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Nike läuft allen davon: Die Neuigkeiten

Sport ist mehr als Freizeitbeschäftigung.

Sport ermöglicht es, Herausforderungen zu meistern, über sich hinauszuwachsen. Er macht Spaß, hält den Menschen fit und gesund. Sport bringt Menschen zusammen und symbolisiert Toleranz und Fairness.

In der heutigen Welt steht der Sport daher nicht nur für einen wesentlichen Teil unserer Freizeitbeschäftigungen, sondern hat zudem auch eine bedeutende gesellschaftliche und kommerzielle Bedeutung erlangt.

Die Siegesgöttin lächelt

Mittendrin in dieser Welt des Sports steht Nike mit maßgeschneiderten Sportartikeln sowie dem weltweiten Sponsoring von Spitzensportlern und Sportevents wie der Fußballweltmeisterschaft und der Olympiade.


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„Nike“ steht für funktional hochwertige und modische Sportartikel und verkörpert zugleich die Werte des Sports – für die Marketingstrategen von Nike eine Steilvorlage. Der Name „Nike“ leitet sich aus der griechischen Mythologie ab und bezeichnet die Göttin des Sieges. Mit Spitzensportlern verkauft Nike nicht nur Sportschuhe und Bekleidung, sondern vor allem ein Lebensgefühl.

Fußball als Zugpferd

Wie entscheidend der Fußball für Nike abseits der Umsätze mit Laufschuhen und Basketballausrüstung ist, zeigt die Tatsache, dass die Marke Nike erst seit Anfang der 2000er Jahre, als der Konzern damit begann, sich ernsthaft um das Fußball-Geschäft zu kümmern, ein kosmopolitisches Image ausstrahlt. Nike hat einige Jahre lang versucht, eine wirklich internationale Marke zu werden.

Das ist erst gelungen, als sich Nike voll und ganz entschlossen hat, eine Fußball-Marke zu werden. Dann ging das internationale Geschäft los. 2014 bliesen die Amerikaner zur Attacke, indem sie 10 Nationen für die Fußball WM in Brasilien ausgerüstet haben:

Australien, Brasilien, England, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Niederlande, Portugal, Südkorea und USA. Adidas und Puma hatten nur jeweils 8 Teams unter den weltweit besten Fußballnationen unter Vertrag. Alleine den Sponsorenvertrag mit dem 5-fachen Weltmeister Brasilien hat sich Nike angeblich 40 Mio. $ kosten lassen.

2015 war bisher ein fantastisches Jahr für Nike

Mit den Zahlen zum 2. Quartal hat Nike Stärke bewiesen und dank guter Geschäfte im Heimatmarkt dem Druck durch den starken Dollar getrotzt. Der Gewinn stieg um ein Fünftel auf 785 Mio. $. Der Umsatz legte um 4% auf 7,69 Mrd. $ zu. Nike profitierte besonders vom reißenden Absatz von Basketballschuhen und übertraf das neunte Quartal in Folge die Gewinnerwartungen.

Vor allem für Schuhe der Marken Jordan, LeBron und Kobe griffen die Amerikaner tief in die Tasche. Neben den teuren Modellen, trieb auch das lukrative Geschäft in den eigenen Nike-Läden und im Internet die Gewinne nach oben. Der Online-Umsatz legte um beachtliche 49% zu.

Auch der Verkauf von Laufschuhen entwickelte sich positiv. Nikes Mitbegründer Phil Knight zieht sich 2016 aus dem Verwaltungsrat zurück. Der Nachfolger steht bereits fest. Vorstandschef Mark Parker soll mehr Macht bekommen – damit würde der Wunschkandidat Knights nachrücken.

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Als weltweit führender Anbieter von Sportartikeln erfüllt Nike 7 von 8 allgemeinen Qualitätskriterien. Mit der Marke „Nike“ hat das Unternehmen eine differenzierte Stellung im Wettbewerb und kann dadurch höhere Preise verlangen. Sportartikel sind zwar keine dringend benötigten Produkte. Auf der anderen Seite sind sie aber auch nicht mehr wegzudenken.

Fazit

Mit einer Eigenkapitalquote von 59% und 3,85 Mrd. $ Cash ist Nike finanziell hervorragend aufgestellt. Aufgrund des niedrigen Investitionsbedarfs generiert Nike hohe Zahlungsmittelüberschüsse, die in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an die Aktionäre zurückfließen.

Derzeit ergeben alle unserer Bewertungsmodelle ein Kaufsignal. Bei einem langfristig erzielten Gewinnwachstum von über 15% jährlich und einer Eigenkapitalrendite von mehr als 25% verspricht die Aktie Kursrenditen von 20 bis 22% jährlich.

29. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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