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Novo Nordisk: Diese neuen Ergebnisse erschrecken die Anleger

Der Platzhirsch schwächelt: Novo Nordisk musste sich bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2015 in Bescheidenheit üben.

Die Ergebnisse des dänischen Diabetes-Spezialisten konnten zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden, verfehlten aber die Erwartungen. In lokaler Währung legte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 8 Prozent zu, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass die Dänen von der Umrechnung der Ergebnisse des starken US-Dollar in ihre Landeswährung profitieren.

Wichtiges Medikament schwächelt

Beim Blick auf die einzelnen Produkte des Unternehmens sind unterdessen Verschiebungen zu erkennen. Besonders gut lief das Geschäft mit Levemir, das um 22 Prozent gesteigert werden konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal.


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Demgegenüber schwächelte Victoza, das bislang zu den wichtigsten Medikamenten im Portfolio von Novo Nordisk zählte. Der Umsatz entwickelte sich rückläufig und sank um 10 Prozent im Vorjahresvergleich. Betrachtet man allerdings nicht die Quartals-, sondern die Jahresentwicklung, zeichnet sich ein anderes Bild. Hier wird die herausragende Stellung von Victoza noch einmal deutlich, dessen Wachstum sich im Gesamtjahr auf 18 Prozent belief.

Der jüngste Umsatzrückgang könnte mit zunehmender Konkurrenz, vor allem auf dem US-Markt, zusammenhängen. Dort hat Konkurrent Eli Lilly seit 2014 das Produkt Trulicity platziert, das bei vormaligen Victoza-Patienten scheinbar gut ankommt. Allerdings ist die Marktführerschaft von Novo Nordisk nicht gefährdet, der Marktanteil liegt nach wie vor deutlich über 50 Prozent.

Durchwachsener Ausblick

Relativ durchwachsen fiel denn auch der Ausblick der Führungsetage aus. Während der operative Gewinn in den vergangenen Jahren in lokaler Währung um jeweils 15 Prozent gesteigert werden konnte, geht Novo Nordisk für die kommenden Jahre nur noch von einem Wachstum von 10 Prozent aus.

Als Besänftigung für die Anleger steht eine Dividendenanhebung um 28 Prozent im Raum. Die kann man sich leisten, da Novo Nordisk über ausreichende Geldreserven verfügt. Auch sollen die Investitionen in Forschung und Entwicklung nicht gekürzt werden.

Ganz im Gegenteil: Das Unternehmen setzt auf neue Medikamente, die sich derzeit aber noch im Entwicklungsstadium beziehungsweise vor der Zulassung befinden. Sollte sich hiervon das eine oder andere durchsetzen und am Markt einschlagen, würde sich das auch für Novo Nordisk wieder spürbar bemerkbar machen.

Analysten gespalten

Analysten sind geteilter Meinung. Positive, neutrale und eher negative Bewertungen halten sich die Waage. Allerdings liegen die Kurserwartungen der Studien mit Verkaufsempfehlungen nur wenig unterhalb des jüngsten Niveaus der Aktie und auch der Aktienkurs deutet nach einem Knick kurz nach der Präsentation der Quartalsbilanz bereits wieder nach oben.

Grundsätzlich ist das Geschäftsfeld von Novo Nordisk jedenfalls nicht gefährdet, ganz im Gegenteil: Diabetes bleibt auf dem Vormarsch, gerade in den reichen Industrienationen, in denen sich teure Medikamente gut vermarkten lassen.

20. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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