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Nach der EZB-Sitzung spielte der DAX verrückt

Der heutige Schlussgong-Rückblick auf die Börsenwoche zeigt: Verrückter Aktienmarkt! Was gestern mit dem deutschen Leitindex DAX passierte, ist schon äußerst kurios.

Zwar war gestern wieder einmal ein großer EZB-Tag (der Rat der Europäischen Zentralbank tagte und es wurden neue Maßnahmen erwartet), doch selbst an Tagen, an denen EZB-Pressekonferenzen anstanden, gab es in der Vergangenheit noch nie eine derart kuriose DAX-Entwicklung wie gestern.

Achterbahnfahrt an der Börse

Zu den Fakten: Ausgangspunkt des DAX am gestrigen Handelstag war die Marke von knapp über 9.700 Punkten. Damit startete der DAX im Vergleich zum Mittwoch nahezu unverändert. Der Grund: Die meisten Anleger übten sich in Zurückhaltung und wollten zunächst die anstehende EZB-Sitzung abwarten.

Nachdem gestern durchsickerte, dass die EZB um ihren Präsidenten Mario Draghi den Leitzins von 0,05 auf 0,00% senkt und den Strafzins für Banken von 0,3 auf 0,4% erhöhen würde, machte sich auf dem Börsenparkett Begeisterung breit und der DAX kletterte in Richtung der 10.000-Punkte-Marke. Endstation war nur hauchdünn unterhalb von 10.000 Punkten.


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Am späten Nachmittag begab sich der DAX dann jedoch in den Sinkflug und rutschte bis zum Börsenschluss sogar auf 9.498 Punkte ab. Der DAX hat innerhalb von nur 3 Stunden rund 500 Punkte verloren. Das bedeutet ausgehend vom gestrigen Höchststand bei fast 10.000 Punkten ein Minus von fast 5%.

Woher der Sinneswandel am Nachmittag kam

Doch woher kam dieser extreme Umschwung? Darüber lässt sich im Prinzip nur spekulieren. In einem auf dem Finanzportal Onvista.de veröffentlichten Bericht las ich folgende Erklärung:

„Als Notenbankpräsident Mario Draghi am Donnerstagnachmittag jedoch klarstellte, dass vorerst nicht mit weiteren Zinssenkungen zu rechnen sei, drehte die Stimmung an den Finanzmärkten. Der Eurokurs schnellte nach oben, die Aktienkurse brachen ein. Der DAX schwankte am Nachmittag um fast 500 Punkte und schloss auf seinem Tagestief 2,3% niedriger bei 9.498 Zählern.“

Für mich ist dieser Erklärungsansatz jedoch nicht mehr als ein misslungener Versuch, Wahnsinn rational zu erklären. Denn nichts anderes als Wahnsinn ist das, was sich im gestrigen DAX-Handel abgespielt hat.

Der Wahnsinn hat einen Namen: Hochfrequenzhandel

Aus meiner Sicht sind ganz andere Gründe dafür verantwortlich, dass der DAX auf neue Meldungen derart heftig reagiert wie wir es gestern beobachten konnten: Charttechnik und computergesteuerter Hochfrequenzhandel.

Während bei der Charttechnik der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Informationsverarbeitung und Handlung zumindest noch erkennbar ist, muss beim Hochfrequenzhandel festgestellt werden, dass ohne Sinn und Verstand Milliardenbeträge hin und her geschickt werden.

Wenn die Börse zum Hochgeschwindigkeitskasino wird, bei dem sich Banken und Hedge-Fonds die Taschen auf Kosten anderer vollstopfen, dann muss die Politik eingreifen. Experten gehen davon aus, dass in Europa bereits 40% der Wertpapiergeschäfte auf den Hochfrequenzhandel zurückzuführen sind. In den USA wird der Anteil inzwischen sogar auf deutlich über 70% geschätzt.

Fortsetzung folgt: Geld verdienen trotz Börsen-Achterbahnfahrt

In der kommenden Woche lesen Sie an dieser Stelle mehr zum Thema Hochfrequenzhandel und Sie erfahren, wie Sie sich in diesen verrückten Börsenzeiten verhalten sollten, wenn Sie unterm Strich Geld an der Börse verdienen wollen.

11. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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