den nächsten Monaten noch sprudeln werden. 

PS: Der Aktien-Crash ist in diesem Sinne keiner – der Wert der Aktien wird sich rechnerisch anders als bei Anleihen wieder einstellen können. Damit aber investieren Sie langfristig in eine noch bessere Vorsorge – dank der niedrigen Kurse und hohen Dividende beträgt die Dividendenrendite im Dax jetzt bereits etwa 4%. Passende Strategien finden Sie etwa im Deutschen Wirtschaftsbrief. Der Link wird Sie zu diesem Dienst führen.

6. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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