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Nächste Übernahme in der Pharma-Branche: Shire kauft Konkurrenten Viropharma

Der irische Pharmakonzern Shire hat ein Übernahme-Angebot für den amerikanischen Tablettenhersteller Viropharma abgegeben.

Die Iren zahlen für das amerikanische Unternehmen 4,2 Mrd. US-$ in bar. Den Viropharma-Aktionären bietet Shire 50 US-$ je Aktie. Damit bekommen die Investoren eine Übernahme-Prämie von 27% auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

Der Viropharma-Vorstand hat das Angebot angenommen und empfiehlt auch den Aktionären die Annahme der Offerte. Dies ist wenig verwunderlich, denn dem Kaufpreis ist ein mehr als doppelt so hoher Ergebnis-Multiplikator als üblich unterlegt.

Dass bei Viropharma jedoch andere Maßstäbe angelegt werden, war zu erwarten. Die starke Positionierung in der Nische mit hervorragenden Perspektiven sowie die vielversprechende Forschungspipeline lassen einen höheren Kaufpreis zu.

Markt erwartet reibungslosen Deal – auch Bieter-Aktionäre zeigen sich zufrieden

Die Übernahme-Nachricht katapultierte die Viropharma-Aktie auf 49,50 US-$ und damit nur knapp unter der Offerte. Dies signalisiert, dass der Markt einen problemlosen Deal erwartet. Geben die Behörden und Aktionäre ihren Segen, soll der Deal im vierten Quartal abgeschlossen werden.


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Die Aktionäre des Bieters sind ebenfalls zufrieden. Obwohl der Preis augenscheinlich sehr hoch ist, steigt die Aktie um über 2% gegen einen schwachen Gesamtmarkt. Dies signalisiert, dass die Investoren den hohen Preis aufgrund der guten Perspektiven unterstützen.

Übernahme mit Wachstumspotenzial und Millionen-Synergien

Mit der Übernahme des amerikanischen Biopharma-Unternehmens will Shire den Umsatz deutlich steigern. Viropharma peilt in diesem Jahr einen Umsatz zwischen 455 Mio. und 465 Mio. US-$. Bereits im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Amerikaner einen Umsatz von 428 Mio. US-$.

Viropharma stellt wie auch Shire Medikamente gegen seltene Krankheiten her. Das Flaggschiff der Amerikaner ist das Medikament Cinryze.

Cinryze wird zur Behandlung des Hereditären Angioödems, einer seltenen Autoimmun-Erkrankung, benutzt. Seit 2008  ist das Medikament in den USA und seit 2011 in Europa zugelassen. Durch die Übernahme von Viropharma erhofft sich Shire ab 2015 jährliche Synergien in Höhe von 150 Mio. US-$.

Pharma-Unternehmen mit der Spezialisierung auf seltene Krankheiten sind beliebt. In der Nische gibt es wenig Konkurrenz, die Behandlungen sind sehr ertragreich und die Patente der Medikamente laufen lang. Wenn dann auch noch dreistellige Millionenbeträge eingespart werden können, ist eine Übernahme auch zu einem höheren Preis lukrativ.

Pharma-Branche wird auch 2014 hohe Übernahme-Aktivität aufweisen

Der Pharma-Sektor ist derzeit eine der aktivsten Übernahme-Branchen. Allein in der ersten Jahreshälfte hatte der Sektor ein Deal-Volumen von 93,5 Mrd. US $ – 30% mehr als in der ersten Jahreshälfte 2012.

Auch in der zweiten Jahreshälfte fanden bereits etliche Milliarden-Deals statt und es gilt als höchst wahrscheinlich, dass der Pharma-Sektor auch 2014 zu den aktivsten Übernahme-Branchen zählt.

Pharma-Konzerne brauchen stets neue Medikamente, damit ihnen aufgrund von auslaufenden Patenten nicht die Umsätze wegbrechen. Sobald ein Patent ausgelaufen ist, kommen die Generika-Hersteller mit Medikamenten die den gleichen Wirkstoff haben auf den Markt und ziehen große Teile der Kundschaft auf sich.

Denn die Generika kosten immer nur ein Bruchteil dessen, was Kunden für das Original-Medikament zahlen müssen.

Um diesen „Zeitfaktor“ entgegen zu wirken, sind die großen Pharma-Konzerne an vielen Biotechnologie-Unternehmen beteiligt und beobachten die Angebotspalette kleinerer Pharma-Konkurrenten.

Wenn sich in einer Medikamenten-Schmiede der nächste Blockbuster andeutet oder bei einem kleineren Konkurrenten hohes Wachstumspotenzial gesehen wird, wird nicht selten kurzerhand das ganze Unternehmen gekauft.

13. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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