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Nestlé Aktie: Der Geheimtipp in der Krise

Die globale Konjunktur ächzt, doch manche Branchen sind davor weitgehend gefeit – allen voran die Nahrungsmittel-Industrie.

Das stellt v. a. der Schweizer Konzern Nestlé immer wieder unter Beweis:

Das 1. Halbjahr verlief besser als erwartet; Nesté konnte schneller wachsen als gedacht – und das trotz des Franken-Schocks im Januar und des Nudel-Skandals in Indien im Frühjahr.

Das organische Wachstum lag für die ersten 6 Monate bei 4,5%. Die operative Marge bewegte sich mit 15% auf dem Niveau des Vorjahres, das Ebit lag bei 6,44 Mrd. Schweizer Franken.

Solides Wachstum auf breiter Front

Besonders positiv: Das Wachstum wurde weder geographisch, noch produktspezifisch beschränkt. Stattdessen legte Nestlé auf breiter Front sowohl in Schwellenländern als auch in etablierten Industrie-Nationen zu.

In den sogenannten Emerging Markets lag das organische Wachstum sogar bei 7,3%. Besonders gut liefen die Bereiche Süßwaren, Nutrition und Heimtiernahrung.

Als solide aufgestellt betrachtet sich daher nicht nur das Unternehmen selbst, wie die Führungsetage im Zuge der Zwischenbilanz bekräftigte. Auch Analysten blicken zuversichtlich in die Zukunft des weltgrößten Nahrungsmittel-Herstellers.


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Sie empfahlen mehrheitlich, die Aktie zu halten oder sprachen Kaufempfehlungen aus. Das Kursziel setzten sie dabei meist zwischen 75 und 80 Schweizer Franken an.

Einige sehen das Papier auch noch deutlich darüber: Experten der Citigroup trauen ihm sogar einen Kurs von 87 Franken zu.

2015-08-24 Nestle

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen lagen die Anteilsscheine im Plus, gerieten aber im allgemeinen Abwärtstrend der vergangenen Tage wieder etwas unter Druck. Zuletzt war die Nestlé-Aktie für knapp unter 70 Schweizer Franken zu haben.

Jahresprognose bestätigt

Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine Prognose bestätigt. Demnach soll weiterhin ein organisches Wachstum von rund 5% erzielt werden, wobei das Management unterm Strich wohl auf etwas bessere Ergebnisse als die bisherigen 4,5% hofft.

Zukunfts-Potenzial sieht man dabei insbesondere im Gesundheits-Bereich „Health Science“. Dort hatte Nestlé zuletzt massiv investiert.

In den konzerneigenen Forschungs-Einrichtungen sollen gesundheitsförderliche Nahrungsmittel entwickelt werden.

Ihnen werden große Chancen – v. a. in westlichen Industrienationen – ausgerechnet, wo entsprechende Ernährungs-Konzepte inzwischen mehr und mehr zu Lifestyles erhoben werden.

Kleinere bis mittlere Schwierigkeiten

Zu kämpfen haben die Schweizer unterdessen mit einigen eher kleineren Baustellen, deren Schäden bislang jedoch als begrenzt wahrgenommen werden.

Dies betrifft zum einen den gerichtlich verordneten Nudel-Stopp in Indien im Zuge vermeintlich zu hoher Bleiwerte in den unter der Marke Maggi vertriebenen Produkten.

Palettenweise mussten die betroffenen Nudeln vernichtet werden, im 1. Halbjahr entstanden Nestlé daraus eigenen Angaben zufolge Kosten in Höhe von etwa 66 Mio. Schweizer Franken.

Auch beim US-Tiefkühl-Geschäft musste das Unternehmen an einigen Stellschrauben drehen, sieht sich aber nun auf einem guten Weg.

Last but not least wird auch China mit leichter Verunsicherung wahrgenommen: Die jüngsten Turbulenzen im Reich der Mitte betreffen schließlich nicht nur die Märkte, sondern auch die generelle Konjunktur-Entwicklung.

Alles in allem jedoch scheint Nestlé trotz mancher Schwierigkeiten gut aufgestellt zu sein.

25. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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