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Nemetschek: Software-Konzern setzt mit Norwegen-Deal noch einen drauf

Mit der Nemetschek-Aktie konnten Sie in den vergangenen Jahren wenig falsch machen – das sagenhafte Kursplus von über 700% auf 5-Jahres-Sicht spricht Bände.

Dabei waren die kräftigen Kursgewinne von der operativen Geschäfts-Entwicklung durchaus untermauert:

Kontinuierlich steigende Umsätze, robuste Gewinnspannen und die internationale Expansion waren der Cocktail für die steigende Beliebtheit der Papiere.

Jetzt hat der Münchener Konzern mit der Übernahme des norwegischen Software-Unternehmens Drofus einen kleinen, aber feinen Schachzug gemacht:

Nemetschek – Europas Marktführer bei Software für Architekten

Nemetschek ist Europas größter Anbieter von Software für Architekten, Ingenieure und den Bau mit mehr als 2,1 Mio. Nutzern in 142 Ländern.

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Software-Lösungen, die in allen Phasen und Bereichen innerhalb der Bauindustrie einsetzbar sind.

Die Palette der Software-Programme reicht von CAD-Lösungen für Architekten und Ingenieure bis zur Bau-Software für die Kostenplanung, für Ausschreibung und Vergabe sowie die Bauausführung.

Drofus – Fokus auf Krankenhaus- und Flughafenbau….

Jetzt haben die Münchener in Norwegen zugeschlagen und die Übernahme des Software-Anbieters Drofus in trockene Tücher gebracht: Drofus hat eine cloudbasierte Kollaborations-Software entwickelt.

Diese wird beispielsweise von Bauherren eingesetzt, um die Anforderungen (z. B. die Anzahl der benötigten Waschbecken in einem Krankenhauszimmer) mit der tatsächlichen Planung zu vergleichen.


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Die Software kommt nicht nur während der Bauphase, sondern auch im Gebäude-Management zum Einsatz.

Die neue Tochtergesellschaft hat ein starkes Standbein im Krankenhaus und Flughafenbau. Der Umsatz basiert auf Abo-Verträgen, die an die Größe des Gebäudes gebunden sind.

Der Umstand, dass es nur wenig Wettbewerber in diesem Geschäftsfeld gibt, deutet auf das geringe Maß an Kollaboration in der Bauindustrie hin, was ausreichend Raum für zukünftiges Wachstum lässt.

…..klein, aber wachstumsstark und hochprofitabel

Auch wenn Drofus mit einem Jahres-Umsatz von zuletzt 4,5 Mio. € noch überschaubar von der Größe war, interessant ist die Firma allemal.

Denn die EBITDA-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag bei immerhin 25% – das jährliche Umsatzplus betrug ebenfalls beeindruckende 40%.

Besonders attraktiv ist, dass die Erlöse auf Grund der Cloud-Struktur wiederkehrend und damit gut planbar sind.

Vor diesem Hintergrund erscheint der Kaufpreis von 24,5 Mio. €, auch in Relation zu vergleichbaren Transaktionen im Cloud-Sektor, durchaus vertretbar.

Da die beiden Firmen schon vor dem Deal zusammengearbeitet haben, ist die Drofus-Lösung gut auf die Marken von Nemetschek abgestimmt.

Die Software der Norweger unterstützt alle Produkte der Münchener – damit sollte durch den Drofus-Zukauf zusätzliches Verkaufs-Potenzial gehoben werden können.

Nemetschek – 80% Marktanteil in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz)

Mit der Akquisition wird sich die Marktposition weiter verbessern. Schon jetzt ist Nemetschek mit einem Marktanteil von 80% im deutschsprachigen Raum Europas absolut führend.

Hohe Wechselkosten in Form neuer Lizenzen und der Aufwand, ein neues Programm zu erlernen, führen zu einer hohen Kundenbindung.

Diese kommt in einer niedrigen Wechselrate von ca. 5% und weniger zum Ausdruck.

Zugleich pumpt das Familien-Unternehmen (54% aller Aktien in den Händen der Familie) mächtig Geld in die hauseigene Entwicklungs-Abteilung; bis zu 20% der Umsätze werden wieder in die Forschung gesteckt.

Solides Wachstum, aber ambitionierte Bewertung

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bemühungen auch in den Zahlen wiederspiegeln.

Zuletzt erzielte Nemetschek bei 285 Mio. € Umsatz einen Gewinn von 35,9 Mio. €. Seit 2010 lag die Gewinnspanne zwischen 11,15 und 14,41% – und damit im hochprofitablen Bereich.

Für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr rechnen die Analysten bei einem Umsatz-Anstieg auf 340 Mio. € mit einem Profit von 49 Mio. €. Weitere Zuwächse werden für die Folgejahre erwartet.

Keine Frage: Bei Nemetschek handelt es sich um eine lehrbuchmäßige Erfolgsgeschichte. Allerdings ist die Aktie nach der sensationellen Entwicklung kein Schnäppchen mehr.

Aktuell wird Nemetschek mit dem 40-Fachen der Gewinne bewertet – kein Wunder also, dass das durchschnittliche Preisziel der Analysten mit 55 € nur leicht über dem aktuellen Kursniveau liegt.

16. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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