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Novo Nordisk: Warum der Diabetes-Platzhirsch außergewöhnliche Gewinne ermöglicht

Es läuft gut für Novo Nordisk – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Konkurrenz schwächelt. Im vergangenen Jahr brachten MannKind und Sanofi ein Diabetes-Medikament namens Afrezza auf den Markt, das die etablierte Pharmabranche das Fürchten lehren sollte.

Denn anders als klassische Insulin-Präparate wird Afrezza nicht gespritzt, sondern geschluckt. Die Einnahme gestaltet sich für die Patienten somit angenehmer. Dennoch blieb der erhoffte Erfolg aus, der Umsatz entwickelte sich deutlich schwächer als erwartet. Bis September lag er bei gerade einmal 5,5 Millionen Dollar, Sanofi hat sich aus dem Gemeinschaftsprojekt inzwischen wieder zurückgezogen.

Umso besser für Novo Nordisk. Die Dänen sind weltweiter Marktführer im Geschäft mit der Diabetes. Medikamente gegen die Zuckerkrankheit steuern rund 80 Prozent zum Geschäftsergebnis bei.


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Novo Nordisk macht hohe Preise

Die Zukunftsprognosen sind gut, denn Diabetes entwickelt sich mehr und mehr zur Volkskrankheit – und das vor allem in den entwickelten und zahlungskräftigen Industrienationen, wo sich mit entsprechenden Medikamenten ordentlich Kasse machen lässt.

Wer nicht bereit ist, hohe Preise zu akzeptieren, wird eben nicht mehr beliefert, wie ein aktuelles Beispiel aus Deutschland zeigt. Weil sich die hiesigen gesetzlichen Krankenkassen weigerten, den von Novo Nordisk verlangten Preis zu zahlen, verschwindet das Medikament Tresiba aus der deutschen Produktpalette.

Die Dänen können es sich leisten – denn in den USA wurde das Medikament nun im zweiten Anlauf zugelassen und dürfte dort hohe Umsätze erzielen. Weil auch das Geschäft mit anderen Insulin-Präparaten aus dem Hause Novo Nordisk im vergangenen Jahr gut lief und das dritte Quartal besser ausfiel als erwartet, haben zahlreiche Analysten im Herbst ihre Prognosen angehoben und empfehlen das Papier mehrheitlich zum Kauf.

Aktie läuft gut – Analysten sehen weiteres Potenzial

Binnen Jahresfrist hat die Aktie bereits um rund 25 Prozent zugelegt. In Euro wurde sie zuletzt für knapp 48 Euro gehandelt, das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 54 Euro. In US-Dollar lag der Kurs zuletzt bei rund 52 Dollar, Analysten sehen hier im Schnitt einen Spielraum bis etwa 60 Dollar.

Insgesamt laufen sowohl das Kerngeschäft der Pharmabranche gut als auch die Aktienkurse der bekannten Namen. Das liegt einerseits daran, dass die medizinische Versorgung in den Schwellenländern ausgebaut wird und sich hier neue Absatzmärkte erschließen lassen.

Andererseits wird aber auch die Bevölkerung in den Industrienationen immer älter und damit krankheitsanfälliger. Zudem trägt der häufig ungesunde Lebenswandel mit seinem Mix aus fett- und zuckerreicher Ernährung, viel Stress und wenig Bewegung dazu bei, dass auch in jüngeren Jahren immer mehr Menschen erkranken.

Dass die Pharmaindustrie in ihrer Preisgestaltung noch nie zimperlich war, ist kein Geheimnis. Doch das Beispiel von Novo Nordisk unterstreicht einmal mehr, dass sie es sich gerade dieser Tage auch durchaus leisten kann.

21. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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