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Öl: So investieren Sie richtig

Der Ölmarkt kommt vielen Investoren wie ein undurchschaubares Geflecht von plötzlichen Preissteigerungen und –senkungen vor.

Klar ist auf jeden Fall: eine gewissenhafte Einarbeitung ist hier umso wichtiger, da zahlreiche Faktoren auf die Preise des schwarzen Goldes einwirken.

Da wäre zum Einen natürlich die weltweite Nachfrage. Die Organisation erdölexportierender Länder (kurz: OPEC, vom englischen „Organization of the Petroleum Exporting Countries“) schätzte den weltweiten Bedarf an Erdöl im Jahre 2008 auf rund 86 bis 87 Millionen Barrels am Tag.

Seitdem ist dieser Wert weiter angestiegen. Zwar hat der deutliche Preisantieg der letzten Monate den Absatz in den Industrienationen wie Deutschland und den Vereinigten Staaten ein wenig getrübt, aufsteigende Nationen wie China und Indien benötigen jedoch rasant steigende Mengen an Erdöl, um ihr Wachstum fortzuführen.

Kraftstoff-Subventionen oft sinnlos

In vielen dieser Ländern gibt es Kraftstoff-Subventionen für Käufer. Tatsächlich kommt sogar ein Viertel des weltweiten Bedarfs aus Ländern, in denen diese Subventionen bestehen.

Dennoch wirken sich diese nicht immer positiv auf die Wirtschaft des Landes aus. Zwar erlauben sie den Abnehmern niedrigere Preise, dies geht jedoch zu Lasten der Ölproduzenten. Diese müssen ihre Waren oft mit Verlust weiterverkaufen.

Der Wegfall der Subventionen kann daher in vielen Fällen zu einer größeren Ölproduktion und damit wiederum zu niedrigeren Preisen führen. Außerdem steigt natürlich auch der Anreiz für Raffinerien, beispielsweise Benzin und Diesel in größeren Mengen anzubieten, da höhere Preise winken.


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Angebot bestimmt den Ölpreis

Damit wäre dann auch der zweite Preistreiber im Ölgeschäft identifiziert: das Angebot. Pro Tag wurden im Jahre 2008 rund 85 bis 86 Barrel an Rohöl gefördert. Dennoch gehen die weltweiten Reserven langsam zur Neige. 2007 wurde in Brasilien zwar ein großes neues Ölfeld entdeckt, die Kapazitäten in Mexiko und der Nordsee sinken jedoch stark ab.

Dies ist der Grund dafür, dass die Länder der OPEC an den Grenzen ihrer Förderkapazitäten angelangt sind. Die einzige Ausnahme ist Saudi Arabien, welches seine Kapazität noch um rund 1,5 Millionen Barrels am Tag erhöhen könnte.

Förderprobleme in Nigeria

Ein weiteres wichtiges Förderland ist Nigeria. Hier ist die Ölförderung jedoch durch eine lange Reihe an politischen Instabilitäten und Rebellenattacken gefährdet. 2008 erreichte Nigeria durch diese Störungen den niedrigsten Förderstand der vergangenen 25 Jahre. Statt den regulären 2,5 Millionen Barrels wurden in Nigeria täglich nur 1,5 Millionen produziert.

Dies trifft vor allem Länder mit hohen Umweltregularien wie Deutschland oder die Vereinigten Staaten stark. Diese setzen nämlich auf das besonders hochwertige „süße“ Rohöl, welches die Schadstoffausstöße in der Industrie deutlich reduzieren soll.

Dieses stammt vorrangig aus Nigeria und den umliegenden afrikanischen Staaten. 2007 exportieren Nigeria und Angola beispielsweise mehr Rohöl in die Vereinigten Staaten als der Marktführer Saudi Arabien.

Spekulanten treiben Ölpreis nach oben

Neben Angebot und Nachfrage wird der Rohölpreis jedoch auch in hohem Maße durch Spekulationen an den Rohstoffmärkten bestimmt. Viele der großen Investoren spekulieren – beispielsweise durch Fonds – als Teil ihrer Asset-Allocation-Strategie längerfristig in den Rohölmarkt.

Andere Spekulanten handeln nur kurzfristig mit Terminkontrakten, um ihren Gewinn schon auf kurze Sicht zu maximieren. Viele Beobachter machen diese Spekulanten für die starken Preisschwankungen auf dem Rohölmarkt verantwortlich.

Öl: Anleger mit diversen Optionen

Anleger, die in den Handel mit dem schwarzen Gold einsteigen möchten, haben also eine Vielzahl an Möglichkeiten für Investitionen.

Der einfachste Weg, in Öl zu investieren, ist der Ankauf von Aktien von Ölproduzenten oder beteiligten Firmen wie Tankstellenketten. Viele der auf dem Markt erhältlichen Öl-Fonds investieren ebenfalls in diese Aktien.

Sollten Investoren jedoch eine engere Bindung ihrer Investitionen zum Ölpreis bevorzugen, empfehlen sich börsengehandelte Fonds (ETFs) oder so genannte Exchange Traded Notes (ETNs). Diese investieren für gewöhnlich nicht in Aktien, sondern vielmehr in Terminkontrakte auf dem Ölmarkt.

Da diese Produkte nur dem Ölpreis folgen und nicht von Währungs- oder Aktienkursen abhängen, können sie als Absicherung und zur Portfoliodiversifikation dienen.

Eine Vielzahl an ETFs oder ETNs buhlen dabei um die Gunst des Anlegers. Darunter befinden sich viele ETFs, die nur auf einem Rohstoff (also nur Rohöl) basieren. Als Alternative gibt es jedoch auch ETFs, die mehrere Energiequellen (Rohöl, Gas, Benzin, Heizöl etc.) abdecken.

Diese Vielzahl an Angeboten bedeutet also, dass jeder Anleger ein Angebot finden sollte, das seinen persönlichen Bedürfnissen entspricht. Eine gründliche Recherche über Chancen und Risiken eines Angebotes sollte aber natürlich auch hier vor der Investition stehen.

19. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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