Neue Quartalsberichte von BMW und Toyota – wie es weitergeht…
Die konjunkturelle Entwicklung der nächsten Monaten steht auf der Kippe.
Dies geht aus den Zahlen der Wirtschaftsforschungsinstitute hervor. Zudem:
Bislang sind die Berichte aus den Unternehmen über den Verlauf des zweiten Quartals sowie die Aussichten auf den Verlauf des zweiten Halbjahrs teilweise düsterer als erhofft. Jetzt melden weitere Autobauer, die entscheidende Hinweise für den Verlauf sowie die Entwicklung an den Börsen geben werden.
BMW und Toyota: unterschiedliches Einstiegsniveau
Dabei werden jetzt BMW und Toyota interessant. Die Münchner Autobauer und der japanische Hersteller berichten in diesen Tagen. Mittwochvormittag ist das Münchner Unternehmen dran, am Freitag berichtet dann Toyota. Die Ausgangspositionen und damit das Erwartungspotenzial sind unterschiedlich.
BMW hatte zum ersten Quartal beste Zahlen präsentiert und weist damit ein Problem auf. Welche Steigerung sollte nach dem "besten Quartal der Unternehmensgeschichte" noch zu erwarten sein (Bezogen auf das erste Quartal eines jeden Jahres)?
Auf der anderen Seite hatte Toyota im Vorjahr schwach abgeschnitten. Verantwortlich waren die Überschwemmungen aus Thailand im vergangenen Jahr sowie das Erdbeben aus dem März. Das bedeutet, die Vergleichszahlen zu 2011, die in der Regel herangezogen werden, sind weit unten.
- Die Steigerungsraten bei Toyota gegenüber dem Vorjahr dürften demnach sehr hoch sein. Das verspricht immerhin gute Stimmung unter Analysten und Investoren. Die Ausgangsbasis wird antizyklisch durch das gute Ergebnis im ersten Halbjahr belastet.
- Da hatte Toyota mit 4,97 Millionen Fahrzeugen soviel ausgeliefert, wie weltweit kein Konkurrent. Jetzt will Toyota diese Position noch stärken und plant eine Kooperation mit BMW. Zurück zum Autobauer aus München:
- BMW möchte zusammen mit Toyota "bessere Autos" bauen, wie es schlicht heißt. Prunkstück der Zusammenarbeit ist ein Elektrosportwagen. Dieser soll 2020 an den Markt kommen. Auch BMW selbst will sich weiterentwicklen und dürfte dies präsentieren.
- So sollen die Bereiche Versorgung, Service und Bequemlichkeit bessere Konzepte erhalten, die umweltverträglicher werden. Damit dürfte sich der Münchner Konzern neue Käuferschichten erschließen, die ebenfalls sportlich vorankommen möchten.
- Schlußendlich wird auch das Thema Entwicklungskosten den Quartalsbericht prägen. Denn zusammen mit Toyota sollen hier die berühmten Synergieeffekte der Zusammenarbeit sich niederschlagen. Die Japaner sind im Bereich "Brennstoffzelle" führend. Das heißt:
- Das Zukunftsthema schlechthin hat auch bei BMW langfristig beste Aussichten. Die Zahlen zum zweiten Quartal werden kurzfristig den Börsenkurs beeinflussen, langfristig sehen wir vergleichsweise gute Aussichten.
GeVestor meint: Die Kooperation der beiden jetzt berichtenden Unternehmen BMW und Toyota ist eine positive Nachricht. Vor allem BMW ist aus unserer Sicht eine renditestarke Alternative bei den Autobauern. Das KGV wird sich am Mittwoch neu erreichen, jedoch bei weniger als 10 bleiben.



