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Novartis vor wichtigem Umbau: Stärkung der Krebssparte

Umstrukturierung in der Schweiz: Novartis baut seine Pharmasparte um. Dort wird es künftig zwei Segmente geben, einerseits Novartis Oncology, die sich mit der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten zur Krebstherapie befasst, und andererseits Novartis Pharmaceuticals.

Beide Sparten bilden gemeinsam die neue Division namens Innovative Medicines und unterstehen direkt der Geschäftsführung um CEO Joseph Jimenez.

Neue Gesichter für die neuen Sparten

Neben den strukturellen wird es auch personelle Einschnitte geben. Der bisherige Chef der Pharmasparte, David Epstein, wird Novartis verlassen und in die USA wechseln. Die Führung der Novartis Pharmaceuticals übernimmt mit Paul Hudson ein externer Manager, der bisher für den britisch-schwedischen Konkurrenten AstraZeneca tätig ist.

Die Onkologiesparte übernimmt Bruno Strigini, der bereits seit einiger Zeit bei Novartis für die Geschäfte im Krebssegment zuständig ist. Hudson und Strigini treten ihre Positionen jeweils zum 1. Juli an.


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Stellenstreichungen sind im Zuge der Umstrukturierung nicht geplant, lediglich eine Verlagerung von einigen Arbeitsplätzen aus den USA in die Schweiz steht auf der Agenda, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Stärkung der Krebssparte

Mit dem Umbau unterstreicht der Pharmakonzern die Stärkung seiner Krebssparte, die bereits im vergangenen Jahr eingeläutet worden war durch die Übernahme des Krebsgeschäfts der britischen GSK bei gleichzeitigem Abschied von der eigenen Impfsparte.

Künftig gliedert sich der Novartiskonzern somit in die drei Divisionen Innovative Medicines mit den Untereinheiten Pharmaceuticals und Oncology, Sandoz als Division für die Forschung an Generika und Biosimilar sowie die Augensparte Alcon.

Bei den Anlegern stießen die Umbaupläne auf Gegenliebe, die Aktie legte in der zweiten Maihälfte erkennbar zu.

Novartis Aktie hat schweren Stand

Insgesamt allerdings hat die Novartis Aktie derzeit ein eher schweres Los. Auf Jahressicht hat das Papier rund 25 Prozent an Wert verloren. Kratzte der Kurs im vergangenen Sommer noch an der 100-Euro-Marke, ist der Anteilsschein inzwischen für etwas über 70 Euro zu haben.

Auch am Heimatmarkt in der Schweiz sieht die Entwicklung kaum besser aus, dort fiel die Novartis Aktie binnen Jahresfrist um etwa 20 Prozent zurück und kostete zuletzt gut 73 Schweizer Franken, wobei auch hier ein Anstieg seit Mitte Mai zu verzeichnen ist.

2016-06-01 Novartis

Analysten bewerten die Aktie uneinheitlich und sind in ihren Prognosen gespalten. Die überwiegende Mehrheit empfiehlt, die Aktie zu halten und sieht ein moderates Aufwärtspotenzial auf 75 bis 85 Schweizer Franken.

Lediglich Morgan Stanley rät die Aktie zu verkaufen und beziffert das Kursziel ebenfalls mit 75 Euro, also ungefähr dem Wert der aktuellen Notierung. Höher geht es nach Ansicht der dortigen Experten erst einmal nicht.

Doch es gibt auch optimistischere Stimmen: So trauen die Analysten von Bernstein Research oder der Berenberg Bank der Novartis Aktie einen Anstieg auf 84 beziehungsweise 85 Franken zu und empfehlen das Papier zum Kauf. Noch deutlicher positionierten sich zuletzt HSBC und Jefferies & Company mit Kurszielen von 94 und 100 Franken.

3. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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