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Neues Gesetz soll Kleinanleger besser schützen

Ein Beitrag von Sascha Mohaupt

Liebe Leser,

während alle Augen auf Griechenland gerichtet waren, gingen die Anfang Juli hierzulande eingeführten neuen Regelungen zum besseren Schutz für Kleinanleger weitgehend unter. Im Folgenden möchte ich Ihnen die wichtigsten Eckpunkte zum neuen Kleinanlegerschutzgesetz vorstellen:

„Grauer Kapitalmarkt“ bekommt endlich verbindliche Regelungen  

Die bereits Ende 2014 beschlossenen Regelungen sollen Anleger im sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ besser schützen. Der Begriff „grauer Kapitalmarkt“ umfasst sämtliche Anlageprodukte, die von Unternehmen angeboten werden, die keiner Kontrolle des Gesetzgebers unterliegen.


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Manchmal handelt es sich dabei um unseriöse Angebote, aber dies trifft längst nicht auf alle zu. Auch einige angesehene Unternehmen verkaufen beispielsweise ihre Anleihen nicht über die Börse (dann wären sie gesetzlich geregelt), sondern direkt an die Anleger.

Der Hauptkritikpunkt an den „grauen“ Finanzprodukten war, dass Außenstehende das Risiko oftmals kaum beurteilen konnten. Dadurch haben viele Anleger in der Vergangenheit hohe Geldsummen verloren. Ein bekanntes Beispiel ist etwa die Insolvenz des Windkraftanlagenbetreibers Prokon, der an über 75.000 Anleger Zinspapiere ausgegeben hatte.

Mit den neuen Regeln versucht der Gesetzgeber endlich etwas dagegen zu unternehmen.

BaFin bekommt mehr Handlungsspielraum

Dafür wird die Kontrollbehörde gestärkt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wusste schon vor der spektakulären Pleite von Prokon von der Schieflage des Unternehmens. Die Gesetzeslage machte ein Eingreifen damals jedoch unmöglich.

Das ist jetzt anders: Nun erhält die BaFin das Recht gegen unseriöse Anbieter vorzugehen. Sie kann auch öffentlich vor deren Finanzprodukten warnen oder bestimmte Praktiken verbieten. Ein absolut überfälliger Schritt.

Anbieter müssen Risiken offenlegen

Wie im Geschäft mit Wertpapieren müssen in Zukunft die Anbieter von „grauen“ Finanzprodukten in ihren Prospekten auf die Risiken der Anlage hinweisen. Zudem müssen sie diesbezügliche Warnhinweise in ihre Werbung integrieren.

Ein Schritt in die richtige Richtung, leider nicht mehr

Meine Meinung dazu: Grundsätzlich begrüße ich eine Verbesserung des (unzureichenden) Kleinanlegerschutzes in Deutschland. Das abschreckende Beispiel des Windkraftanlagenbauers Prokon, bei dessen Insolvenz im vergangenen Jahr über 75.000 Anleger den Großteil ihrer Anlagegelder verloren haben, scheint die Politik endlich wach gerüttelt zu haben.

Allerdings bezweifle ich, dass die neuen Regelungen weit genug gehen. Findige Anbieter unseriöser Finanzprodukte werden sicherlich die Lücken im neuen Regelwerk für sich ausnutzen. Bleibt zu hoffen, dass die Politik dann nochmals nachbessert und die Hintertürchen schließt.

Wünschenswert wäre aus meiner Sicht auch eine vorgeschriebene unabhängige Risikobewertung solcher Finanzprodukte.

Beispielsweise haben Privatanleger bei geschlossenen Fonds keine Chance, die Risiken vernünftig einzuschätzen und müssen sich auf einen Berater oder Vermittler verlassen, der bei einem Abschluss kräftig an ihnen verdient. Etwas mehr Transparenz bei den Provisionen wäre sicherlich auch hilfreich, da es die Motivation der Vermittler offen legt.

7. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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