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Netflix-Aktie steigt und steigt und steigt

Es gibt immer wieder Aktien, deren Performance an die Geschichte von Phoenix aus der Asche erinnern. Netflix gehört dazu. Wie aus dem Nichts – im Herbst 2013 war die Aktie nicht einmal 60 US-$ wert – stieg der Kurs in scheinbar astronomische Höhen.

Inzwischen ist das Papier über 600 US-$ wert. Aber das könnte noch nicht das Ende der Aufwärtsbewegung gewesen sein …

Erfolgreicher US-Videoanbieter

Nicht allen Lesern dürfte das Unternehmen bekannt sein: Netflix, Inc. ist ein US-amerikanischer Videoanbieter, der seinen Kunden einen Internet-Aboservice anbietet, über den unbegrenzt Fernsehsendungen und Filme online gestreamt (also per Internet auf dem TV-Gerät oder Smartphone etc. gezeigt) werden können.

Mit seinem Portfolio an TV-Serien und Filmen gehört er zu den weltweit führenden Anbietern auf diesem Gebiet. Gerade die Netflix-Serie „House of Cards“ erfreut sich weltweit größter Beliebtheit. Netflix verfügt über 62 Mio. Nutzer, die täglich mehr als 100 Mio. Stunden Inhalte des Konzerns streamen. Sehr eindrucksvoll, finde ich.

Netflix beteiligt sich nicht an der Infrastruktur der Telefonnetze

Jüngst konnte der Anbieter mit seinen Zahlen und seinem Ausblick überraschen und unterstrich damit die hervorragende Positionierung, die vor allem die Zukunftsfähigkeit unterstreicht. Diese Zahlen sind aber in den jetzigen Kursen eingepreist.


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Etwas anderes wirkt sich derzeit positiv auf die Stimmung auf dem Parkett aus: Es gibt ein klares Statement gegenüber den Gerüchten, wonach der Video-Dienst Forderungen der Telekom-Konzerne nach einer Beteiligung an den Infrastruktur-Kosten nachkommen muss.

Hier gab es die Kritik, dass Netflix mit seinem Produkt die Infrastruktur der Telekommunikationsunternehmen nutzt, ohne an dessen Aufbau mitzuwirken.

Netflix erteilte diesen Überlegungen eine klare Absage und betont, dass die Kunden, die Netflix nutzen, auch teurere Verträge mit höherer Internet-Geschwindigkeit unterzeichnen. Damit sei der gewünschte Ausgleich geschaffen. Für die Aktionäre heißt dies, dass es von dieser Seite mittelfristig keine Sonderaufwendungen geben wird.

Expansion nach China?

Dafür gibt es eine weitere Nachricht, die aufhorchen lässt: Netflix will nach China expandieren. So gebe es – Medienberichten zufolge – mit der Firma Wasu Media, an der unter anderem Alibaba-Chef Jack Ma beteiligt sei, Verhandlungen.

Um im milliardenschweren, aber strikt staatlich regulierten chinesischen Videomarkt mitmischen zu können, braucht Netflix jedoch entsprechende Lizenzen. Die könnten über eine Partnerschaft mit Wasu besorgt werden. Welche Dimensionen dieser Deal haben könnte, ist schnell auszumachen.

Aktie weiter chancenreich, aber aufgrund hoher Bewertung sehr spekulativ

Für Netflix spricht der langfristige Trend: Experten zufolge werden Video-Dienste aus dem Internet in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren klassisches lineares Fernsehen verdrängen. Der Vergleich zum Festnetz-Telefonieren zwängt sich da förmlich auf:

Festnetz-Geräte sind – auch das konnte man sich vor 20 Jahren kaum vorstellen – auf dem Rückzug. Inzwischen gibt es in Deutschland mehr Mobiltelefone als Festnetzanschlüsse. Und konnten Sie sich vorstellen, dass das Fax einmal komplett verschwinden wird und durch E-Mails ersetzt werden kann?

Für das Internetfernsehen spricht zudem die Qualität: So können beispielsweise nur über Internet Sportveranstaltungen mit schärferen Ultra-HD-Bildern empfangen werden.

Für die Zukunft ist ebenfalls geplant: In diesem Jahr investiert Netflix 3 Mrd. US-$ – zu einem großen Teil geliehenes Geld – in die Produktion eigener Filme und TV-Serien. Dabei wird eine breite Streuung vorgenommen – das Risiko des Scheiterns ist also gering.

Netflix ist für diese Zukunft also bestens gerüstet. Dies hat allerdings seinen Preis: Die Bewertung ist mit einem KGV von knapp 400 für dieses Jahr bzw. rund 170 für 2016 extrem ambitioniert.

Nur wenn Netflix die Wachstumsfantasie der Anleger weiter hoch halten kann, sind weitere Kursgewinne drin. Die Netflix-Aktie ist also nur für spekulativ orientierte Anleger geeignet.

18. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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