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Nokia plant Fusion mit Alcatel Lucent: Markt hat klare Meinung, wer profitiert

Lange Zeit machte das Gerücht die Runde, dass der finnische Telekom-Ausrüster Nokia Interesse am Drahtlos-Geschäft der französischen Alcatel Lucent besitzt – jetzt zeigt sich, dass die Finnen sogar noch mehr wollen.

Der einstige Mobilfunk-Riese teilte heute mit, dass man sich mit Alcatel Lucent in Fusionsverhandlungen befinde. Der Ausgang der Verhandlungen ist zwar noch offen, doch der Aktienmarkt rechnet offenbar mit einer zeitnahen Deal-Ankündigung.Wer dabei der größere Profiteur ist, steht auch schon fest.

Alcatel-Lucent-Aktie legt zweistellig zu

Nach Bekanntgabe der Fusionspläne stiegen Alcatel-Lucent-Aktien in einem schwächeren Marktumfeld um 16% auf 4,50 Euro. Kaum zu glauben, dass das Papier im Herbst des Vorjahres noch zu 1,78 Euro zu haben war. Wer da mutig genug war und in den angeschlagenen Telekom-Ausrüster investierte, konnte heute 150% Gewinn einstreichen.

Wer im Frühjahr 2013 einstieg, konnte heute sogar 300% Gewinn einfahren. Sie haben keine Alcatel-Lucent-Aktie? – Vollkommen verständlich! Das Unternehmen hat über Jahre hinweg keine Gewinne geschrieben und ist erst im Vorjahr eine Turnaround-Story geworden. Ein Sanierungsfall der sich in kaum einem Portfolio deutscher Privatanleger befindet.


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Nokia macht Alcatel Lucent richtig stark

Einige Analysten meinen, dass Alcatel Lucent alleine zu klein ist, um dem Wettbewerbsdruck langfristig bestehen zu können. Für Alcatel-Lucent geht es also um sehr viel. Es ist die Chance für die Franzosen, nach einer langen Durststrecke wieder auf stabilen Füssen zu stehen.

Dafür notwendig ist ein Zusammenschluss mit dem finnischen Konkurrenten. Ausgerechnet Nokia, selbst nach dem goldenen Mobilfunk-Zeitalter in eine tiefe Krise gerutscht, soll jetzt den Franzosen zeigen, wie es im Ausrüstungsgeschäft schneller voran gehen kann.

Das riecht nach Vorbehalten – besonders wenn es im Zuge der Fusion um Entlassungen gehen wird. Bei ausländischen Bietern ist man in Frankreich vorsichtig und Alcatel Lucent gehört zu den französischen Traditionsunternehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass ein wirtschaftlich sinnvoller Zusammenschluss nicht politisiert wird und dann aufgrund „nationaler Interessen“ scheitert.

Alcatel Lucent und die Politik sollten einsehen, dass Nokia im Geschäft der Telekom-Ausrüster besser positioniert ist und sich auch gegenüber der Konkurrenz von Ericsson, ZTE und Huawei besser geschlagen hat. Alcatel Lucent ist eine Turnarround-Story, die noch nicht gefestigt ist.

Jüngste Ergebnisse stimmen zwar optimistisch, doch klar ist, dass der Zusammenschluss zur neuen Nr.1 im Ausrüstergeschäft deutlich bessere Perspektiven mit sich bringt. Alcatel Lucent würde genau in dem Bereich stärker, den das Unternehmen als Gewinntreiber für die kommenden Jahre ausgemacht hat.

Nokia holt sich neues Potenzial in den USA und profitiert von hohen Synergien

Stellt sich die Frage, was Nokia von dem Zusammenschluss hätte. Die Aktie des fast dreimal größeren Fusionspartners gerät heute deutlich unter Druck und verliert am Nachmittag rund 4%. Die Gefolgschaft ist also keineswegs vorbehaltsfrei.

Der Übernahme-Sensor erachtet den Zusammenschluss jedoch auch für die Finnen als vorteilhaft. Eine Fusion bringt nicht nur die üblichen Synergie-Effekte mit, die in einem hart umkämpften Markt sehr wichtig sind, sondern eröffnet auch neues Wachstumspotenzial in den USA.

Alcatel Lucent hat immerhin einen Marktanteil von 10%. Gelingt eine schnelle Integration, dürfte sich die Investition als äußerst lukrativ entpuppen. Von strategischen Gesichtspunkten her ist eine Fusion absolut nachzuvollziehen.

Kritiker werden anmerken, dass bei der Fusion größere Integrationsrisiken bestehen. Angesichts der Tatsache, dass Nokia fast dreimal so groß ist, sollte das Thema trotz zu erwartender Skepsis nicht als zu wichtig angesehen werden.

14. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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