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Nach Kursverfall nun Hoffnung für deutsche Stahlkonzerne

Seit Jahren kämpft die Stahlindustrie weltweit mit Überkapazitäten – heute erreichte die Branche aber eine gute Nachricht aus China: Die Führung in Peking hat drastische Kürzungen bei der Massenstahl-Fertigung im Volumen von bis zu 150 Mio. Tonnen beschlossen.

Laut einer Studie der Europäischen Handelskammer sind die Überkapazitäten der Stahlindustrie allein in China zwischen 2008 und 2014 von 132 Mio. auf 327 Mio. Tonnen gestiegen. Eine Situation, die zu einem immer größeren Problem auch für ausländische Wettbewerber wird, weil chinesische Unternehmen ihre Erzeugnisse zu Niedrigpreisen auf dem Weltmarkt anbieten.

Entsprechend kämpfen europäische Branchenvertreter vehement bei der EU-Kommission in Brüssel für deutlich schärfere Maßnahmen gegen chinesisches Stahldumping. Dieser Initiative schlossen sich sogar die Regierungen von mehreren EU-Staaten an.


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Salzgitter kämpft weiter mit der Branchenkrise

Erst vergangenen Freitag hatte der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter berichtet, dass er sich auch mit harten Einsparungen nicht der Branchenkrise entziehen kann. Vor Steuern rechnet der Vorstand für dieses Jahr nur mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

2015 hatten sich die Niedersachsen erstmals seit 2011 zumindest vor Steuern wieder in die schwarzen Zahlen gekämpft und einen Gewinn von 12,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Dabei half das konsequente Sparprogramm, mit dem die Kosten seit 2012 um rund 200 Mio. Euro sanken. Unter dem Strich stand allerdings ein Verlust von 45,5 Mio. Euro – deutlich mehr als 2014, als der Konzern bereits ein Minus von 31,9 Mio. Euro ausweisen musste.

Salzgitter leidet enorm unter den Folgen des neuerlichen Preisdrucks, der vor allem für den Umsatzrückgang um rund fünf Prozent auf 8,6 Mrd. Euro sorgte. Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann kündigte daher für 2016 weitere Einsparungen an: „Wir werden in unseren Anstrengungen, den Salzgitter-Konzern weiter zu optimieren, nicht nachlassen.“

2016 stehen keine größeren Belastungen an

Immerhin steht für 2016 fest: Einmalbelastungen wie im vergangenen Jahr kommen in diesem Jahr auf Salzgitter nicht zu 2015 kostete allein die Schließung eines Spundwandwerks in Dortmund fast 57 Mio. Euro. Zudem war der wichtigste Hochofen wegen einer turnusmäßigen Sanierung in der zweiten Jahreshälfte lange nicht in Betrieb – Kosten hier: Rund 75 Mio. Euro.

Und es gibt auch von anderer Seite Hoffnung, dass es mit dem Aktienkurs von Salzgitter in den kommenden Monaten wieder aufwärts geht – immerhin verlor er seit vergangenem Mai 40 Prozent an Wert.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Salzgitter mit Thyssenkrupp über ein Zusammengehen verhandelt. Zwar weist Salzgitter-Chef Fuhrmann solche Gedanken regelmäßig zurück, doch tatsächlich würde so ein europäischer Stahlriese entstehen, der auf dem Weltmarkt noch einmal ganz anders auftreten könnte. Und schließlich wissen Sie, was die Kurse in erster Linie bewegt: Die Psychologie und Phantasie.

29. Februar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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