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NXP feilt an seiner Zukunft

Das, was der holländischen Nationalmannschaft nicht gelungen ist – wie bekannt, spielt sie ja bei der Fußball-Europameisterschaft nicht mit – schafft ein holländisches Unternehmen: Schlagzeilen während der EM verursachen. Der niederländischen Chiphersteller NXP Semiconductors macht mit einem Verkauf von sich reden.

Segment der Basis-Halbleiter wird verkauft

So soll die Sparte mit Basis-Halbleitern an ein chinesisches Konsortium verkauft werden. Als Kaufpreis werden rund 2,75 Mrd. US-Dollar genannt. Dabei sind die Käufer die chinesischen Finanzinvestoren Beijing Jianguang Asset Management und Wise Road Capital.

Das Segment ist übrigens überaus erfolgreich: NXP erreichte – mit mehr als 10.000 Mitarbeitern – im vergangenen Jahr mit den Chips für Anwendungen unter anderem in der Autobranche, der Industrie und dem Endverbrauchermarkt einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. US-Dollar, was rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmacht.


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Konkurrent Freescale wurde im Dezember übernommen

Ohnehin scheinen bei NXP derzeit größere Umbauarbeiten im Gange zu sein: So wurde erst im Dezember 2015 für rund 11,8 Mrd. US-Dollar der US-Konkurrent Freescale übernommen. Dies wirkte sich dann natürlich auch gleich auf die Quartalszahlen positiv aus – so stiegen die Erlöse im ersten Quartal gegenüber dem Schlussviertel 2015 um fast 40 %.

Allerdings gab es durch diese Übernahme auch einen Verlust, der sich im Zeitraum Januar bis März auf knapp 400 Mio. US-Dollar belief. Bereinigt um Sonderkosten konnte der Gewinn jedoch um etwas mehr als ein Sechstel zulegen.

Mit diesen Zahlen und der getätigten Übernahme ist NXP der größte Zulieferer von Chips für die Autoindustrie. Und dass dieser Bereich noch für Steigerungen gut ist, belegen die Daten der Autoproduktion eindeutig, die wieder deutlich anzieht.

Ausblick positiv

Das zeigen auch die Zahlen des Ausblicks – die vor dem jetzigen Verkauf bekannt gegeben wurden. Demnach wird ein Umsatz zwischen 2,3 und 2,4 Mrd. US-Dollar prognostiziert, was einem Plus von 6% entspricht. Die bereinigte operative Marge soll von 23,3% auf mehr als 25,3 % zulegen.

Die gestrige Nachricht des Segmentsverkaufs kam zwar überraschend, doch richtig begeistert wurde sie von den Börsianern (noch) nicht aufgenommen. Aber in Anbetracht des weiterhin äußerst schwachen Gesamtmarktes ist schon ein Verharren der Aktie auf dem Vortagsniveau positiv zu werten.

Charttechnisch sieht es derzeit auch nicht schlecht aus: Sollte die Unterstützung bei rund 75 Euro halten, kann relativ schnell die 90 Euro-Marke in Angriff genommen werden.

Von Brexit-Angst kaum betroffen

Und noch etwas sei angemerkt: Bei dem Erwerb dieser Aktie sind Sie auch nicht Leidtragender eines möglichen Brexit. Diese Spekulationen, die seit einer Woche die Aktienmärkte weltweit nach unten drücken, gehen in diesem Segment fast spurlos vorbei. Da sind andere Branchen – vor allem die Bankenwerte – deutlich mehr betroffen.

15. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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