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Neue Studie: Schuldentilgung durch Inflation fraglich

Eine Inflation scheint unausweichlich, um die enormen Schuldenberge abzutragen, die die Staaten angehäuft haben.

Aber hilft sie wirklich?

Schuldenhilfe Inflation? Ein Vorurteil!

Nein, besagt eine neue Untersuchung der Großbank Unicredit, die jüngst veröffentlicht wurde. Die Inflation würde die Schuldenkrise noch verschärfen, lautet der Tenor. Das steht in krassem Gegensatz zur Forderung namhafter Ökonomen, endlich mehr Inflation zuzulassen, um das Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. Die Theorie ist einfach: Entwertet man das Geld, dann sind auch die Schulden weniger wert.


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Jeder verschuldete Staat kann sie vollständig zurückzahlen. Zugleich aber nimmt er in Kauf, dass dieses Geld nicht mehr die gleiche Kaufkraft hat, wie zu der Zeit, in der die Schulden aufgenommen wurden. Sieger einer Inflation sind also gerade die Staaten, Unternehmen und Privatpersonen, die Schulden haben.

Verlierer sind zunächst die Sparer, also die die ein großes Geldvermögen aufgebaut haben. Darüber hinaus aber auch die Bezieher fester Einkommen wie Rentner, deren Rentenhöhe die Entwicklung der Inflationsrate nicht nachvollzieht. Diesem klassischen Erklärungsmodell widerspricht der Unicredit-Bericht. Die Argumentation ist durchaus nachvollziehbar.

Während einer Inflation will kein Investor mehr einem Staat oder einem Unternehmen Geld leihen. Auch die Kreditvergabe wird restriktiver gehandhabt, wenn der Rückzahlung die unmittelbare Entwertung droht.

Das einzige Mittel, um diesem Problem zu entkommen, sind höhere Zinsen. Wer neue Schulden aufnehmen möchte – allen voran die Staaten, die mit ihrem Geld nicht auskommen – muss den Investoren auch höhere Zinsen bieten. Nur dann sind diese überhaupt bereit, noch Staatsanleihen zu kaufen.

Die höheren Zinsen aber bedeuten eine Verschärfung des Schuldenproblems, argumentiert die Unicredit. Durch den Zinseszinseffekt häufen sich dann erst recht neue Schulden an. Man muss es den Ökonomen der italienischen Großbank lassen: An dieser Argumentation könnte was dran sein.

Eine Inflation zur Behebung des Schuldenproblems könnte also nur gelingen, wenn gleichzeitig das Zinsniveau nicht über die Maßen ansteigt. Das aber heißt, dass die Staaten sich bei der Neuverschuldung bremsen müssten. Man darf gespannt sein, ob ihnen das gelingt.

4. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".

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