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Nur echte Optimisten glauben an Commerzbank-Übernahme

Wieder einmal steht die zweitgrößte Bank Deutschlands im Zentrum von Übernahme-Gerüchten.

Diesmal sorgt das Unternehmen selbst für die neuen Spekulationen. Commerzbank-Chef Martin Blessing sagte: „Selbstständigkeit ist für mich kein Selbstzweck.“

Mit diesem Satz brachte der Commerzbank-Chef die Gerüchte um eine Übernahme wieder ins Rollen.

Den erhofften Kursanstieg gab es bei der Commerzbank-Aktie jedoch nicht. Das COBA-Papier verliert aktuell gegen einen leicht festeren Markt 0,5%.

China Construction Bank: Gerücht bestätigte sich nicht – Aktie verliert deutlich

Immer wieder kommt es zu Übernahme-Spekulationen um das Frankfurter Geldhaus. Im vergangenen Jahr wurde die China Construction Bank (CCB) als möglicher Käufer der Commerzbank genannt.

Schon damals hat der Übernahme-Sensor vor einer Investition gewarnt, da die Übernahme-Story ganz allgemein war und die Commerzbank für die CCB nur mit Außenseiter-Chancen in der Verlosung war.


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Wenig verwunderlich blieb ein Deal dann auch aus und wer damals nicht investierte, kann heute gut zufrieden sein. Denn mit der Commerzbank-Aktie ging es aufgrund von diversen Problemen weiter bergab.

Medien mit langer Bieterliste…

Mittlerweile hat die Commerzbank verschiedene Baustellen beseitigen können – ist im Vergleich zu anderen Banken jedoch immer noch eher schwach kapitalisiert.

Eine echte Doppelchance aus fundamentaler Unterbewertung und Übernahme-Szenario sieht jedenfalls anders aus.

Auch von den Namen potenzieller Bieter gab es eigentlich immer nur Körbe: Spaniens Banco Santander, Frankreichs BNP Paribas, Uni Credit und die Schweizer Bank UBS werden immer wieder genannt – doch aus allem ist bisher nichts geworden und die Chance auf eine zeitnahe Übernahme dürfte weiterhin recht überschaubar sein.

…von den aber keiner echtes Interesse hat

Offenbar haben die genannten Banken andere Pläne. Die Schweizer Bank UBS will bis 2015 eine neue Tochter-Gesellschaft gründen, die das Privat- und Firmenkundengeschäft, sowie den Schweizer Teil des Wealth Managements bündeln soll.

Auf eine mögliche Übernahme der Commerzbank angesprochen, sagte UBS-Chef Axel Weber im vergangenen Monat, dass die Schweizer sich auf die Steigerung der Kapitalquote konzentrieren wollen. Eine Übernahme ist auf absehbare Zeit also vom Tisch.

Zeitgleich fiel auch der potenzielle Bieter Uni Credit aus dem Rennen. „Wir haben kein Interesse an der Commerzbank“, erklärte UniCredit-Chef Frederico Ghezzoni auf einer Frankfurter Bankenkonferenz.

In diesem Monat fielen dann weitere mögliche Bieter aus. BNP Paribas-Chef Jean Laurent Bonnafe teilte mit, dass eine Übernahme der Commerzbank nicht zur Diskussion stehe. Die Franzosen wollen organisch wachsen.

Die spanische Banco Santander investiert ihr Geld lieber in Polen. Im Rennen um die BGZ-Bank werden den Spaniern gute Chancen eingeräumt. In Polen besitzt Banco Santander bereits eine Tochtergesellschaft, die dann nach einer Übernahme mit BGZ verschmolzen werden könnte.

Im Zusammenhang mit diesem Deal hat Banco Santander-Chef Javier Marin eine Commerzbank-Übernahme ausgeschlossen.

Commerzbank aktuell kein heißer Übernahme-Kandidat

Alle paar Monate kommt es zu neuen Übernahme-Spekulationen um die Commerzbank. Viele Namen wurden genannt, doch auch das nützt nichts, wenn alle absagen. Die Absagen sind zeitnah und von höchster Ebene. Deshalb sollten Übernahme-Spekulanten an der Seitenlinie bleiben.

Fakt ist, dass sich viele Chefs europäischer Großbanken negativ zu einer möglichen Commerzbank-Übernahme geäußert haben. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass im Falle eines Deals auch der Staat mit seinem 17%-igen Anteil noch Mitsprache-Recht hat.

Es ist höchst fraglich, ob die Regierung den Anteil jetzt mit einem hohen Verlust verkaufen will. Denn dann bedeutet das auch, dass die Gelder deutscher Steuerzahler für die damalige Commerzbank-Rettung für immer verloren sind.

Der Übernahme-Sensor rechnet weiterhin nicht mit einer zeitnahen Commerzbank-Übernahme. Erst wenn sich die Commerzbank deutlicher erholt hat und die europäischen Banken stärkere Bilanzen besitzen, könnte ein Deal für die Konkurrenten in Frage kommen.

4. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.