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Nestle: Was der Frankenschock für die Aktie wirklich bedeutet

Die Schweizer Notenbank hat ein Erdbeben durch die globalen Finanzmärkte geschickt mit ihrer Entscheidung Mitte Januar, den Schweizer Franken nicht länger an den Euro zu koppeln.

Seit mehr als drei Jahren galt ein Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro. Die Entscheidung traf die Marktteilnehmer völlig überraschend und führte zu heftigen Währungsschwankungen.

Doch auch Schweizer Unternehmen wurden kalt erwischt. Insbesondere lokal produzierende, exportorientierte Firmen werden unter den Folgen zu leiden haben: Sie werden ihre Ware im Ausland schlechter los aufgrund der anziehenden Preise.

SNB-Beschluss wirbelt Aktienmarkt durcheinander

Besser haben es global agierende Konzerne mit Produktionsstätten in verschiedenen Ländern – und Währungsräumen. Doch selbst ein krisenfester Traditionskonzern wie Nestlé war vor dem gewaltigen Kursrutsch nicht gefeit, der die Schweizer Börse unmittelbar nach der SNB-Entscheidung durcheinanderwirbelte.


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Um mehr als 12 Prozent sackte der Kurs der Nestlé-Aktie in Franken ab. In Euro aber, und das ist die gute Nachricht für alle deutschen Nestlé-Anleger, konnte der Kurs sogar zulegen. Und das nicht zu knapp: Um fast 7 Prozent ging es an den ersten beiden Tagen unmittelbar aufwärts dank der neuen Umrechnungsgrundlage.

2015-01-23 Nestle

Nestlé selbst wird von der Aufhebung der Währungskoppelung vor allem dadurch getroffen, dass die Erlöse, die zu 98 Prozent außerhalb der Schweiz erwirtschaftet werden, für die Berichtlegung in Franken umgerechnet werden.

Analysten senken den Daumen

Aufgrund der zu erwartenden negativen Währungseffekte senkten gleich mehrere Analysten den Daumen. Die Gewinnerwartungen für 2015 und 2016 wurden um rund 15 Prozent nach unten korrigiert, das Kursziel deutlich abgesenkt und manch ein Experte sprach gar eine Verkaufsempfehlung für die Nestlé-Aktie aus.

Auch die Dividende könnte sich angesichts der veränderten Rahmenbedingungen anders entwickeln als gedacht. Insofern ist man nicht ohne Grund ein wenig besorgt bei Nestlé.

Allerdings gilt der Nahrungsmittelkonzern als solides Investment, vor allem langfristig betrachtet. Seit 2009 herrscht ein ungebrochener Aufwärtstrend, der bislang nicht abzureißen scheint. Ganz im Gegenteil: Kursrücksetzer werden eher zum günstigen Einstieg genutzt, da an Nestlé mit seinem starken Markenportfolio erst einmal kaum ein Weg vorbei führt.

Am 19. Februar weiß man mehr

Der Konzern ist stark aufgestellt. Wie stark genau, darüber wird die Bilanzpräsentation am 19. Februar Auskunft geben. Dann wird das Jahr 2014 abgerechnet. Der Blick in die Bücher schafft dann wiederum eine verlässlichere Analysegrundlage.

Aktuell lassen sich kaum fundierte Einschätzungen treffen angesichts der neuen Unwägbarkeiten. Zu frisch sitzt der Schock noch im Chart, als dass sich mittel- und langfristige Folgen bereits abschätzen ließen.

Dennoch dürfte Nestlé auch diese nicht selbst verschuldete Krise meistern. Und als Euro-Anleger sind Sie dabei ohnehin in einer vergleichsweise bequemen Position.

23. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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