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Neuemissionen 2011: Diese zwei Firmen bereiten Börsengang vor

Liebe Leser,

die positive Stimmung an den Börsen lockt auch wieder neue Unternehmen an. Seit der Finanzkrise war der Markt für Neuemissionen in Deutschland fast völlig zusammengebrochen. Selbst im vergangenen Jahr gab es nur wenige neue börsennotierte Unternehmen. Doch schon in den ersten Wochen des Jahres 2011 kommt Bewegung in den Markt.

In diesen Tagen sind in Deutschland gleich zwei Börsengänge in Vorbereitung. Im Einzelnen sind das der Fahrradhersteller Derby Cycle und das IT-Unternehmen RIB Software. Beide Firmen werde ich Ihnen in der aktuellen Ausgabe etwas genauer vorstellen.

Neuemissionen werden immer interessanter

Grundsätzlich tut sich auch auf den internationalen Märkten sehr viel beim Thema Neuemissionen. So hat gestern das US-Unternehmen LinkedIn einen Börsengang angekündigt.

Das weltweit größte berufliche Online-Netzwerk hat nun erst einmal einen Prospekt vorgelegt, mit dem bei Investoren geworben werden soll. In Deutschland konkurriert LinkedIn mit Xing. Dieses Unternehmen ist schon seit 2006 an der Börse notiert.

Das Geschäft der Onlinenetzwerke wächst rasant, so dass nun auch der Börsengang von LinkedIn sinnvoll ist. Immerhin verfügt das US-Unternehmen schon jetzt über mehr als 85 Millionen Mitglieder. Sobald weitere Infos zum Börsengang vorliegen, werde ich Sie darüber hier im Privatfinanz-Letter informieren.

Auch deutsche Anleger nutzen die Chance

Doch zurück nach Deutschland. Hier sind die Börsenpläne der beiden Kandidaten schon sehr viel konkreter. Bei Derby Cycle ist die Erstnotiz für den 4. Februar, also kommenden Freitag geplant. Aktuell läuft die Zeichnungsfrist mit einer Bookbuilding-Spanne von 11,50 bis 15,50 Euro. Aus einer Kapitalerhöhung können 1,5 Mio. Aktien gezeichnet werden.


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Somit würde dem Unternehmen aus dem Börsengang frisches Kapital in Höhe von rund 20 Mio. Euro zufließen, wenn die Aktie in der Mitte der Spanne am Markt platziert werden können.

Mit diesem Kapital will Derby Cycle das Wachstum weiter vorantreiben. Im Mittelpunkt steht dabei die Internationalisierung des Geschäfts und auch der Ausbau der schon guten Marktstellung bei Elektrofahrrädern. Vorstandschef Mathias Seidler sagt zu den Börsenplänen: „Mit dem Fokus auf den Fachhandel konnten wir uns am Umsatz gemessen zum Marktführer in Deutschland entwickeln.

Wir haben unseren Umsatz in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt und sind profitabel. Zudem verkaufen sich unsere Räder schon in über 40 Ländern.“ Zu den Marken des Unternehmens gehören im sportlichen Segment Focus und Univega und bei den Komfort-Rädern Kalkhoff, Raleigh und Rixe.

Laut Angaben des Unternehmens ist Derby Cycle im noch neuen Segment der Elektrofahrräder mit einem Marktanteil von rund 20% der Marktführer.

Hier ergeben sich auch noch sehr große Wachstumspotenziale. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 173 Mio. Euro und das war das bislang beste Ergebnis. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf rund 12 Mio. Euro und das bei einer EBIT-Marge von 7%.

Auch für dieses Jahr deutet sich eine weitere Steigerung an, denn die Bestellungen lagen zum Stichtag 30. September 2010 um mehr als 35% über dem Wert des Vorjahres. Interessant ist auch die hohe Eigenkapitalquote von 45%. Mit Derby Cycle geht ein solides Wachstumsunternehmen an die Börse.

Beim IT-Wert RIB Software werden knapp 10 Mio. neue Aktien angeboten. Hier liegt die Preisspanne zwischen 8,88 und 11,88 Euro. Bei einem mittleren Zuteilungspreis ergäbe sich hier ein Emissionserlös von mehr als 90 Mio. Euro.

Den will das Unternehmen auch in die Internationalisierung  des Geschäfts investieren. RIB Software ist mit integrierten Projektmanagement-Softwarelösungen auf den Bausektor fokussiert.

Hier bietet das Unternehmen komplette Lösungen für das digitale Bauen an. Darin eingeschlossen sind die verschiedenen Prozesse von der virtuellen Planung, der Kombination von Zeit- und Kostenkontrollen bis hin zur Simulation von Produktions- und Betriebsprozessen.

Zum Stichtag 30. September lag der Neun-Monats-Umsatz bei 25,78 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis betrug 5,85 Mio. Euro und lag damit um knapp 5% über dem Vorjahreswert.

Nun liegen bei den beiden Börsenkandidaten die Fakten auf dem Tisch. Jetzt wird es in den nächsten Tagen spannend, ob auch die Investoren von den Perspektiven der beiden Unternehmen überzeugt werden können und dann ein reibungsloser Start an der Börse gelingt.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Heiko Böhmer

Chefredakteur „Privatfinanz-Letter“

28. Januar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.