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Nike zunehmend unter Konkurrenzdruck

Die Fußball-Europameisterschaft steuert an diesem Wochenende aufs Finale zu.

Damit geht ein milliardenschweres Event zu Ende, an dem nicht nur Spieler, Funktionäre und Verbände kräftig mitverdienen, sondern von dem sich auch Ausstatter und Sponsoren einen Schub in Sachen Marketing erhoffen.

Für Puma geriet die EM diesbezüglich zeitweise zum Debakel, als bei der von den Herzogenaurachern ausgestatteten Schweizer Nationalmannschaft während eines Vorrundenspiels gleich 7 Trikots im Spielverlauf rissen.

Sportliche Fragen rückten an jenem Abend in den Hintergrund, stattdessen wurde über die Textil-Qualität gesprochen.

Ein solcher Fauxpas blieb den Marktführern Nike und Adidas im Turnierverlauf erspart. Beide Sportartikel-Hersteller fungieren als Ausstatter diverser Nationalteams.

Im Halbfinale begegneten sich die Konkurrenten auf Augenhöhe: Jeweils 2 Teams wurden von den Amerikanern bzw. den Deutschen ausgestattet.

Das Finale am Sonntag zwischen Portugal und Frankreich wird nach dem Ausscheiden der deutschen Elf jedoch eine reine Nike-Veranstaltung.


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Konkurrenz feiert Erfolge

Doch selbstverständlich geht es bei beiden Weltkonzernen um viel mehr als nur um Fußball.

Der in Europa so gefeierte Sport spielt in den USA bekanntlich kaum eine Rolle; dort dominieren Baseball, American Football oder Basketball das öffentliche Sportinteresse. Auch das Golfen erfreut sich spätestens seit Tiger Woods einer gewissen Beliebtheit.

Der US-Konzern Nike ist nach wie vor die unangefochtene Nr. 1 unter den Sportartikel-Herstellern – doch der Wind wird allmählich rauer, die Konkurrenz stärker:

Adidas hat seine Marketing-Aktivitäten am US-Markt zuletzt deutlich erhöht – und das mit einigem Erfolg. Auch der kleinere Wettbewerber Under Armour wird für Nike zunehmend zum Ärgernis.

Starker Dollar – schwache Bilanz

Vor wenigen Tagen präsentierte der Branchen-Primus seine Bilanz zum 4. Geschäfts-Quartal, das Ende Mai ausklang:

Demnach konnte Nike zwar seinen Umsatz um knapp 6% auf rund 8,2 Mrd. US-Dollar steigern, verfehlte damit aber die Markterwartungen. Zudem rutschte der Netto-Gewinn um 2% auf 846 Mio. Dollar ab.

Die Aufträge für den Zeitraum Juni bis November legten ebenfalls nicht so stark zu wie erhofft, was Anleger als Wachstums-Dämpfer werteten; sie stießen die Nike Aktie im Zuge der Quartals-Zahlen massenhaft ab.

Das schwache Ergebnis lässt sich nicht nur auf die Erfolge der Konkurrenten zurückführen, sondern auch auf ungünstige Wechselkurse aus Sicht der Amerikaner

Der US-Dollar ist stark wie schon lange nicht mehr, das drückt die Gewinne, die außerhalb des Dollar-Raums erzielt werden, und sorgt zugleich für höhere Kosten. Die zunehmende Verunsicherung in Folge des Brexit-Votums drückt zusätzlich auf die Stimmung.

Nike-Aktie im Sinkflug

Dennoch gibt man sich bei Nike optimistisch. Die Umsatz-Prognose für das neu begonnene Geschäftsjahr, das bis Ende Mai 2017 läuft, wurde bestätigt. Demnach sollen die Erlöse im hohen 1-stelligen Prozentbereich zulegen.

Aus Sicht der Anleger ist das ein eher schwacher Trost: Seit Jahresbeginn hat die Nike Aktie rund 15% an Wert eingebüßt, während Anteilsscheine von Adidas sich im gleichen Zeitraum um etwa 40% verteuert haben.

Doch Analysten bleiben zuversichtlich und empfehlen die Nike Aktie weiterhin mit großer Mehrheit zum Kauf.

Die Kursziele bewegten sich dabei zuletzt jedoch in einem relativ eng abgesteckten Rahmen zwischen 62 Dollar (Brean Capital) und 69 Dollar (Telsey Advisory Group). Zuletzt war das Papier für knapp 56 Dollar oder 50 € zu haben.

Für Nike steht zudem das nächste prestigeträchtige Event bereits vor der Tür: Nach der Fußball-Europameisterschaft starten die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro.

2016-07-08 Nike

9. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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