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Netflix-Aktie: Videoverleiher geht nach starken Nutzerzahlen durch die Decke

Die Wachstumsstory des US-Konzerns Netflix ist wirklich beeindruckend. Vor 18 Jahren startete das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern und einem Sortiment von 925 Filmen als Online-DVD-Verleih. Das Besondere: es fielen keine Gebühren die für verspätete Rückgabe der Filme an. Später wurde eine Flatrate-Gebühr eingeführt.

Der Börsengang erfolgte 2002 zu einem Ausgabepreis von 15 US-Dollar. Der erste Gewinn wurde 2003 erzielt. Mittlerweile können Kunden nicht nur die Filme per Post erhalten, sondern auch via Online-Streaming ansehen.

Um dieses Geschäftsmodell auszubauen, erwarb Netflix im August 2010 für etwa eine Mrd. US-Dollar die Rechte am Onlinevertrieb von Filmen der Filmstudios Paramount Pictures, Lions Gate Entertainment und Metro-Goldwyn-Mayer.

Seit 2011 bietet Netflix für seine Kunden auch Eigenproduktionen an. Mit der vielfach prämierten Serie House Of Cards startete Netflix erfolgreich das neue Geschäftsfeld.

Mittlerweile steht die Aktie bei 500 USD (+3.233% seit dem Börsengang). Damit ist Netflix an der Börse über 28 Mrd. US-Dollar wert. Was sind die Treiber des Geschäfts? Ist die hohe Bewertung gerechtfertigt?


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Kundenwachstum deutlich über den Erwartungen

Die Analysten gingen von 4 Mio. Neukunden im ersten Quartal aus. Geworden sind es allerdings 4,88 Mio. zusätzliche Nutzer. Damit hat der größte Video-Anbieter der USA weltweit 62 Mio. Kunden (Vorjahresquartal 46,1 Mio.).

Insbesondere die internationale Expansion hat hierzu positiv beigetragen. Denn in den USA ist auf Grund der Marktstellung hohes Wachstum nur noch schwer möglich.

Starker Dollar sorgt für Gegenwind

Grundsätzlich ist die Internationalisierung positiv. Mittlerweile kann man Netflix in fast 50 Ländern nutzen. Im ersten Quartal erfolgte die Ausdehnung nach Australien und Neuseeland. Japan soll im Jahresverlauf folgen.

Die starke Währung führte allerdings beim Umtausch zu hohen Belastungen. Insgesamt standen 48 Mio. US-Dollar an Währungsverlusten auf der Uhr. Zusammen mit den hohen Kosten für die Auslandsexpansion summierten sich die Verluste in der internationalen Sparte auf 65 Mio. US-Dollar.

Konkurrenz nimmt spürbar zu

Netflix ist zwar mit Abstand Marktführer, wird aber derzeit von zwei Seiten in die Zange genommen. Zum einen drängen immer mehr Online-Video-Anbieter auf den Markt. Zum anderen gehen die TV-Kabelanbieter auf Konfrontationskurs.

So kündigte der Pay-TV-Riese HBO kürzlich die Einführung eines vom teuren Kabel-TV unabhängigen Angebots an.

Hohe Bewertung reflektiert hohe Erwartungserhaltung der Anleger

Netlix hat mit ohne Frage eine beeindruckendes Wachstum hingelegt. Aber Anleger sollten neben der Euphorie um ein Geschäftsmodell auch immer die Bewertung eines Unternehmens im Auge behalten.

Im letzten Quartal stiegen die Umsätze von Netflix um 24% auf 1,57 Mrd. US-Dollar. Unterm Strich stand allerdings auf Grund der hohen Ausgaben für die Expansion ein Gewinneinbruch um mehr als 50% auf 23,7 Mio. US-Dollar auf dem Programm.

Auch wenn man für dieses Jahr einen Umsatzanstieg um 25% annimmt, so wird der Konzern immer noch mit dem 4-Fachen seiner erwarteten Umsätze bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2016 liegt bei über 90.

Bei diesem Bewertungsniveau ist klar, dass Netflix unter Druck ist, die Erwartungen der Analysten in den nächsten Quartalen ordentlich zu übertreffen. Denn die Anfälligkeit für eine Korrektur ist nach der jüngsten Kursrally deutlich gestiegen.

17. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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