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Nach Übernahme: Rational ersetzt Kuka im MDAX

Die Übernahme des deutschen Roboter-Herstellers Kuka ist so gut wie in trockenen Tüchern. Gestern gab der chinesische Bieter Midea bekannt, dass die Übernahme-Offerte von 94,5% der Kuka-Anleger angenommen wurde.

Eine hohe Annahme-Quote galt aufgrund des großzügigen Übernahme-Preises als sicher.

Letzte Hürde bis zum Deal-Abschluss sind noch ausstehende wettbewerbsrechtliche Genehmigungen, die jedoch nur eine Formalität darstellen dürften.

Im Frühjahr 2017 dürfte die Übernahme dann endgültig vollzogen sein.

Rational-Aktie gesucht

Durch die Verringerung des Streubesitzes auf unter 10% wird Kuka den Mittelstands-Index MDAX noch in dieser Woche verlassen (fast exit). Ersetzt wird der Roboter-Bauer durch den Großküchen-Hersteller Rational.

Die Aussicht auf den höherwertigen Index stimmte die Rational-Aktionäre heute sehr positiv. Kein Wunder, denn damit steht die Aktie einem breiteren internationalen Investoren-Publikum zur Verfügung.


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Gerade Fonds, die nicht selten Index-Restriktionen unterliegen, können jetzt zugreifen. Hinzu kommen die passiven Index-Fonds, die die Rational-Aktie aufnehmen müssen.

In einem festeren Markt steigt der Kurs der Rational-Aktie daher am Morgen um 5,5% auf 450 € – der höchste Kurs seit 3 Monaten.

Großküchen-Hersteller mit mehrjähriger Erfolgs-Story

Die Rational-Aktie ist nicht gerade ein Schnäppchen. Kaufempfehlungen von Bank-Analysten oder Kursziele über dem aktuellen Preis sind nicht auszumachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Kurs deswegen Absturz-gefährdet ist.

Die Rational-Aktie ist nur sehr selten fundamental günstig bewertet. Dies liegt daran, dass Qualität an der Börse eben doch seinen Preis hat. In den vergangenen 6 Jahren stieg der Umsatz im Schnitt um 10%.

Mit Ausnahme des Geschäftsjahres 2012 wurde in jedem Jahr bei hoher Marge eine Gewinn-Steigerung erzielt. In den vergangenen 5 Jahren stieg der Gewinn um gut 50%.

Hinzu kommt, dass das Unternehmen die Aktionäre großzügig am Erfolg beteiligt. Lag die Dividende im Jahr 2009 noch bei 3,50 €, sind es inzwischen 7,50 € je Aktie.

Investoren sollten sich für Rational wegen Margen-Stärke und Innovationskraft interessieren – und nicht wegen der theoretischen Chance auf eine Übernahme

Das familiengeführte Unternehmen hat auch mit den Halbjahres-Zahlen 2016 die Markterwartungen erfüllt.

Bei einem Umsatz-Wachstum von 9% auf 147,4 Mio. € stieg der operative Gewinn um 6% auf 41,4 Mio. € – die Jahres-Prognose wurde bestätigt.

Die Zahlen zeigen, dass die Wachstums-Story des Großküchen-Herstellers weiterhin intakt ist, was aber mit Blick auf die Bewertung eben auch großzügig eingepreist ist.

Hin und wieder tauchen Spekulationen auf, dass Rational auch Übernahme-Kandidat sein könnte.

Die Idee dahinter ist, dass das netto-schuldenfreie Unternehmen den Kapitalmarkt nicht braucht und 70% der Anteile beim Unternehmens-Gründer Siegfried Meister liegen.

Der Großküchen-Hersteller ist auch nicht bekannt dafür, mit nennenswerten Zukäufen externe Wachstums-Quellen zu erschließen.

Und er wird dies angesichts der mehrjährigen Erfolgs-Story und der Innovations-Stärke vermutlich auch nicht als sonderlich erstrebenswert ansehen.

Eine Zukunft abseits der Börse ist von daher zwar denkbar, die Übernahme-Story dürfte allerdings nur aufgrund dieser Überlegungen nicht sonderlich heiß sein.

9. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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